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Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche)


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Karte
Basisdaten
Fläche : ? km²
Leitender Geistlicher: Kirchenpräsident
Eberhard Cherdron
Mitgliedschaft: UEK
Kirchenkreise : 20
Kirchengemeinden : 430
Gemeindeglieder: 627.390 (31.12.2002)
Anteil an der
Gesamtbevölkerung:
ca. 40 %
Anschrift: Domplatz 5
67346 Speyer
Website: www.evpfalz.de/
E-Mail-Adresse: oeffentlichkeitsreferat@evkirchepfalz.de

Die Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) ist eine von 23 Gliedkirchen ( Landeskirchen ) der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD). Wie alle Landeskirchen ist sie Körperschaft des öffentlichen Rechts mit Sitz in Speyer . Die Kirche hat ca. 627.000 Gemeindemitglieder (Stand: Dez. 2002) in 430 Kirchengemeinden und ist eine der unierten Kirchen innerhalb der EKD.

Hauptkirche der Evangelischen Kirche der Pfalz die Gedächtniskirche in Speyer.
Die Landeskirche unterhält eine Evangelische Akademie in Speyer.

Inhaltsverzeichnis

Gebiet der Landeskirche

Das Gebiet der "Evangelischen Kirche der (Protestantische Landeskirche)" umfasst die historische Landschaft der Pfalz welche bis 1945 zu Bayern gehörte seit 1946 Bestandteil des Landes Rheinland-Pfalz ist. Ferner gehört auch der saarländische Saarpfalz-Kreis dazu. Die rheinland-pfälzischen Teile bildeten bis einen eigenständigen Regierungsbezirk Pfalz der die kreisfreien Städte Frankenthal (Pfalz) Landau Ludwigshafen Neustadt an der Weinstraße Pirmasens und Zweibrücken sowie die Landkreise Bad Bergzabern Germersheim Kaiserslautern Kirchheimbolanden Kusel Landau in der Ludwigshafen am Rhein Neustadt Pirmasens Rockenhausen Speyer Zweibrücken umfasste.

Geschichte

Die Pfalz gehörte vor 1800 zu Herrschaften. Den größten Anteil hatte das Kurfürstentum Pfalz dessen Residenzstadt zunächst Heidelberg später Mannheim war. Hier setzte sich nach der Reformation überwiegend der reformierte Glaube durch. Nach Wiener Kongress 1815 wurde die Pfalz mit einigen benachbarten Teil auch lutherischen kleineren Herrschaftsgebieten Bayern zugesprochen. des geschlossenen linksrheinischen Gebiets das unter der "Pfalz" (auch "Rheinpfalz") geführt wurde gab es reformierte und lutherische Gemeinden. Vor diesem Hintergrund Bayern Anfang 1818 eine Befragung bei den deren Ziel es war herauszufinden ob es zu einer Union der lutherischen und reformierten kommen könnte. Das Ergebnis war für die positiv so dass vom 2. bis 16. 1818 in Kaiserslautern eine Generalsynode die Union der lutherischen reformierten Gemeinden beschloss. Die neue Kirche nannte "Vereinigte Protestantisch-Evangelisch-Christliche Kirche der Pfalz" die jedoch noch dem Konsistorium in München unterstand. Im Bayern konnte man sich hingegen nicht zu Union beider Bekenntnisse durchringen. Nicht zuletzt wegen unterschiedlichen Auffassung in der Bekenntnisfrage wurde die Protestantisch-Evangelisch-Christliche Kirche der Pfalz" 1848 vom Konsistorium München rechtlich unabhängig und erhielt in Speyer eigenes Konsistorium.

Oberhaupt der pfälzischen Kirche war der König von Bayern als "summus episcopus". Die das Oberkonsistorium in München später das Konsistorium Speyer wurde von einem "Präsidenten" bzw. "Direktor" Nach dem 1. Weltkrieg musste der König in Bayern abdanken des landesherrlichen Kirchenregiments). Als Oberhaupt fungierte daher der Konsistorialdirektor. Dann erhielt die pfälzische Landeskirche 1920 eine neue Verfassung und 1976 nach einer neuerlichen Überarbeitung der Verfassung heutigen Namen Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) . Mit der Verfassungsänderung von 1920 war das Oberhaupt forthin der Kirchenpräsident. Verwaltungsbehörde wurde in "Landeskirchenamt" umbenannt.

