Entwicklungsbiologie ( Beispiel : Vogelembryonen weisen die Anlagen für 5 und Mittelfußknochen auf während der erwachsene Vogel 4 Zehen und einen Laufknochen besitzt.)
Die Bildung neuer Arten (siehe auch: Artbildung ) beruht im Wesentlichen auf reproduktiver Isolation : reproduktiv voneinander isoliert sind Lebewesen wenn nicht in der Lage sind gemeinsam fortpflanzungsfähige zu zeugen. Dies erfolgt in drei Schritten:
Zwei (selten auch mehrerer) Populationen einer Art sind durch Barrieren voneinander Normalerweise ist dies eine geographische Isolation beispielsweise geologische (Gebirgsbildung Grabenbrüche) klimatische Vorgänge oder die von Inseln oder anderen abgetrennten Lebensräumen. Eine reproduktive kann auch durch andere ökologische Faktoren (neue und damit veränderte Mikro habitate ) oder Verhaltensänderungen iniitiert werden.
Getrennten Evolution beider Populationen die zu unterschiedlichen Genpools führt
Entwicklung genetischer Inkompatibilitäten die die Vermischung der auch bei Wegfall der Barrieren verhindern sowie Verhaltensänderungen die die Kopulation unwahrscheinlich machen.
Die Mechanismen der reproduktiven Isolation lassen unterscheiden in
präzygotische Isolationsmechanismen: zeitliche habitatbedingte ethologische und mechanische Isolation
Er beschreibt als erster Pflanzen und in einem einheitlichen System und führt dabei binominale Nomenklatur mit Gattungs- und Artnamen ein. Er davon aus dass alle Arten seit Beginn Welt unverändet vorhanden sind.
gilt als Begründer des biologischen Artkonzeptes. definiert eine Art (auch Spezies) als "Gruppe sich untereinander fortpflanzender Lebewesen die reproduktiv von solchen Gruppen isoliert sind".
Begründer der Paläontologie und der Katastrophentheorie . Auf Grund des Grundbauplan -Konzeptes gelingt es ihm Funde ausgestorbener Tiere Arten zuzuordnen. Das Auftreten unterschiedlicher Arten in Epochen erklärt er durch immer wieder auftretende durch welche Arten aussterben und nach welchen Arten neu erschaffen weden. Arten sind demnach
Er stellt als erster Stammbäume für auf. Er erklärt die Veränderung der Arten die Anpassung der Lebewesen an ihre Umwelt und durch Gebrauch und Nichtgebrauch ihrer Organe. Die erworbenen Eigenschaften werden an die nächste Generation wenn beide Eltern das Merkmal aufweisen.
Er formuliert das Aktualitätsprinzip : Geologische Veränderungen werden nicht durch Katastrophen sondern verlaufen langfristig stetig und sind auch noch zu beobachten.
Er sorgt für eine Verbreitung und der Evolutionstheorie Darwins formuliert das (heute veraltete) Grundgesetz" und spricht von einer Urzeugung zu der Entstehung des Lebens.
Er gilt zusammen mit Theodosius Dobzhansky als Begründer und als bis heute Vertreter der modernen synthetischen Theorie der Evolution Darwins Konzept der Selektion mit den Erkenntnissen der modernen Genetik in Einklang brachte.
Heute mehrheitlich unter Wissenschaftlern akzeptiert und Funde immer wieder bestärkt war die Evolutionstheorie wegen ihrer revolutionären Ideen Anfeindungen ausgesetzt. Auch noch bestehen naturwissenschaftliche wie philosophische und theologische gegen die Evolutionstheorie (siehe die kritische Literatur die kritischen Weblinks am Ende dieses Artikels).
Nur wenige andere naturwissenschaftliche Theorien haben derart heftigen Diskussionsprozess in Gang gebracht wie Vor allem mit dem Schöpfungsglauben vieler Religionen es scheinbar unüberbrückbare Widersprüche. Gerade unter religiösen Fundamentalisten lebt diese Ablehnung auch heute noch
Die Evolutionstheorie widerspricht der christlichen und jüdischen einer göttlichen Schöpfung der heutigen Lebensformen ( Kreationismus ).
Sie widerspricht der Ansicht einer unveränderlichen gleichbleibenden Natur (Konstanz der Arten).
Sie widerspricht der Ansicht dass die Entwicklung verschiedenen Lebensformen auf ein Ziel hin ausgerichtet ( Teleologie )
Sie widerspricht der Ansicht von der Vererbung Eigenschaften. ( Lamarckismus )
Sie widerspricht auch der Ansicht dass das Leben ohne Einfluss des Zufalls entstanden sei.
Oft wird angeführt etwas so Kompliziertes wie der Mensch könne nie durch Zufall entstehen. oben Mischprozess aus Zufall und Gesetzmäßigkeit )
Der von Kritikern häufig angeführte (vermeintliche) zum 2. Hauptsatz der Thermodynamik ( Entropie nimmt zu) trifft auf die Evolution zu da die Erde kein abgeschlossenes System also die Voraussetzung zur Anwendung des 2. (Abgeschlossenheit) nicht erfüllt ist.
