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F-14 Tomcat


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F-14 Tomcat

Eine F-14 Tomcat wird für den Start (Aufgenommen auf dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln der Operation "Irakische Freiheit" 2003)

Beschreibung
Aufgabe Trägergestützter Mehrzweck-Jäger
Hersteller Grumman Aerospace Corporation
Stückkosten 38 Mio. US-Dollar
Erstflug 21. Dezember 1970
Einsatzbereit ab September 1974
Besatzung Pilot und Radar-Abfang-Offizier (RIO)
Abmessungen
Länge 19 10 m
Spannweite 19 55 m ausgeschwenkt 11 65 eingeschwenkt 10 15 m eingeschwenkt (unter Deck)
Spannweite Höhenleitwerk 9 97 m
Höhe 4 88 m
Flügelfläche 52 49 m 2
Gewichte
Leer 18191 kg
Startgewicht (leer) 26633 kg
Startgewicht (mit 4 AIM-7 Sparrows) 27068 kg
Startgewicht (mit 6 AIM-54 Phoenix) 32098 kg
Maximal beim Start 33724 kg
Landegewicht 23510 kg
Treibstoff (max. intern) 7348 kg
Treibstoff (max. extern) 1724 kg
Triebwerke
Triebwerke Zwei Turbofan-Triebwerke mit Nachbrennern
F-14A: ursprünglich Pratt and Whitney TF-30P-412A inzwischen F110-GE-400 wie F-14B
F-14B und F-14D: Zwei General Electric F110-GE-400
Schub
TF-30P-412A: 20 900 Pfund (9 480 Trockenschub pro Triebwerk
F110-GE-400: 27 000 Pfund (12 247 Trockenschub pro Triebwerk
Leistung
Höchstgeschwindigkeit Mach 2+
Kampfreichweite
Überführungsreichweite 4232 km
Dienstgipfelhöhe über 50.000 ft
Steigrate
Bewaffnung
Geschütze
Bomben/Raketen 6577 kg bestehend aus AIM-54 Phoenix AIM-9 Sidewinder AIM-7 Sparrow . F-14D zusätzlich gelenkte und ungelenkte Bomben

Die Grumman F-14 Tomcat ist ein überschallschneller zweistrahliger mit Schwenkflügeln zweisitziger Kampfjet der United States Navy . Ihre primären Aufgaben sind die des Flottenverteidigung und Präzisionsschläge gegen Bodenziele.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Entwicklung

Die Navy suchte Ende der 1960er Jahre nach einem Ersatz für ihre die Jahre gekommenen trägergestützten Jäger vor allem F-4 Phantom II . Zugleich sollte das neue Flugzeug auch langsam fliegende Raketenabschussbasis zur Flottenverteidigung und somit Ersatz für die geplante und aus Kostengründen verworfene F6D Missileer dienen. Nachdem das Programm F-111B gescheitert war (das Flugzeug war für zu groß und zu schnell) warf Grumman Entwurf G303 die spätere Tomcat in den Ring.

Der Name Tomcat wurde zu Ehren der Rolle des Tom "Tomcat" Connelly gewählt welche dieser bei Entstehung der F-14 spielte. Er opferte seine Karriere als er in einer offenen Kongressdiskussion den damaligen Verteidigungsminister Robert McNamara aufstand und die von diesem favorisierte F-111B als ungeeignet bezeichnete ("Senator there is enough thrust in all of Christendom to a fighter out of the F-111."). Zudem dieser Spitzname zur Tradition der Navy die von Grumman mit felinen Namen zu belegen.

Man kam überein dass zunächst 12 gebaut und intensiv getestet werden sollten. Der flugfähige Prototyp hob am 21. Dezember 1970 vom Boden ab. Beim zweiten Testflug Tage später ging die Maschine durch einen und Triebwerksschaden verloren - das Testprogramm hätte ungünstigeren Verlauf nehmen können. Bis Mai 1971 wurde deshalb zunächst weiter an der entwickelt bevor die Erprobung fortgesetzt wurde - ging nochmals eine Maschine verloren als bei eine AIM-7 Sparrow -Rakete nicht richtig startete und mit dem kollidierte. Die Jetbesatzung konnte sich mit dem Schleudersitz retten und bekam später den humorvollen "Die Tomcat-Piloten die sich selbst abgeschossen haben"

Indienststellung und Einsätze

Eine F-14A Tomcat verlässt die USS Kitty März 2003

1973 wurden die ersten Serienmaschinen an die ausgeliefert. Im September 1974 lief die USS Enterprise (CVN-65) in den Pazifik aus. An befanden sich die ersten beiden F-14 Geschwader Wolfpack und VF-2 Bounty Hunters . In den folgenden 30 Jahren waren über jedem Konfliktschauplatz zu beobachten an dem USA mit Flugzeugträgern eingriffen.