Leitung der Landeskirche

Kirchenpräsident

An der Spitze der Evangelische Kirche der Pfalz (Protestantische Landeskirche) steht der Kirchenpräsident der von der Landessynode auf sieben Jahre gewählt wird. Seine endet in der Regel mit der Vollendung 65. Lebensjahres. In der pfälzischen Kirche ist als einziger evangelischer Kirche in Deutschland - Wahl des leitenden Geistlichen nicht auf den der Pfarrer und Pfarrerinnen (d.h. der Ordinierten)

Konsistorialdirektoren und Kirchenpräsidenten

  • 1886 - 1896 : Theodor Michael von Wand Konsistorialdirektor
  • 1896 - 1915 : Ludwig von Wagner Konsistorialdirektor
  • 1915 - 1930 : D.Dr. Karl Fleischmann Konsistorialdirektor ab 1921
  • 1930 - 1934 : Jakob Kessler Kirchenpräsident
  • 1934 - 1945 : Ludwig Diehl Landesbischof
  • 1946 - 1964 : Dr. Hans Stempel Kirchenpräsident
  • 1964 - 1969 : Dr. Theodor Schaller Kirchenpräsident
  • 1969 - 1975 : Walter Ebrecht Kirchenpräsident
  • 1975 - 1988 : Heinrich Kron Kirchenpräsident
  • 1988 - 1998 : Werner Schramm Kirchenpräsident
  • 1998 - heute: Eberhard Cherdron Kirchenpräsident

Landessynode

Als "Parlament" hat die Landeskirche eine Landessynode . Deren Mitglieder die Synodale werden von Kirchenbezirken auf sechs Jahre gewählt. Ihre Aufgaben ähnlich wie die von politischen Parlamenten. Die stellt die eigentliche Leitung der Kirche dar. ihrer Tagungen liegt die Leitung beim Kirchenpräsidenten.

Vorsitzender der Landessynode ist der Präsident der Synode bzw. die Präsidentin der Synode .

Verwaltung der Landeskirche

Landeskirchenamt und Verwaltungshierarchie

Der Kirchenpräsident hat seinen Amtssitz in Speyer. Er Vorsitzender des Landeskirchenrats dem höchsten Gremium der Ihm gehören neben dem Kirchenpräsidenten noch sein sowie weitere geistliche und weltliche Oberkirchenräte an. gibt es noch die Kirchenregierung dem der Kirchenpräsident als Vorsitzender dessen das dienstälteste geistliche und weltliche Mitglied des sowie 9 Mitglieder der Landessynode angehören. Die verwaltet die Landeskirche im Auftrag der Landessynode Landeskirchenamt.

In der Verwaltungshierarchie ist die Landeskirche unten nach oben wie folgt aufgebaut:

An der Basis stehen die Kirchengemeinden als Körperschaften des öffentlichen Rechts mit gewählten Kirchenvorständen dem "Presbyterium". Die des Presbyteriums heißen "Presbyter". Mehrere Kirchengemeinden bilden einen Kirchenbezirk (auch "Dekanat" genannt) (in der allgemeinen Verwaltung einem Landkreis vergleichbar) an dessen Spitze ein Dekan steht. Kirchenbezirke sind ebenfalls Körperschaften des öffentlichen Rechts haben als Gremium die Bezirkssynode deren Mitglieder den jeweiligen Kirchengemeinden bestellt bzw. berufen werden einen Bezirkskirchenrat.

Die Kirchenbezirke bilden zusammen die Landeskirche (in der allgemeinen Verwaltung dem Bundesland vergleichbar) . Eine mittlere Ebene (in der allgemeinen Verwaltung einem Regierungsbezirk vergleichbar) gibt es bei der Evangelischen Kirche Pfalz (Protestantische Landeskirche) nicht.

20 Kirchenbezirke

  • Bad Bergzabern
  • Bad Dürkheim
  • Frankenthal
  • Germersheim
  • Grünstadt
  • Homburg
  • Kaiserslautern
  • Kirchheimbolanden
  • Kusel
  • Landau
  • Lauterecken
  • Ludwigshafen
  • Neustadt
  • Obermoschel
  • Otterbach
  • Pirmasens
  • Rockenhausen
  • Speyer
  • Winnweiler
  • Zweibrücken

Kirchengemeinden

Die 20 Kirchenbezirke sind in 430 Kirchengemeinden unterteilt. Diese Zahl war bei Bildung Kirchengemeinden geringer. Im Laufe der folgenden Jahre sich die Zahl jedoch erhöht indem meist Städten durch Zuzüge die Kirchengemeinden so groß dass man sie aufteilte und damit neue entstanden.

Gesangbücher

Die Gemeinden der Evangelischen Kirche der (Protestantische Landeskirche) singen bzw. sangen in den Jahrzeiten vor allem aus folgenden Gesangbüchern:

  • Gesangbuch zum gottesdienstlichen Gebrauche für protestantisch-evangelische Christen Speier 1823; eingeführt nach Genehmigung von Max Joseph vom 15. September 1822 im 1823
  • Evangelisch-protestantisches Gesangbuch für Kirche und Haus Speier eingeführt zu Ostern 1859 jedoch 19. April 1861 bereits wieder aus dem gezogen
  • Gesangbuch für die vereinigte protestantisch-evangelische christliche Kirche Pfalz Speyer 1861?
  • Evangelisches Kirchen-Gesangbuch - Ausgabe für die Vereinigte protestantisch-evangelische Kirche der Pfalz Speyer eingeführt auf Beschluss Pfälzischen Landessynode vom Mai 1951 im Jahre
  • Evangelisches Gesangbuch Ausgabe für die Evangelische Kirche der (Protestantische Landeskirche) Speyer 1994 eingeführt im Advent

Internet-Adressen


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