Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 26. September 2016 

Evangelisch-methodistische Kirche


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Evangelisch-methodistische Kirche (englisch United Methodist Church ) ist eine weltweite christliche Kirche in der Tradition der Reformation die 18. Jahrhundert aus der anglikanischen Kirche hervorgegangen ist. der Kirche werden als Methodisten bezeichnet ihre Lehre als methodistische Lehre – die Bezeichnung Methodismus schätzen die Methodisten weniger da ismen gewöhnlich als Abgrenzung verstanden werden und für Methodisten gerade nicht ein Wesenszug ihrer ist.

Weltweit gibt es etwa 70 Millionen in Deutschland ca. 64.000 in der Schweiz 8.000.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Wurzeln des Methodismus liegen im des 18. Jahrhunderts . Eine religiöse Studentengruppe fiel in Oxford eine allzu systematische Zeiteinteilung und Lebenseinstellung auf. Studenten dieses „heiligen Clubs“ wurden deshalb spöttisch „Methodisten“ bezeichnet.

Die Brüder John und Charles Wesley und George Whitefield begründeten zwischen 1729 und 1735 nach persönlichen Bekehrung eine enthusiastische Erweckungsbewegung innerhalb der anglikanischen Kirche die Einflüsse Puritanismus Pietismus und der Herrnhuter Brüdergemeine aufnahm.

Nicht das erstarrte kirchliche Ritual der Kirche oder frommes Leben und gute Taten nach Ansicht der Methodisten den wahren christlichen aus sondern bewusste innere Umkehr ( Buße ) und Wiedergeburt aufgrund der Rechtfertigung durch Christus durch die eine persönliche Heilsgewissheit entsteht. die Beziehung zu Jesus Christus muss der nicht ein der Sünde verhaftetes Wesen bleiben. ist für die Methodisten kein erreichter Zustand ein Ziel verstanden als ein fortgesetztes Wachstum der Liebe zu Gott und den Mitmenschen die Methodisten gibt es das eine nicht das andere). Evangelisation ist ebenso wie Diakonie natürliche Folge dieser wachsenden Liebe und beides und gehört für die Methodisten untrennbar zusammen.

Die frühen Methodisten zogen als Wanderprediger ganz Großbritannien und später auch durch die Kolonien mit dem Ziel durch begeisternde Erweckungspredigten Menschen vor allem einfachere Bevölkerungsschichten die von anglikanischen Kirche vernachlässigt wurden zum Glauben zu und zu einem geheiligten christlichen Leben zu Wegen ihres ungewöhnlichen unkonventionellen Auftretens und ihres missionarischen Eifers wurden sie vielfach zur Zielscheibe Spotts und mussten sich einer harschen Kritik offiziellen Kirche stellen. Eine Vielzahl von zeitgenössischen zeugt von den heftigen Kontroversen jener Tage: warf man den Methodisten vor dass sie Fanatiker seien die den Geist des Puritanismus oder Papismus in England wieder aufleben dass sie Streit innerhalb der anglikanischen Kirche und den Menschen einen zu leichten aber falschen Weg zum Heil vorgaukelten indem sie Rechtfertigung durch Glauben allein propagierten ohne dass Taten zu folgen hätten. Bischof William Warburton sogar dass wohl der Teufel die „männliche bei der methodistischen Wiedergeburt sei. Offizielle anglikanische gaben die Losung aus: „Man muss die mit Schlägen vertreiben nicht mit Argumenten!“ In Tat bezogen etliche Methodistenprediger regelrecht Prügel. Man sie mit faulen Eiern und Steinen der schlug mit Knüppeln auf sie ein und ihrer Häuser wurden demoliert. Einige trampelten auf Methodisten herum „um den Heiligen Geist herauszutreten“. scheute sich auch nicht die Anhänger Whitefields und Wesleys auf eine Stufe mit den Verrückten Londoner Irrenhaus Bedlam zu stellen zumal es tatsächlich Bekehrte die unter medizinische Aufsicht gestellt werden mussten John Wesley selbst einräumte dass dies eine Konsequenz der Bekehrung sei. Einige Kritiker gingen weit den Methodisten sexuelle Ausschweifungen auf den ihnen veranstalteten „Love Feasts“ vorzuwerfen. Den Predigern man vor junge Mädchen verführt zu haben sie gerade bei Frauen großen Erfolg mit Bekehrungsversuchen hatten. Zeitgenössische Karikaturisten trugen das Ihrige bei die Methodisten zu verunglimpfen und lächerlich machen. Die derart Angegriffenen predigten weiter verteidigten mit Gegenschriften und organisierten die rasch wachsende ihrer Anhänger besonders unter den Volksgruppen die der anglikanischen Kirche vernachlässigt wurden. Im Todesjahr Charles Wesley gab es in England 75.000

Wesentliche Merkmale der frühen Methodisten waren persönlicher engagierter Glaube das Laienpredigertum die Organisation kleinen lokalen Gruppen (Klassen) mit Bibelstudium und gegenseitiger Rechenschaftspflicht das Ideal eines heiligen christlichen und die Sozialarbeit. John Wesley war nicht Prediger sondern auch ein ausgezeichneter Organisator der und Darlehenskassen gründete Bücher über Volksmedizin schrieb sich für Gefängnisreformen und gegen die Sklaverei

In Amerika stellte sich heraus dass Methodismus mit den Bedingungen des „Wilden Westens“ es keine staatlichen oder anderen Strukturen gab zurechtkam als andere Konfessionen und im 19. Jahrhundert waren die Methodisten zur größten Religionsgemeinschaft den USA geworden. In dieser Zeit entwickelte in den USA auch ein deutschsprachiger Zweig Methodisten die Evangelische Gemeinschaft (Evangelical United Brethren Church).

