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Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern


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Karte
Basisdaten
Fläche : 70.547 km²
Leitender Geistlicher: Landesbischof
Dr. Johannes Friedrich
Mitgliedschaft: VELKD
Kirchenkreise : 6
Dekanatsbezirke : 66
Kirchengemeinden : 1.531
Gemeindeglieder: 2.740.840 (31.12.2002)
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
ca. 22 %
Anschrift: Meiserstr. 11-13
80333 München
Website: www.bayern-evangelisch.de/
E-Mail-Adresse: poep@elkb.de

Die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern ist eine von 23 Gliedkirchen ( Landeskirchen ) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wie alle Landeskirchen ist sie Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in München .
Die Kirche hat ca. 2 7 Gemeindemitglieder (Stand Dez. 2002) in 1.531 Kirchengemeinden und ist damit nach der Landeskirche und der Kirche im Rheinland nach ihrer die drittgrößte Landeskirche Deutschlands. Sie ist eine lutherischen Kirchen innerhalb der EKD und Gliedkirche der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) .

Bischofskirche der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern die Matthäuskirche München am Sendlinger Tor. Weitere protestantische Kirchen in Bayern sind die beiden von Nürnberg St. Sebald und St. Lorenz . St. Lorenz ist die "zweite" bayerische dort finden die Einführungen neuer Landesbischöfe statt.
Die Landeskirche unterhält eine Evangelische Akademie in Tutzing.

Inhaltsverzeichnis

Gebiet der Landeskirche

Das Gebiet der "Evangelisch-Lutherischen Kirche in umfasst das Bundesland Bayern (früher Königreich Bayern).

Geschichte

Das alte Kernland Bayerns blieb auch der Reformation traditionell römisch-katholisch . Als zwischen 1806 und 1810 das Bayern um zahlreiche Herrschaftsgebiete auf seine heutige erweitert wurde gab es fortan innerhalb des auch viele evangelische Gebiete vor allem waren Frankens (Markgrafschaften Brandenburg-Ansbach und Brandenburg-Bayreuth) und einige Freien Reichsstädte (Nürnberg Memmingen Kempten Weißenburg und Windsheim) Alle protestantischen ( lutherische und reformierte ) Gemeinden des Königreichs wurden daher 1806 einer Kirche vereinigt (Verwaltungsunion). Dazu gehörten auch Gebiete "links des Rheins" (die so genannte siehe Pfalz (Region) ). 1817 wurde in den Gebieten links Rhein die Union (Vereinigung der lutherischen und Gemeinden zur einer einheitlichen Kirche - "Bekenntnisunion") Diese unierte Kirche wurde 1848 rechtlich unabhängig (siehe Evangelische Kirche der Pfalz ).

In den Gebieten "rechts des Rheins" im Hauptgebiet des Königreichs Bayern wurde 1817 "Gesamtgemeinde" unter einem staatlichen "Oberkonsistorium" in München Die Gemeinden blieben jedoch ihrem bisherigen Bekenntnis Für die reformierten Gemeinden rechts des Rheins 1853 eine selbständige Synode und eine eigene Kirchenleitung (das "Moderamen") 1918 traten die reformierten Gemeinden formal aus Landeskirche aus und wurden selbständig ( Evangelisch-reformierte Kirche in Bayern ). Sie schloss sich später der Evangelisch-reformieren Kirche die ihren Sitz in Leer (Ostfriesland) an. Die Bayerische Landeskirche umfasste daher ab nur noch lutherische Gemeinden und wurde zunächst der Bezeichnung "Evangelisch-Lutherische Landeskirche in Bayern rechts Rheins" geführt. 1919 schloss sich die "Evangelische Coburg" an. Als nach dem Zweiten Weltkrieg die Gebiete "links des Rheins" ( Pfalz ) von Bayern abgetrennt wurde erhielt die ihre heutige Bezeichnung "Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern".

Früheres Oberhaupt der "Evangelischen Kirche in war der jeweilige König von Bayern als episcopus". Die Verwaltungsbehörde das Oberkonsistorium in München von einem "Präsidenten" geleitet. Nach dem Ersten Weltkrieg musste der König in Bayern abdanken des landesherrlichen Kirchenregiments). Als Oberhaupt fungierte daher der Präsident des Oberkonsistoriums. Dann erhielt die eine neue Verfassung. Oberhaupt war forthin ein der seit 1933 den Titel "Landesbischof" führt. Verwaltungsbehörde wurde in "Landeskirchenamt" umbenannt.

Leitung der Landeskirche

An der Spitze der Evangelisch-Lutherischen Kirche Bayern steht der Landesbischof (bis 1933 "Kirchenpräsident") der von der Landessynode gewählt wird. Seine Amtszeit endet mit Vollendung seines 65. Lebensjahres. Er kann unter Voraussetzungen aber auch schon vorher durch die abberufen werden.

Oberkonsistorialpräsidenten Kirchenpräsidenten und Landesbischöfe

  • 1883 - 1897 : Adolf von Stählin Oberkonsistorialpräsident
  • 1897 - 1909 : Alexander (von) Schneider Oberkonsistorialpräsident
  • 1909 - 1917 : Hermann von Bezzel Oberkonsistorialpräsident
  • 1917 - 1933 : D. Friedrich Veith Kirchenpräsident (bis 1921
  • 1933 - 1955 : Dr. Hans Meiser
  • 1955 - 1975 : Dr. Hermann Dietzfelbinger
  • 1975 - 1994 : Dr. Johannes Hanselmann
  • 1994 - 1999 : Hermann von Loewenich
  • 1999 - heute: Dr. Johannes Friedrich

Landessynode

Als "Parlament" hat die Landeskirche eine Landessynode . Deren Mitglieder die Synodale werden von Dekanatssynoden gewählt. Ihre Aufgaben sind ähnlich wie von politischen Parlamenten.

