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Fehlschluss


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Als Fehlschluss ( lat. fallacia ) bezeichnet man einen Schluss bei dem das abgeleitete Urteil nicht den explizit angegebenen oder implizit angenommenen Voraussetzungen

Zwei Formen sind zu unterscheiden:

  • der Sophismus als ein mit Absicht herbeigeführter Fehlschluss
  • der Paralogismus als unbeabsichtigter Fehlschluss.

Post hoc ergo procter hoc : Das Ereignis A zeitlich vor B noch keine Kausalität - es ist eine notwendige Bedingung aber keine hinreichende .

Inhaltsverzeichnis

Beispiele

Um das Problem eines Fehlschlusses zu drei Beispiele:

Beispiel 1

Tatsache 1: England ist tollwutfrei .
Tatsache 2: Es gibt in England auch keine Störche .
Schlussfolgerung: Störche verursachen somit die Tollwut.
Bei Kenntnis der wirklichen Ursache für Tollwutverbreitung handelt es sich bei diesem Fehlsschluss einen Sophismus ansonsten um einen durch Unkenntnis herbeigeführten

Beispiel 2

Tatsache 1: Patient XY hat Rückenschmerzen
Tatsache 2: Patient XY hat einen Bandscheibenvorfall
Schlussfolgerung: Der Bandscheibenvorfall ist die Ursache für Rückenschmerzen.

Beide Schlüsse sind in (wissenschafts)philosophischem Sinne falsch da auf die Erhebung weiterer Tatsachen wird. Im besten Fall kann die Verknüpfung Tatsachen Verdachtsmomente liefern die mit wissenschaftlichen Methoden werden sollen. Was eine wissenschaftliche Methode ist Gegenstand anderer wissenschaftlicher Untersuchungen.
Im Übrigen sind die in beiden Beispielen angeführten Schlussfolgerungen zwischenzeitig durch methodisch einwandfreie auch für die alltaugtaugliche Praxis als Fehlschlüsse worden.

Beispiel 3

Cannabis (große Fläche A ) wird manchmal als Einstiegsdroge für Heroin (kleinere Fläche B ) bezeichnet. Zwischen beiden Gruppen gibt es Überschneidung (X). Die (überwiegende) Mehrheit der Heroinbenutzer vorher schon Cannabis genommen. Lässt sich daraus dass die Mehrheit der Cannabiskonsumenten später auf umsteigen werden?

 ------------------. | | | | | | | | ----. | |XXX|| | `--------------|--´ | `----´ A B  

Gerd Gigerenzer verweist ohne ein moralisches Urteil abzugeben darauf dass die Mehrheit Cannabisbenutzer an Heroin kein Interesse habe (verbleibender der großen Fläche). Die Aussage: aus "die meisten Heroinbenutzer waren früher Cannabisbenutzer" "die meisten Cannabisbenutzer werden Heroinbenutzer sein" sei deshalb ein Fehlschluss. Gigerenzer beschreibt logische Fehlschlüsse als Teil des "mathematischen Analphabetismus ".

Besonders deutlich wird dieser fehlerhafte Schluss man die Cannabisbenutzer durch Milchtrinker ersetzt. Die Heroinabhängigen haben mindestens einmal in ihrem Leben getrunken. Der Fehlschluss wäre dass die meisten irgendwann heroinabhängig werden.

Siehe auch: Falsch positiv Metawissenschaft

Literatur

  • Gerd Gigerenzer: Das Einmaleins der Skepsis . Über den richtigen Umgang mit Zahlen Risiken. ISBN 3827000793

Weblinks




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