So zum Beispiel in den 1980er Jahren über dem Mittelmeer als Libyens Staatschef Ghaddafi Kampfjets Angriffe auf US-Flugzeuge fliegen ließ. wurden am 19. August 1981 von der auf der USS Nimitz stationierten VF-41 Black Aces zwei lybische Jagdmaschinen vom Typ Suchoi Fitter mit AIM-9L Sidewinder -Raketen abgeschossen.

Im Oktober 1985 fingen vier Tomcats - VF-74 Bedevilers und VF-103 Sluggers stationiert auf der USS Saratoga (CVN-60) eine ägyptische Boeing 737 ab die mit den Terroristen welche italienische Kreuzfahrtschiff Achille Lauro entführt hatten besetzt war.

Im März 1986 feuerte Lybien Boden-Luft-Raketen auf über dem Golf von Sidra patrouillierende F-14 der USS America (CVN-66) USS Saratoga (CVN-60). Als Gegenmaßnahme zerstörten die die Raketenstellung und versenkten einige lybische Patrouillenboote.

Ende 1986 flogen Tomcats Jagdschutz für die Bombardierung Tripolis und Bengazi durch F-111 Aardvarks während der Operation Eldorado Canyon.

Im Januar 1989 zerstörten zwei Tomcats der VF-32 Swordsmen zwei angreifende lybische MiG-23 Flogger-B mit AIM-9 Sidewinder- und AIM-7 Sparrow -Raketen.

Dies waren die einzigen Abschüsse durch die nicht während eines Krieges erfolgten.

Während des Golfkrieges im Jahre 1990/91 flogen die F-14 Luft-Patrouillen (CAP) und Aufklärungsmissionen. Der einzige Abschuss einer Tomcat der VF-1 Wolfpack . Sie zerstörte einen irakischen Mi-8 Hip Helikopter. Die VF-103 Sluggers stationiert auf der USS Saratoga (CVN-60) eine Tomcat durch eine irakische Boden-Luft-Rakete während einer TARPS-Aufklärungsmission über dem Wadi

Die Tomcat bewährte sich dabei außerordentlich ist sie aus heutiger Sicht (Jahr 2004) und viele der alten F-14A Maschinen haben maximale Lebensdauer erreicht. Die Navy beginnt deshalb die jeweils ältesten Maschinen auszumustern. Ihre Aufgaben von der neuen F-18E/F Hornet übernommen. Ob dies ein guter Ersatz bleibt abzuwarten. Bereits die F/A-18A und C die Tomcat ablösen lieferten aber konstruktionsbedingt nicht Performance der F-14. Die F-14B's und D's mit neueren Bodenzielsystemen und Laserdesignatoren ausgerüstet die von der F-15 Strike Eagle übernommen wurden. Sie waren nun in Lage sowohl freifallende als auch lasergelenkte Bomben abzuwerfen. Die "neuen" F-14 wurden nun scherzhaft Bombcat genannt. Bis die F/A-18E/F sich als Ersatz bewährt haben werden die restlichen 130 noch als Allround-Jagdbomber-Abfangjäger im Einsatz bleiben voraussichtlich Ende 2010.

Die Tomcat war auch der heimliche im US-Kinofilm Top Gun mit Tom Cruise der den Jet in allen nur Fluglagen zeigte. Der Film wurde mit großer durch die US Navy und das Pentagon gedreht und verfehlte seine Wirkung nicht: kurz nach Kinostart stürmten junge Männer die der Navy und wollten Tomcat-Piloten werden.

Als einziger Exportkunde kaufte der Iran 80 Tomcats. Die letzte bestellte Maschine nicht dorthin ausgeliefert da zwischenzeitlich im Iran Revolution ausgebrochen war. Auf amerikanischer Seite führte Entwicklung zu hektischer Betriebsamkeit da nun dem eines der damals modernsten US-Kampfflugzeuge in die gefallen war. In aller Eile erhielten damals amerikanischen Tomcats eine neue Software für das Feuerleitradar um die iranischen über das System wenigstens zum Teil wertlos machen. Abgesehen von einigen Manöver-Einsätzen Ende der 1980er Jahre mussten die iranischen Tomcats auf von Ersatzteilmangel die meiste Zeit am Boden Man geht davon aus dass heute nur wenige einsatzfähig wären.