Vorsitzender der Landessynode ist der Präsident der Synode bzw. die Präsidentin der Synode derzeit Heidi Schülke.

Da die Synode nur 2 mal Jahr tagt gibt es für die Aufgaben der restlichen Zeit einen Landessynodalausschuss welchem das der Synode und 12 weitere gewählte Synodale Die Präsidentin der Synode leitet auch den

Landessynode und Landessynodalausschuss bilden gemeinsam mit Landesbischof und dem Landeskirchenrat die Kirchenleitung der Kirche in Bayern.

Verwaltung der Landeskirche

Landeskirchenamt und Verwaltungshierarchie

Der Landesbischof hat seinen Amtssitz in München. Er Vorsitzender des Landeskirchenrats (LKR) also dem ständigen Leitungsgremium der ("Regierung" der Kirche) dem die Leiter der Abteilungen des Landeskirchenamtes sowie die 6 Regionalbischöfe Die Mitglieder führen den Titel "Oberkirchenrat". Dieses tagt in der Regel einmal im Monat Landeskirchenamt in München wo die Mitarbeiterinnen und des "Landeskirchenrats" die Landeskirche verwalten.

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche unten nach oben wie folgt aufgebaut:

An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen. Die Mitglieder des heißen "Kirchenvorsteher". Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen einen Dekanatsbezirk (in der allgemeinen Verwaltung einem Landkreis vergleichbar) an dessen Spitze ein Dekan steht. Dekanatsbezirke sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen Rechts haben als Gremium die Dekanatssynode deren Mitglieder den jeweiligen Kirchengemeinden bestellt werden.

Mehrere Dekanatsbezirke bilden zusammen einen Kirchenkreis (in der allgemeinen Verwaltung einem Regierungsbezirk vergleichbar) an dessen Spitze ein Oberkirchenrat steht zugleich den Titel Regionalbischof führt. Diese Verwaltungsebene hat kein Gremium. 6 Kirchenkreise bilden zusammen die Landeskirche (in der allgemeinen Verwaltung dem Bundesland vergleichbar) .

Die 6 Kirchenkreise mit ihren zugehörigen

Kirchenkreis Ansbach-Würzburg

Ansbach Aschaffenburg Bad Neustadt an der Bad Windsheim Castell Dinkelsbühl Feuchtwangen Gunzenhausen Heidenheim Leutershausen Lohr Markt Einersheim Rothenburg ob der Schweinfurt Uffenheim Wassertrüdingen Windsbach Würzburg

Kirchenkreis Augsburg

Augsburg Donauwörth Kempten Memmingen Neu-Ulm Nördlingen

Kirchenkreis Bayreuth

Bad Berneck Bamberg Bayreuth Coburg Forchheim Wiesenthal-Muggendorf) Hof Kronach Kulmbach Ludwigsstadt Michelau Münchberg Pegnitz Rügheim Selb Thurnau Wunsiedel

Kirchenkreis München

München mit 7 Prodekanen (München-Süd München München Süd-West München-Nord München-Ost München-West München Mitte) Rosenheim Traunstein und Weilheim in Oberbayern

Kirchenkreis Nürnberg

Altdorf Erlangen Fürth Gräfenberg Hersbruck Neustadt der Aisch Nürnberg mit 3 Prodekanten (Nürnberg-Mitte/Nord Nürnberg-West) Pappenheim Schwabach Weißenburg

Kirchenkreis Regensburg

Cham Ingolstadt Landshut Neumarkt in der Passau Regensburg Sulzbach-Rosenberg Weiden in der Oberpfalz

Kirchengemeinden

Die 66 Dekanatsbezirke sind in 1.531 Kirchengemeinden unterteilt. Diese Zahl war bei Bildung Kirchengemeinden wohl etwas geringer. Im Laufe der Jahre hat sich die Zahl jedoch erhöht meist in Städten durch Zuzüge die Kirchengemeinden groß wurden dass man sie aufteilte und neue Kirchengemeinden entstanden. Darüber hinaus entstanden auch bislang überwiegend katholischen Gebieten durch Zuzüge von neue Kirchengemeinden deren Gebiet sich gelegentlich auch mehrere Orte erstrecken kann.

Gesangbücher

Die Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Kirche in singen bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten allem aus folgenden Gesangbüchern:

  • Gesangbuch für die protestantische Gesammt-Gemeinde des Königreichs Sulzbach; eingeführt durch Genehmigung des Königs Joseph vom 26.12.1810; später unter dem Titel für die protestantische Kirche des Königreichs Bayern"
  • Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern Nürnberg 1854
  • Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern Ansbach; eingeführt durch Beschluss der Landessynode 6.9.1927 zum 1.4.1928
  • Gesangbuch für die Evangelisch-Lutherische Kirche in Bayern so genanntes "Übergangsgesangbuch" mit Liedern des Kirchengesangbuchs (EKG) Ansbach eingeführt durch Beschluss der vom 6.9.1927 sowie des Anhangs durch Beschluss Landessynode vom 20.9.1950
  • Evangelisches Kirchengesangbuch Ausgabe für die Evangelisch-Lutherische Kirche in München; eingeführt durch Beschluss der Landessynode vom
  • Evangelisches Gesangbuch Ausgabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen in und Thüringen München und Weimar eingeführt am Advent 1994

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