Auf dem europäischen Kontinent fasste der in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in erster Linie durch zurückkehrende Auswanderer die Amerika Methodisten geworden waren aber parallel dazu durch Missionare der englischsprachigen Methodisten aus England den USA so dass sich der kontinentale aus drei methodistischen Zweigen entwickelte die sich zur Evangelisch-methodistischen Kirche vereinigten.

Besonderheiten der Evangelisch-methodistischen Kirche

  • Eine Besonderheit der Evangelisch-methodistischen Kirche ist sie theologisch keine Sonderlehre vertritt sondern sich bewusst als Teil der allgemeinen christlichen Kirche
  • Die methodistische Kirche hat sich im zu den meisten anderen Kirchen nie wegen Lehrdifferenz von einer anderen Kirche abgespaltet – Entstehung von unterschiedlichen methodistischen Kirchen war durch Verhältnisse sprachliche oder kulturelle Unterschiede bedingt. Es auch öfters vorgekommen dass sich zwei methodistische vereinigt haben z.B. 1968 die bischöflich-methodistische Kirche die Evangelische Gemeinschaft zur Evangelisch-methodistischen Kirche (englisch United Methodist Church ) oder dass sich methodistische Kirchen mit Kirchen zusammengeschlossen haben (z.B. in Kanada mit Congregational Union und der presbyterianischen Kirche zur United Church of Canada).
  • Im Gegensatz zu manchen anderen Freikirchen die methodistische Kirche weltweit gesehen eine der protestantischen Kirchen (es gibt insgesamt mehr Methodisten Lutheraner oder Reformierte).
  • Durch ihre Größe und geographische Verteilung alle Kontinente umfasst sie ein vergleichsweise weites Spektrum in der protestantischen Mitte (weder extrem liberal noch fundamentalistisch ).
  • Die evangelisch-methodistische Kirche besteht nicht aus Gemeinden sondern sie ist weltweit verbunden durch Netz von lokalen und regionalen Konferenzen bis weltweiten Generalkonferenz (paritätisch aus Pfarrern und Laien deren Beschlüsse für die Kirche verbindlich sind.
  • Kindertaufe ist die Regel führt aber nicht automatischen Mitgliedschaft: Methodist ist nur wer sich Erwachsene bewusst dafür entscheidet der methodistischen Kirche und aktiv am Gemeindeleben teilzunehmen (es gibt jeder methodistischen Kirche auch mehr oder weniger Gäste die keine offiziellen Mitglieder sind aber am Gemeindeleben teilnehmen).
  • Die Laien (ehrenamtliche Mitarbeiter ohne Theologiestudium) bei den Methodisten einen großen Stellenwert sowohl der Gemeinde selbst wo sie auch Predigt Führungsaufgaben übernehmen können als auch bei der in den Konferenzen auf allen Ebenen zu gleichviele Laien wie Pfarrer delegiert werden.
  • Die evangelisch-methodistische Kirche ist eine Kirche sich bewusst in der Oekumene engagiert und Christen anderer Konfessionen offen ist. Zur Abendmahlsfeier nicht nur Bekehrte Glaubende oder Mitglieder der Kirche zugelassen sondern jeder der Gottes Vergebung und das aufrichtige Verlangen hat an der Jesu Christi teilzunehmen.
  • Gemeinschaft und soziale Tätigkeit sind für Methodisten ein wesentlicher Bestandteil des christlichen Lebens.

Organisation

Die Evangelisch-methodistische Kirche ist lokal und stark vernetzt im Gegensatz zu anderen Freikirchen die Selbständigkeit der Gemeinden betonen.

Die Pfarrer sind nicht von der sondern von der übergeordneten Konferenz angestellt und alle paar Jahre zu einer anderen Gemeinde. deutschsprachigen Raum erfolgt ihre Ausbildung in der im Theologischen Seminar der Evangelisch-methodistischen Kirche in Als Freikirche verzichtet die Evangelisch-methodistische Kirche auf Einzug von Kirchensteuern; sie finanziert sich allein freiwillige Beiträge ihrer Mitglieder.

Ein weiteres Kennzeichen der Methodisten sind Konferenzen paritätisch aus Pfarrern und Laien zusammengesetzte die über Glaubens- und Verwaltungsfragen bis hin Kirchenordnung der Gesamtkirche entscheiden. Es gibt Konferenzen lokaler regionaler und gesamtkirchlicher Ebene. In Europa es drei Zentralkonferenzen die jeweils die unter Leitung eines Bischofs stehen:

  • Deutschland


Links



Bücher zum Thema Evangelisch-methodistische Kirche

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Evangelisch-methodistische_Kirche.html">Evangelisch-methodistische Kirche </a>