Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (abgekürzt FDGB ) war die Einheits gewerkschaft der ehemaligen DDR .
Rein formell war der FDGB der für ca. 15 Einzelgewerkschaften (z.B. IG Metall IG Transport usw.) de facto wussten das die Mitglieder nicht einmal - lediglich ein handgeschriebener auf der letzten Seite des einheitlichen roten wies darauf hin welcher "Einzelgewerkschaft" man angehörte. bürokratische Gewerkschaftsapparat war integrer Bestandteil und Instrument politisch-ideologischen Machtgefüges der SED und wie alle anderen Massenorganisationen der nach dem gleichen streng zentralistischem Hierarchiemuster aufgebaut. kleinste Einheit war das "Kollektiv" dem praktisch Mitarbeiter eines Arbeitsbereichs angehörten selbstverständlich auch alle Leiter und Parteifunktionäre. Auf deren "Vorschlag" wurden auch die Vertrauensleute - ideologisch verlässliche Kollegen als unterste FDGB-Funktionäre nominiert und in offener "gewählt". Die höheren Chargen vom "Abteilungsgewerkschaftsleiter" (AGL) zum Leiter der "Zentralen BGL" (Betriebsgewerkschaftsleitung in Kombinaten ) waren in der Regel schon linientreue der SED in Einzelfällen auch von Blockparteien und hauptamtlich tätig. Wie die Chefs FDGB-Kreis- und Bezirksleitungen war ihr Posten bis Rentenalter gesichert wenn sie sich keine Abweichung der Linie der "Partei" zuschulden kommen ließen. war nach dem Tod von Herbert Warndke der 70ger Jahre bis zur politischen Wende 1989 Harry Tisch Mitglied des SED- Politbüros .
Offiziell war die Mitgliedschaft im FDGB inoffiziell war eine berufliche Karriere als Nichtmitglied nur schwer möglich. 1986 waren 98% aller Arbeiter und Angestellten FDGB organisiert und er hatte 9 6 Mitglieder. Er war damit nominell einer der Gewerkschaftverbände der Welt. Neben den Karrieremöglichkeiten bot FDGB auch zahlreiche "Vergünstigungen" die in der eher Nicht-Diskriminierungen und Nicht-Schikanen waren wie sie erklärten Regimegegnern zugedacht wurden.
Im staatlichen System der DDR fielen FDGB neben der ideologischen Kontrolle und Gleichschaltung den Betrieben vor allem soziale Aufgaben zu von Krankenbesuchen Verleihung von Auszeichnungen und Prämien zu besonderen Jubiläen usw. bis zur Vergabe Kuren und den knappen Urlaubsplätzen reichten. Für zeichnete offiziell der FDGB-eigene Feriendienst verantwortlich.
Eine große Bedeutung hatte die Einheitsgewerkschaft als "Kampfreserve" im wörtlichen Sinn. Mit kleinen notfalls auch mit sanftem Druck wurden viele und Angestellte als Mitglieder der so genannten der Arbeiterklasse" rekrutiert.
Im Mai 1990 wurde der FDGB kurz vor der Wiedervereinigung aufgelöst. Viele ehemalige Mitglieder traten nicht freien westdeutschen (dann gesamtdeutschen) Gewerkschaften bei da diese unter den vergangenen Eindrücken mit staatlicher assoziierten zumal alte DDR-Funktionäre dort erneut Funktionen oder weil sie im Zuge der im privatisierten DDR-Wirtschaft einfach ihren Arbeitsplatz verloren und für die Fachgewerkschaften uninteressant waren.