Die Wasserstadt Fürstenberg liegt am südlichen der Mecklenburger Seenplatte die über zwei weichselglaziale gekennzeichnet ist. Die Havel teilt sich hier Baalen- Röblin- und Schwedtsee in heute vier drei Läufe. Die Iserdieck im Norden und südliche Schiffahrtskanal bilden dabei die größte Insel Große Werder mit der Stadtanlage die nördlich südlich von zwei kleineren Inseln flankiert wird. südliche Schiffahrtskanal und die Iserdiek als nördlicher begrenzen dabei die zentrale Insel die Große auf der die ursprüngliche Stadtsiedlung angesiedelt war. erste Erwähnung findet Fürstenberg 1278 (1) wobei jedoch von einer askanischen Gründung der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ausgegangen kann. Mit dieser siedlungsgeographisch günstig am schiffbaren der Havel gelegenen Siedlung schlossen die askanischen Marktgrafen einen die geographische Lücke zwischen ihren am des 12. Jahrhundert erworbenen Ländereien Barnim und Stargard die sie gleichzeitig mit Nord-Süd gerichteten Straßen verbanden und faßten dabei im ursprünglich slawisch besiedelten Fürstenberger Raum Fuß(2) Die Entstehungszeit der Burg mit Grenzschutzfunktion ist unklar wie die Entstehungszeit der Stadt Fürstenberg die Anlage der Stadtbefestigung(3) . Die Stadtbefestigung die Siedlung am Fuß der am Nordausgang Stadt gelegenen Burg und zieht sich mit Grundriß (Dm ca. 400m) entlang einer Nord-Süd Hauptstraße; das übliche Gitterschema der Kolonisationsstädte ist nicht streng eingehalten. Die Lage der im Jahrhundert beräumten Stadtmauer ist noch in den „In den Wällen“ an der Seeseite bezeugt. ursprünglichen zwei Stadteingänge das Strelitzer Tor im und das Zehdenicker oder Berliner Tor im sind nicht mehr erhalten. Die topographisch günstige der Stadt – an drei Seiten von bzw. der Havel umgeben – erlaubte auch Absicherung im Westen lediglich mit einem Zaun in Höhe der Bahnhofstraße mit einem Schlagbaum versehen war. Bei den beiden Toren – Strelitzer und dem Zehdenicker Tor handelt es um in Fachwerkbauweise mit Überhaus gefertigte Tore u.a. als Zollstation dienten.
(1)=1273 Furstenberge 1287 Vorstenberge 1299 Furstenbergk Vorstenberghe 1317 Vorstenberch 1327 Forstinberg 1333 Furstenberg Vurstenberge. Vgl. B. Schulze Brandenburgische Landesteilungen (1958) L. Enders Uckermärkische Städte im hohen Mittelalter JRG 13 (1986) 44f. Vgl. im folg. Geschichte von Fürstenberg: Ortsakte Fürstenberg Ortsaktenarchiv Brandenburgisches für Denkmalpflege; W. Stegemann Von den Anfängen zur Gegenwart. Fürstenberg/Havel – Ravensbrück Bd. 1 bes. 44ff.; Rat der Stadt Fürstenberg (Hg.) zur 700- Jahrfeier der Stadt Fürstenberg im 1987 (1987); N.N. Das Rheinsberg-Fürstenberger Seengebiet. Werte Heimat. Heimatkundliche Bestandsaufnahme in der Deutschen Demokratischen 25 (1974) 140ff.
(2)=Slawische Siedlungsspuren liegen aus dem südöstlich Sigelkamp vor vgl. Ortsaktenarchiv Brandenburgisches Landesamt für
(3)=Erste Erwähnung der Burg 1333 castrum hus die 4-Flügelanlage des 16. Jahrhunderts ist größten Teil abgetragen geringe mittelalterliche Reste finden im Alten Haus (Ostflügel) im Großen Neuen (Südflügel) und in der Neuen Küche (Westflügel). für die Stadt sind die Erwähnungen von civitas 1327 stat 1334 staadh 1349 stad Enders a.a.O. die Errichtungszeit der Stadtmauer ist archivalisch belegt; bei der Erneuerung des Stadtprivilegs war sie jedenfalls vorhanden.