F-14 wirft im Sinkflug Bombe ab

Konstruktion

Das Flugwerk der F-14 besteht aus von der F-111 adaptierten und weiterentwickelten Schwenkflügel -Konstruktion. Vorteil dieses Systems ist dass man ausgeschwenkten Flügeln genügend Auftrieb für den langsamen bei Trägerstarts und -landungen zur Verfügung hat andererseits mit eingeschwenkten Flügeln optimale Stabilität und beim Überschall-Flug erreicht. Nachteilig ist dass die den Jet groß kompliziert und teuer machen. wird die Flügelpfeilung der Tomcat automatisch in von der Fluggeschwindigkeit geregelt. Sie besitzt zwei die auf den Triebwerksgehäusen befestigt sind. Zur der Wendigkeit sind unter dem Rumpf Spoiler Das Fahrwerk ist besonders stabil ausgelegt um Trägerlandungen zu ermöglichen.

Offensivbewaffnung

Kernstück der Offensiv-Fähigkeiten der F-14 ist AN/AWG-9 Puls-Doppler-Radar (bzw. heute das AN/APG-71 ). Im Zusammenspiel mit dem extra für Tomcat entwickelten Waffensystem AIM-54 Phoenix kann die gleichzeitig 24 Ziele verfolgen und 6 davon gleichen Zeit angreifen. Dies und die Reichweite AIM-54-Rakete von 160 km macht sie zum Luftüberlegenheits-Jäger. Zusätzlich kann die F-14 an ihren Raketenschienen und 2 Doppelpylonen auch AIM-7 Sparrow - und AIM-120 AMRAAM -Luft-Luft-Raketen tragen. Für den Luftnahkampf stehen eine mm M61A1 Vulcan Revolverkanone sowie AIM-9 Sidewinder -Raketen zur Verfügung.

Mit dem 1979 im Naval Air Center in Patuxent River Maryland entwickelten TARPS-System Air Reconnaissance Pod System) wurde die Tomcat taktischen Aufklärungs-Plattform der Navy.

Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich das Aufgabenprofil der dahingehend geändert dass sie mit einem LANTIRN-Zielsystem werden und Präzisionsschläge mit lasergelenkten Bomben gegen durchführen kann.

Versionen

  • F-14A Tomcat - Erste Produktionsversion (ausgeliefert ab 1973 ) für die US-Navy (554 Stück).
  • F-14A/TARPS - F-14A's die ausgerüstet mit dem als Aufklärer verwendet wurden (50 Stück).
  • F-14B Tomcat - Prototyp einer F-14 mit F401-P-400 (2 Stück). Ein Modell flog am 12. 1973 das zweite wurde nicht fertig gestellt aus Kostengründen eingestellt.
  • F-14C Tomcat - geplante Entwicklung einer Tomcat mit Triebwerken und modernerer Avionik Programm aus Kostengründen
  • F-14A (Plus) Tomcat - Hauptunterschied dieser ab 14. November 1987 gebauten Version zur F-14A sind die Triebwerke F110-GE-400 von General Electric. Dieser Ersatz wurde da die ursprünglich eingebauten TF30-Triebwerke von P&W keinem Zeitpunkt befriedigen konnten. Sie waren leistungsschwach wartbar und überdies unzuverlässig und unfallträchtig. Häufigste für den Verlust von Tomcats war dass abbrachen durchs Triebwerk flogen und es dabei 1991 wurde die F-14A (Plus) Tomcat in F-14B Tomcat umbenannt. (Neu gebaut: 38 Stück umgebaute 47 Stück insgesamt: 85 Stück)
  • F-14D Tomcat - Die ab 1990 ausgelieferte bzw. aus älteren Flugzeugen umgebaute stellen eine grundlegende Modernisierung im Rahmen der Ausbaumöglichkeiten des Flugzeugs dar. Neu sind das eine digitale Flugsteuerung verbesserte Gegenmaßnahmen zum Selbstschutz Zieltransferkapazität und verschiedene Bauteile die der F-14 auch das Angreifen von Bodenzielen ermöglichen (die bei der ursprünglichen Konzeption des Flugzeugs nicht (Neu gebaut: 37 Stück umgebaute F-14A: 18 insgesamt: 55 Stück)

Weblinks

Siehe auch: Liste von Flugzeugtypen




Bücher zum Thema F-14 Tomcat

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