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Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe


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Karte
Basisdaten
Fläche : ? km²
Leitender Geistlicher: Landesbischof
Jürgen Johannesdotter
Mitgliedschaft: VELKD und
Konf.ev.Ki.Nds
Kirchenkreise : 2
Kirchengemeinden : 22
Gemeindeglieder: 63.639 (31.12.2002)
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
ca. 50 %
Anschrift: Herderstr. 27
31675 Bückeburg
Website: www.landeskirche-
schaumburg-lippe.de/
E-Mail-Adresse: LKA-Bueckeburg@t-online.de

Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe ist eine von 23 Gliedkirchen ( Landeskirchen ) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wie alle Landeskirchen ist sie Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Bückeburg ( Landkreis Schaumburg ). Die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Schaumburg-Lippe hat ca. Gemeindemitglieder (Stand: Dez. 2002) in 22 Kirchengemeinden und ist damit eine der kleinsten Deutschlands. Sie ist eine der lutherischen Kirchen innerhalb der EKD sowie Mitglied der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) und der Konföderation evangelischer Kirchen in Niedersachsen .

Hauptkirche der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe ist Stadtkirche in Bückeburg.

Inhaltsverzeichnis

Gebiet der Landeskirche

Das Gebiet der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe das bis 1946 bestehende Land Schaumburg-Lippe das seinerzeit zur britischen Besatzungszone gehörte dem Bundesland Niedersachsen eingegliedert wurde. Hier umfasste es zunächst die beiden Landkreise Bückeburg und Stadthagen welche 1948 zum Landkreis Schaumburg-Lippe (Kreisstadt Stadthagen) vereinigt Bei der Kreisreform 1977 wurde dieser mit dem Landkreis Grafschaft (Sitz Rinteln) zum Landkreis Schaumburg (Kreisstadt Stadthagen) vereinigt. Das Gebiet der Landeskirche Schaumburg-Lippe umfasst daher heute nur den Teil des Landkreises Schaumburg innerhalb des Regierungsbezirks Hannover .

Geschichte

Die Geschichte der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe untrennbar mit der Geschichte des Landes Schaumburg-Lippe Seit dem 12. Jahrhundert hatte sich ein nach der Burg Schaumburg bei Rinteln benannt das alsbald ein Herrschaftsgebiet aufbauen konnte. Kirchlich gehörte das Gebiet Bistum Minden. Im Zeitalter der Reformation erklärte Graf Otto IV. von Schaumburg 5. Mai 1559 die Mecklenburgische Kirchenordnung von 1552 in der Grafschaft Schaumburg für allein So wurde die Grafschaft evangelisch. 1640 wurde die Grafschaft Schaumburg geteilt. Es die zu Hessen (später Kurfürstentum Hessen bzw. Provinz Hessen-Nassau) gehörige (neue) Grafschaft Schaumburg (Sitz und die zum Hause Lippe gehörige Grafschaft (Sitz Bückeburg) welche 1807 zum "Fürstentum Schaumburg-Lippe" aufstieg nachdem Graf dem Rheinbund beigetreten war. 1815 trat das Fürstentum Schaumburg-Lippe dem Deutschen bei und wurde nach 1871 ein Gliedstaat des Deutschen Reiches.
"Oberhaupt der Kirche" war der jeweilige des Fürstentums Schaumburg-Lippe als "summus episcopus". Geistlicher war ein Superintendent später Landessuperintendenten. Einer ihre war Ende des 18. Jahrhunderts Johann Gottfried Herder .

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Schaumburg-Lippe 1918 Freistaat innerhalb der Weimarer Republik. Die wurde von der Synode wahrgenommen. An der der Landeskirche wurde ein Landesbischof eingesetzt.
Auch nach dem Zweiten Weltkrieg blieb das Land Schaumburg-Lippe zunächst noch und wurde 1946 Bestandteil des Landes Niedersachsen. Die Landeskirche jedoch selbständig und trat der "Evangelischen Kirche Deutschland" EKD sowie der VELKD bei. Der Landessuperintendent seit 1949 den Titel Landesbischof. Die Kirchenverwaltung sich von Anfang an in Bückeburg.

