Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 17. Oktober 2019 

Feldbefestigung


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Die Feldbefestigung ist eine Form der Festungsanlage die nur für den vorübergehenden Gebrauch Armee bestimmt war und danach wieder aufgegeben gar geschleift wurde.

Schon die römischen Legionäre nutzten diese Form der Befestigung die auf ihren zahlreichen Märschen jeden Abend anlegen Die dabei nur für eine Nacht angelegten sind auch heute noch sichtbar; entweder als auf Luftbildern erkennbares Landschaftsmerkmal oder als ein Jahrtausende Bodendenkmal .

Seit der Frühen Neuzeit gewannen Feldbefestigungen stark an Bedeutung. Grob sie sich in vier Gruppen einteilen:

  • Schanze zur Belagerung einer ständigen Festung
  • Landwehr zur vorgeschobenen Verteidigung einer Festung
  • Befestigtes Lager unterhalb der Wälle einer
  • Kordon zur Sicherung einer ganzen Landesgrenze

Allen diesen Bauformen war die Eigenschaft dass sie mit provisorischen Mitteln in Form von Erde errichtet wurden und oftmals mit Holzverkleidungen o. Ä. verstärkt wurden. Besonders ausgedehnte Feldbefestigungen bei frühneuzeitlichen Belagerungen angelegt. Um vor Ausfällen der Belagerten vor dem Angriff eines Entsatzheeres geschützt zu war die Errichtung von zwei Ringen aus üblich. Diese Befestigungsringe konnten eine Länge von Dutzend Kilometern erreichen. Auch beim Heranarbeiten an belagerte Festung legte man oftmals provisorische Bastionen und Wälle an wie etwa bei der spanischen Belagerung des von den Niederländern gehaltenen Ostende ( 1601 - 1604 ). Augenzeugen dieser Belagerung berichteten davon das nach einiger Zeit zwischen den Befestigungsanlagen von und Angreifern kaum noch unterscheiden konnte. Auch Befestigungen wie etwa Hornwerke wurden provisorisch errichtet.

Weitere Feldbefestigungen lassen sich im Zuge Fossa Eugeniana nachweisen. Diese Anlagen stellen trotz der Verwendung des Baustoffes Erde einen Übergang zur Festung dar denn man kann auch heute viele Elemente des Festungsbaues wie Bastionen und der gleichen mehr an ihnen

Literarisch bekannt wurde die Feldbefestigung bei Friedrich Schiller als Wallensteins Lager. Es handelt sich dabei um gleichnamige Lager aus dem dreißigjährigen Krieg in der Nähe der Stadt Zirndorf bei Fürth das sich trotz jahrhundertlanger Zerstörung durch friedlichen menschlichen Einsatz erhalten konnte.

Eine Besonderheit der Feldbefestigung war die Wagenburg . Hier konnte je nach Bedarf eine von Fahrzeugen zu einem Kreis zusammengestellt werden sich im taktischem Sinne wie eine Festung auf Rädern nutzen ließ. Bereits die Goten setzten Wagenburgen ein beispielsweise in der Schlacht von Adrianopel 378 . An der Wende zur Frühen Neuzeit kamen Wagenburgen zum Einsatz die mit bestückt waren. Über Ungarn drang das Wissen über diese mobile auch in das Osmanische Reich vor. Ironischerweise wurden die Ungarn 1526 in der Schlacht von Mohács von den Osmanen durch den Einsatz Wagenburgen besiegt. Auch während des Bauernkriegs kamen Wagenburgen zum Einsatz die jedoch Kanonen schnell zusammengeschossen wurden. Die Wiedertäufer in Münster suchten zuletzt auf dem Marktplatz der in einer Wagenburg Zuflucht die 1535 von fürstlichen Truppen vernichtet wurde. Das der Wagenburg wurde bis zur Besiedlung des genannten " Wilden Westens " im 19. Jahrhundert verfolgt. Ideengeber waren europäische Emigranten aus den größeren Städten denn vor seit dem 15. Jahrhundert unterhielt dort bald jede Stadt ihre Wagenburg.

Der Erste Weltkrieg war im wesentlichen ein Krieg der denn nach anfänglichen Bewegungen erstarrte dieser Krieg Stellungskrieg der sich stets im freien Gelände unter improvisierten Bedingungen abspielte. Unter diesem Aspekt sind die Maginot-Linie und der Westwall Feldbefestigungen denn beim Bau dieser Festungen waren Erfahrungen des Ersten Weltkrieges unmittelbar




Bücher zum Thema Feldbefestigung

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Feldbefestigung.html">Feldbefestigung </a>