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Färöisch (Eigenbezeichnung føroyskt sprich: [föroiskt]) ist eine westskandinavische Sprache die von ca. 47.000 Menschen auf außenpolitisch zu Dänemark gehörenden weitreichende Autonomierechte besitzenden Färöern und weiteren Färingern im Ausland gesprochen wird. Die Gesamtzahl Muttersprachler auf der Welt ist unklar. Schätzungen von mindestens 60.000 bis zu 100.000 wobei geringere Zahl als realistischer angesehen werden muss.
Es ist damit die kleinste der germanischen Sprachen. Gleichwohl gilt das Färöische als Sprache auf der Welt welche die meisten pro Muttersprachler produziert.
Färöisch ist mit Isländisch gegenseitig verständlich. Beide modernen Sprachformen gehen eng auf das Altndordische zurück welches heute in Form des noch nahezu unverändert verwendet wird und in Älteren Skandinavistik gelehrt wird.
Aus dem Altwestnordischen ( Altnorwegisch ) entwickelte sich mit der nordischen Besiedlung der Färöer im 9. Jahrhundert das Altfäröische . Diese Sprachform existierte als Schriftsprache bis 1380 als dänisch alleinige Schriftsprache wurde. Das Färöische konnte in Balladen Liedern und der gesprochenen Alltagssprache
Mit dem Aufkommen der Romantik besannen sich viele europäische Schriftsteller der Sagen und Traditionen ihrer Völker so zum der dänische Romantiker Adam Oehlenschläger und der später bedeutende dänische Philologe N.F.S. Grundtvig . Gerade jener war es der neben seinen anderen Leistungen für die Nachwelt als der Geburtshelfer der Renaissance des Färöischen gilt. er reiste persönlich zu den Färöern wo den einheimischen Philologen V.U. Hammershaimb (1819-1909) kennen lernte und mit ihm lebenslange Freundschaft schloss. Hammershaimb stellte so ermutigt 1846 seine Färöische Orthographie vor die bis heute nichts an verloren hat. Dies ist die Geburtsstunde des Grundtvigs Sohn Svend Grundtvig reiste dann auf die Färöer um der Übersetzung vieler alter Sprachdenkmäler zu helfen. bildete sich eine zeitgenössische Literatur.
Erst 1937 wurde die färöische Sprache offiziell anerkannt seit dem Autonomie-Statut von 1948 ist sie Hauptsprache auf der Inselgruppe. ist heute offizielle Zweitsprache und Sprache der Minderheit auf den Färöern.
1961 schließlich kam die erste offizielle färöische Bibel heraus (vorher gab es eine baptistische Ausgabe) und das Färöische konnte wieder von der Kanzel gepredigt werden.
Großbuchstabe Kleinbuchstabe: färöischer Name [verdeutschte Lautschrift] ("wörtl. Übersetzung")
A a: fyrra a [firra äa] ("vorderes a")
Á á: á [oa]
B b: be [bee]
D d: de [dee]
Ð ð: edd [ädd]
E e: e [ee]
F f: eff [äff]
G g: ge [gee]
H h: há [hoa]
I i: fyrra i [firra ii] ("vorderes i")
Í í: fyrra í [firra ui] ("vorderes í")
J j: jodd [jodd]
K k: ká [koa]
L l: ell [äll]
M m: emm [ämm]
N n: enn [änn]
O o: o [oo]
Ó ó: ó [ou]
P p: pe [pee]
R r: err [ärr]
S s: ess [äss]
T t: te [tee]
U u: u [uu]
Ú ú: ú [üu]
V v: ve [vee]
Y y: seinna i [saidna ii] ("hinteres i")
Ý ý: seinna í [saidna ui] ("hinteres í")
Æ æ: seinna a [saidna äa] ("hinteres a")
Ø ø: ø [öö]
Anmerkungen:
"Vorderes und hinteres a i und bezeichnen nur die alphabetische Reihenfolge keineswegs einen im Gaumen.
Ø ø wird manchmal auch Ö geschrieben.
Ð wird nur verwendet wenn ein ganz in Großbuchstaben gesetzt wird so zum auf Landkarten oder bei Firmenlogos denn ð immer nur innerhalb oder am Ende eines vor. Im Gegensatz zum Isländischen ist es immer ein stummer Gleitlaut (wenige Ausnahmen) und nie der stimmhafte Dentallaut welcher im Isländischen Englischen erhalten ist: wie in mother oder Seyðisfjörður . Etymologisch ist es auch verwandt mit weichen dänischen d . Dort wo der dänische Sprecher in Wörtern der eigenen Sprache ein weiches d sprechen würde kommt meist im färöischen das ð vor. Das liegt an der etymologisch Standardschreibung die 1846 von Hammershaimb eingeführt wurde und sich durchsetzen konnte.
Die beiden hier aufgeführten Titel sind bzw. dänisch-färöische Wörterbücher. Das Føroysk-Donsk Orðabók erschließt einen sehr großen Teil des Wortschatzes während das Donsk-Føroysk Orðabók wichtige Rückschlüsse auf den färöischen Umgang Internationalismen Anglizismen und niederdeutschen Lehnwörtern gestattet die im Dänischen häufig sind in der färöischen Standardsprache meist vermieden werden.
M.A. Jacobsen und Christian Matras: Føroysk-Donsk Orðabók Føroya Fróðskaparfelag Tórshavn 1961