Leitung der Landeskirche

An der Spitze der steht der Landesbischof (bis 1949 Landessuperintendent) der von der Landessynode gewählt wird. Er ist zugleich "Oberprediger Bückeburg". Mit der Vollendung seines 65. Lebensjahres der Landesbischof in der Regel in den

Landessuperintendenten bzw. Landesbischöfe

  • 1908 - 1932 : Heinrich Türnau Landessuperintendent
  • 1933 - 1966 : Wilhelm Henke Landessuperintendent ab 1949 Landesbischof
  • 1966 - 1979 : Johann Gottfried Maltusch Landesbischof
  • 1979 - 1991 : Dr. Joachim Heubach Landesbischof
  • 1991 - 2001 : Heinrich Herrmanns Landesbischof
  • 2001 - heute: Jürgen Johannesdotter Landesbischof

Landessynode

Als "Parlament" hat die Landeskirche eine Landessynode deren Mitglieder die Synodale auf 6 gewählt zum Teil auch berufen werden. Die der Synode ist ähnlich wie die von Parlamenten. Vorsitzender der Synode ist der Präsident der Synode .

Verwaltung der Landeskirche

Landeskirchenamt und Verwaltungshierarchie

Der Landesbischof hat seinen Amtssitz in Bückeburg im Landeskirchenamt dem ein Präsident vorsteht. Dieser bildet mit dem Landesbischof einem theologischen Oberkirchenrat sowie mit beratender Stimme - einem Verwaltungsoberrat das "Kollegium" des Landeskirchenamts. Daneben gibt es den Landeskirchenrat (die "Regierung" der Landeskirche) dem der vorsteht. Zu diesem leitenden Gremium gehören neben Landesbischof dessen theologischer Stellvertreter der Präsident des der Präsident der Synode und weitere vier der Landessynode.

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche unten nach oben wie folgt aufgebaut:
An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Gemeindekirchenräten dessen Mitglieder die "Gemeindekirchenratsmitglieder" sind. Die wählen aus ihrer Mitte den Kirchenvorstand der mit den Pfarrern die Kirchengemeinde verwaltet. Die Kirchengemeinden Bückeburg und Stadthagen werden von einem geleitet wobei der Oberprediger von Bückeburg der ist. Er hat jedoch keinen Pfarrbezirk.
Mehrere Kirchengemeinden bilden zusammen einen der Kirchenbezirke (in der allgemeinen Verwaltung einem Landkreis vergleichbar) die von einem Superintendenten beaufsichtigt werden.
Die Kirchenbezirke bilden zusammen die Landeskirche (in der allgemeinen Verwaltung dem Bundesland vergleichbar) . Eine mittlere Ebene (in der allgemeinen Verwaltung einem Regierungsbezirk vergleichbar) gibt es in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche nicht.

Kirchenbezirke

Das Gebiet der Landeskirche gliedert sich die Kirchenbezirke Ost und West mit je Superintendenten dessen Sitze nicht an eine bestimmte aber an eine Pfarrstelle seines Kirchenbezirks gebunden Ferner gibt es die beiden Kirchengemeinden Bückeburg Stadthagen deren Aufsicht im Falle Bückeburgs der im Falle Stadthagen der Oberprediger ausübt.

Die 22 Kirchengemeinden

  • Altenhagen-Hagenburg
  • Bad Eilsen
  • Bergkirchen
  • Bückeburg
  • Frille
  • Großenheidorn
  • Heuerßen
  • Lauenhagen
  • Lindhorst
  • Meerbeck
  • Meinsen
  • Petzen
  • Pollhagen
  • Probsthagen
  • Sachsenhagen
  • Seggebruch
  • Stadthagen
  • Steinbergen
  • Steinhude
  • Sülbeck
  • Vehlen
  • Wendthagen

Gesangbücher

Die Gemeinden der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Schaumburg-Lippe bzw. sangen in den letzten Jahrzeiten vor aus folgenden Gesangbüchern:

  • Christliche Religionsgesänge zur öffentlichen und häuslichen Gottesverehrung für Evangelisch Lutherischen Gemeinen des Fürstenthums Schaumburg-Lippe Bückeburg 1805 und ab 1855 mit einem Anhang 150 Liedern versehen
  • Gesangbuch für die evangelisch-lutherische Kirche des Fürstenthums Bückeburg 1875?
  • Evangelisches Kirchengesangbuch - Ausgabe für die evangelisch-lutherischen Kirchen - Schaumburg-Lippe - Hannover/Göttingen ca. 1950
  • Evangelisches Gesangbuch - Ausgabe für die Evangelisch-Lutherischen Kirchen Niedersachsen und für die Bremische Evangelische Kirche eingeführt im Advent 1994

Internet-Adressen


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