Desweiteren kann selbst in einem isolierten die Entropie lokal abnehmen ohne dass der 2. Hauptsatz das Gesamtsystem verletzt wäre.
Seit ihrer ursprünglichen Formulierung hat sich Evolutionstheorie in vielfacher Hinsicht weiterentwickelt. Als direkter der Darwinschen Evolutionstheorie gilt die klassische neodarwinistische Evolutionstheorie . Sie wurde insbesondere von Ernst Mayr zur Synthetischen Theorie der Evolution weiterentwickelt. Durch die Einbeziehung der informationstheoretisch geprägten Systemtheorie nach Ludwig von Bertallanfy insbesondere die Wiener Schule (Rupert Riedl u.a.) Systemtheorie der Evolution .
Auch die Frage wo die Selektion ist Modifikationen unterzogen. So geht die darwinistische davon aus dass die Selektion auf der des Phänotyps ansetze und die Selektion zum Überleben bestangepassten Organismus ( survival of the fittest ) führe. In Abgrenzung davon wurde der vom "Eigennutz des Gens" ( Richard Dawkins : The Selfish Gene 1976 ) geprägt wonach auch Gene die zu Beeinträchtigung des Organismus führen selektiert werden sofern Merkmale hervorrufen die die Verbreitung dieses Gens Auf diese Weise werden Phänomene wie die von Affenbabys durch Männchen die nicht der Vater sind erklärt ebenso die zum Teil das Überleben hinderlichen Sexualdimorphismen wie übergroße Geweihe Federkleider usw.
Aktuell diskutierte Probleme sind auch:
Die Koevolution . Betrachtet man viele Symbiosen so erscheint es fraglich wie die Abhängigkeiten von Symbiosepartnern (z.B. bei Flechten) entstehen Ebenso erstaunlich sind die wechselseitigen Anpassungen von und Blütenpflanzen. Sehr oft hat man aber oder rezent Zwischenstufen gefunden die die parallele verständlich machen.
Die Evolution der Evolutionsmechanismen. Hier hat die Molekularbiologie in jüngerer Zeit deutlich veränderte Einsichten Ging man in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts noch davon aus dass die DNA -Sequenz direkt das entscheidende Genmaterial darstelle so die Entdeckung der Introns Exons sowie des Splicings und insbesondere des alternativen Splicings gezeigt dass die Ursachen der genetischen bereits auf molekularer Ebene Evolutionsprozessen unterworfen sind.
Die Evolution tiefgreifender Änderungen ( Makroevolution ) etwa auf der Ebene von Tierstämmen . Solange als Ursachen der Variabilität nur Genmutationen Chromosomenmutationen Genommutationen und Rekombination im Zuge der Meiose erkannt waren war schwer vorstellbar wie bestimmte Merkmale ohne Zwischenstufen ohne eigenen Selektionsvorteil haben könnten. Solche Erscheingen findet man speziell Eukaryonten . Die Entdeckung des alternativen Splicings bei hat Ende des 20. Jahrhunderts gezeigt dass DNA-Sequenzen multifunktionell sein und je nach Splicing - zu unterschiedlichen Proteinen führen können. Zudem codiert ein erheblicher der DNA nicht für Proteine. Auch die bringt neue Aspekte in die Evolutionsforschung. So es einen Selektionsvorteil darstellen phylogenetisch alte und zur Proteincodierung benutzte DNA-Sequenzen im Genom zu konservieren da damit die Ausprägung Merkmale durch verändertes Splicing oder Änderungen der weitaus schneller und tiefgreifender sein kann als durch einen Austausch von DNA-Basen der Fall
Ernst Mayr : Das ist Evolution . München: C. Bertelsmann-Verlag 2003. 378 S. zur Zeit beste allgemeinverständliche Überblick über alle der Evolutionstheorie verfasst vom berühmtesten Evolutionsbiologen des 20. Jahrhunderts .)
Ernst Mayr: Artbegriff und Evolution . Hamburg Berlin: Parey-Verlag 1967. (Voluminöser Klassiker Evolutionstheorie für Biologen mit einer Fülle von belegtem Dokumentationsmaterial.)
Rupert Riedl Riedls Kulturgeschichte der Evolutionstheorie. Die Helden ihre und Einsichten. Berlin: Springer-Verlag 2003. 236 S. m. Abb. 24 cm. ISBN 3-540-43668-5
Heinrich Meier (Hrsg.): Die Herausforderung der Evolutionsbiologie . Serie Piper Bd. 997. München: Piper-Verlag. Aufl. 1992. Mit 28 Abb. ISBN 3-492-10997-7
Ulrich Kutschera: Evolutionsbiologie. Eine allgemeine Einführung. Blackwell Wissenschafts-Verlag Parey 2001. 284 S. 104 Abb. ISBN 3-8263-3348-9
Mathias Gutmann: Die Evolutionstheorie und ihr Gegenstand. Beitrag der Philosophie zu einer konstruktiven Theorie der Evolution (Studien zur Theorie der Biologie Band Berlin: Verlag für Wissenschaft und Bildung 1996
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