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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenFreitag, 22. August 2014 

Familie (Soziologie)


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Unter Familie versteht die Soziologie eine engere Verwandtschaftsgruppe .

Das Wort entstammt dem Lateinischen familia wo es freilich den Großhaushalt einer Familie bezeichnete; vgl. noch die alte Redensart Mann ohne Familie" was bedeutete dass er unten' herkam.

Inhaltsverzeichnis

Funktionen der Familie

Die Familie bündelt biologisch und sozial viele Funktionen:

Ob die biologische Reproduktions -Funktion der Spezies "Mensch" der Institution "Familie" bedarf ist bereits umstritten. Zur Basis gehören jedoch die Gebärfähigkeit der Frau die Zeugungsfähigkeit des Mannes das Zusammenleben von zwei Generationen und die extreme Dauerpflegebedürftigkeit der Säuglinge .

Als soziale Funktionen sind zu nennen:

Für in ihr geborene Kinder erbringt rechtlich eine legitime Platzierung in der jeweiligen Gesellschaft. Bei Familien besonders auffällig ist die politische Funktionen (z. B. die Bündnisfunktion im Sie hat auch religiöse Funktionen was in modernen Kleinfamilien wenig (Beispiele: Vater spricht das Tischgebet; er schmückt Weihnachtsbaum) früher aber in vielen Bräuchen verdeutlicht wurde (Beispiele: Der Vater bestimmt ein Neugeborenes lebensfähig ist oder ausgesetzt wird; Aussaat mit der Hand darf nur der selber vornehmen). Ihre wirtschaftliche Funktion ist hingegen deutlich so erbringt Schutz und Fürsorge (auch materielle) für Säuglinge auch für kranke und alte Familienangehörige. Ihre erzieherische Funktion wird durch ihre Fähigkeit zur Kontrolle zur Erleichterung der Sozialisation und der Formierung von Motivationen und von Heranwachsenden erleichtert.

In modernen Gesellschaften werden rechtliche politische wirtschaftliche und erzieherische Funktionen der Familie oft andere gesellschaftliche Institutionen (z. B. Staaten politische Gemeinden Versicherungsanstalten) übertragen und treten in ihrem Alltag dann zurück was sich in Notzeiten durchaus rasch kann.

Einzelterminologie

Unterschieden wird ob ein junges Ehepaar der Hochzeit zur Familie der Frau zieht (Uxorilokalität) zu der des Mannes (Virilokalität) oder ob sich an einem dritten Wohnort niederlässt (Neolokalität). wird unterschieden ob materielle kulturelle und spirituelle in einer Familie vom Vater auf den übergehen ( Patrilinearität ) oder ob sie über die Mutter ( Matrilinearität ) was nicht ausschließen muss dass Männer der Familie herrschen (dann vererbt ein Mann die Söhne seiner Schwester). Diese Begriffe sind mit den Bezeichnungen für (inner- oder außerfamiliären) der Herrschaft von Frauen bzw. Männern zu verwechseln vgl. dazu Matriarchat und Patriarchat auch Paternalismus.

Kernfamilie und Großfamilie

Im Alltag wird heute unter "Familie" die so genannte Kernfamilie verstanden d. h. Vater Mutter und deren Kinder . Die Kernfamilie erscheint in der Tat den meisten modernen Gesellschaften selbst wenn die Quellen nur - oft - von Großfamilienformen (der Oberschicht) sprechen. darf die "Kernfamilie" in diesem Sinn nicht der " Kleinfamilie " verwechselt werden die wenig Mitglieder umfasst; "Kernfamilie" mit 12 ehelichen Kindern ist keine

Bei Großfamilien gibt es erhebliche Variationen sowohl was Zahl der Partner die einbezogenen Generationen oder als auch was den Einbezug Nicht-Blutsverwandter (Mündel Haussklaven) angeht. Auch die Interpretation von "Abstammung" sich (vgl. z. B. die Institution der Adoption ).

Wandel der Familienstruktur in jüngerer Zeit

Mit dem Wachstum der Städte und Entwicklung des Bürgertums und der Verbürgerlichung des in Europa seit der Mitte des 19. entsteht auch die Vorstellung der sogenannten 'Normalfamilie'. wandelt sich ihrerseits und hatte in den Jahren etwa folgendes Bild: Verheiratet mit eigenen Kindern beide leibliche Eltern Haushalt lebenslange Ehe (auch Monogamie und natürlich heterosexuelle Ehe ) der Mann als Haupternährer die Frau hausfraulichen Pflichten belastet. Heute (2004) kennt die Familiensoziologie mehrere typische Formen.

Zwar hat die Familie nach wie eine hohe Wertigkeit und gehört fest in Lebensplan vieler junger Menschen doch die Formen Familie entsprechen immer seltener dem Familienideal der Familie. Empirisch ist der Wandel der Familienstrukturen einer Schrumpfung der Haushaltsgröße einem Rückgang der (nicht notwendig aber der Paarbindungen) der Zunahme Scheidungen einem Rückgang der durchschnittlichen Geburten pro und einer Zunahme der Frauenerwerbsarbeit feststellbar.

Familienbezogene Wissenschaften

Wegen ihrer Funktionenvielfalt befassen sich zahlreiche mit der Familie. Zu nennen wäre - offener Katalog - :

An familienbezogene Berufsspezifikationen wie z. B. der Sozialarbeit ist zu erinnern.

Weitere Stichworte zu Familienformen


siehe auch: Familie (Recht) Klan Phratrie Sippe Verwandtschaft (auch als Kontrastbegriff zur Verschwägerung )



Bücher zum Thema Familie (Soziologie)

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