Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Der Fahnenappell war in der DDR eine formell an das gleichnamige Militärritual angelehnte Veranstaltung an allgemeinbildenden Schulen welche mehrmals im Jahr zu besonderen Anlässen z.B. dem Antikriegstag und dem Weltfriedenstag stattfand. Dabei versammelten sich sämtliche Lehrer und Schüler auf dem Schulhof zu einer Zeremonie von der Dauer einer Schulstunde.
Von der inhaltlichen Ausrichtung war der eine politische Veranstaltung für die ganze Schule.
Die Rolle der restlichen Schüler war beschränkt auf das Stehen in Reihen und bzw. Weghören. Lediglich am Anfang und am der Veranstaltung grüßten die Mitglieder der Pionierorganisation Ernst Thälmann mit "Immer bereit!" und die Mitglieder FDJ mit "Freundschaft!". Ein Running Gag war dabei dass einige der jüngeren ebenfalls mit "Freundschaft!" grüßten.
Ebenfalls zum Beginn und Ende der gab es paramilitärische Gebräuche wie das Marschieren begleitet von wie "Augen geradeaus" "Links um" oder "Still
Vorschriftsmäßige Kleidung waren für die Pioniere: blaue Hose oder Rock das weiße Pionierhemd Emblem auf dem Ärmel ein rotes oder Pioniertuch; für die FDJler: blaue Hose und FDJ-Hemd. Dies wurde jedoch oft nicht so genommen so daß de facto nur das bzw. FDJ-Hemd zu tragen waren.
Bei den Schülern war der Fahnenappell unbeliebt aufgrund des langen Stehens und der Möglichkeiten zur Interaktion . Auch bei den Erwachsenen wurde er diesem Grund häufig als nicht mehr zeitgemäß und somit schließlich zum Symbol des Unwillens der amtierenden Politiker zu Reformen .
Steffi Spira Schauspielerin und überzeugte Kommunistin äußerte am 4. November 1989 den bekannten Satz: "lch wünsche für Urenkel dass sie aufwachsen ohne Fahnenappell ohne und dass keine Blauhemden mit Fackeln an hohen Leuten vorübergehen".
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