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Fazies


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Die Fazies (von lat.: facies - das Gesicht eines Sediments ergibt sich aus den Ablagerungsbedingungen denen es entstanden ist. Der Bildungsraum eines ist von unterschiedlichen Bedingungen geprägt die das und daher auch das daraus hervorgehende Sedimentgestein seiner Ablagerung und in seinen Merkmalen beeinflussen. die Analyse der Fazies eines Sediments kann auf den Bildungsraum und seine Bedingungen zurückgeschlossen Der Faziesbegriff hat auch in die Beschreibung Klassifizierung metamorpher Gesteine Eingang gefunden. Die metamorphe umfaßt die Druck- und Temperaturbedingungen unter denen Gestein eine metamorphose durchlaufen hat.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts wurde angenommen daß alle gleichartigen Gesteinsbildungen gleichzeitig entstanden sind seien und unterschiedliche Ablagerungstypen in verschiedenen Epochen gebildet wären.

Gestützt auf die Vorstellungen verschiedener Vorläufer die Geologen A. Gressley ( 1836 1838 ) und C. Prevost ( 1838 ) die Vorstellung durch daß bei der Forschung nicht nur die Bildungszeiten sondern auch Bildungsräume für das richtige Erfassen der objektiven von wesentlicher Bedeutung sind weil zur gleichen unter verschiedenen Bedingungen höchst unterschiedliche Bildungen entstehen

Gressley bezeichnete das verschiedenartige Erscheinungsbild der Bedingungen ausgebildeten Ablagerungen als "facies ou aspect" führt damit den Faziesbegriff in die geologischen ein. Im Laufe der Entwicklung der geologischen differenzierte sich der Faziesbegriff auf vielfältige Weise daß man heute von

  • terrestrischen Fazies (kontinentalen Fazies)

  • limnischen Fazies (Süßwaserfazies)

  • marimen Fazies (Meeresfazies)

spricht. Auch Typen biologischer geochemischer metamorpher Fazies unterscheidet man. J. Walther ( 1893 / 1894 ) formulierte das Gesetz der Korrelation der wonach nur solche Fazies direkt übereinanderliegen die auch gleichzeitig räumlich nebeneinander ausbilden können.

Ewa zwei Drittel der Erdoberfläche ist Wasser bedeckt der Rest ist der Atmosphäre oder befindet sich zu einem kleinen Anteil mächtigen Eispanzern. Wasser Eis und die Luft Atmosphäre sind daher auch die hauptsächlichen Agenzien bei Verwitterung Erosion Transport und Ablagerung von Gesteins- und Bodenmaterial eine Rolle spielen. Hinzu kommt dass alle Bereiche der Erdoberfläche von unterschiedlichsten Organismen sind die die Bedingungen eines Sedimentationsraumes entscheidend können.

Sedimente werden bevorzugt in wasserfüllten Räumen während festländische Bereiche Gebiete sind in denen Verwitterung und Erosion stattfinden.

Für aquatische Sedimentationsräume ist das Wasser entscheidende Agenz dass die Fazies eines Sediments kann. In Flüssen Seen und Meeren können Sedimentationsräume abgegrenzt werden die sich durch verschiedenste unterscheiden können wie z. B.:

Die Strömung des Wassers entscheidet darüber ab welcher Einzelkomponenten abgelagert werden und ob sie in bestimmte Richtung eingeregelt sind. Stärke und Richtung Strömung können sich während des Sedimentationsprozesses ändern.

Die Temperatur des Wassers beeinflusst nicht nur seinen sondern auch die Löslichkeit von mineralischen und Stoffen.

Von der Tiefe des Wasserkörpers hängt die Lichtmenge ab die den Grund noch erreicht.

Der Sauerstoffgehalt des Wassers entscheidet darüber ob eingetragenes Material mineralisiert wird oder akkumuliert und Fäulinsprozesse

Körnung Art und Menge der Sedimentfracht bestimmen welche Sedimente in welchem Zeitraum werden.

Die genannten und noch viele andere beeinflussen zunächst direkt die physikalisch-chemischen Bedingungen der Viel stärker wirken sie sich auf die aus die den jeweiligen Sedimentationsraum besiedeln. Besipielsweise das Wachstum von Riffen nur in warmen und sehr sauberen Gewässern möglich.

Verwitterung Erosion und auch Sedimentation hängen terrestrischen Räumen sehr stark vom jeweiligen Klima d. h. auch hier spielen Temperatur Windgeschwindigkeit -richtung eine große Rolle ebenso wie die durch Pflanzen und die Aktivität von Tieren. kritische Einflussfaktoren ergeben sich aus der Menge der Häufigkeit von Niederschlägen und aus der

Ablagerung und Stabilität von Sedimenten werden terrestrischen wie in aquatischen Räumen entscheidend vom des Untergrundes beeinflusst.

Der Rekonstruktion von Sedimentationsräumen aus der von Sedimentgesteinen liegt das Prinzip des Aktualismus d. h. dass in geologischer Zeit ähnliche bei der Bildung von Sedimenten eine Rolle wie sie aus der aktuell vorhandenen Umwelt sind. Anaktualismen sind daher Sedimentgesteine die unter den vorhandenen Bedingungen auf der Erdoberfläche nicht mehr können bzw. die mit aktuell ablaufenden Prozessen erklärt werden können.




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