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Feldherrnviertel


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Feldherrnviertel

Das Feldherrnviertel ist ein Wohnviertel im Westen der Wiesbaden dass weitgehend zwischen den Jahren 1895 1905 im Stil des Historismus entstand. Verwaltungstechnisch gehört es zum Westend einem der 26 Bezirke der Stadt; genommen bildet es das äußere Westend.

Als Wiesbaden zur Zeit des Kaiserreiches und vor allem um die Jahrhundertwende seine Blütezeit als Weltkurstadt erlebte der Kaiser alljährlich im Mai zur Kur weilte die Stadt die meisten Millionäre Deutschlands zählte es ein enormes Bevölkerungswachstum (von ca. 33.000 im Jahr 1870 auf ca. 109.000 Einwohner Dies machte umfangreiche Stadterweiterungen notwendig. Neben den und nördlichen ausgedehnten Villengebieten entstand vor allem meist viergeschossige geschlossene Wohnbebauung um die Ringstraße und Bismarckring) welche in einem Viertelkreisbogen vom gelegenen Hauptbahnhof bis zum nordwestlich gelegenen Sedanplatz um historische Zentrum der Stadt das sog. Historische Fünfeck führte. Im Süden entstand hier das nordwestlich davon das Rheingauviertel und schließlich im Norden das Feldherrnviertel .

Maßgebenden Anteil an seiner Gestaltung hatte Stadtbaumeister Felix Genzmer der von 1881 bis in Wiesbaden wirkte. Die reich geschmückten Bürgerhäuser überwiegend im Stil des Historismus entstanden und zum Großteil herrschaftliche Bürgerwohnungen mit 3 50 hohen Decken Stuck und Flügeltüren und hatten riesige Ausmaße von bis zu 200 qm. späteren Jahren wurden diese Wohnungen oftmals der Vermietbarkeit wegen in kleinere Einheiten aufgeteilt.

Das Feldherrnviertel wird im Osten begrenzt Bismarckring der Teil der Ringstraße ist und Norden in den Sedanplatz mündet im Süden der Dotzheimer Straße im Westen und Nordenweste der Klarenthaler Straße und dem Elsässer Platz Norden vom Kurt-Schumacher- und Zietenring und schließlich Nordosten von Emser Straße und Weißenburgstraße. Seinen und einzigen städtebaulichen Freiraum neben den sich seinem Rand befindlichen Elsässer Platz und Sedanplatz der Blücherplatz mit der von Felix Genzmer errichteten gleichnamigen Blücherschule (Grundschule).

Seinen Namen verdankt das Viertel der seiner Straßenzüge. Diese sind allesamt nach preußischen Feldherren und Generälen vornehmlich aus der Zeit Befreiungskriege gegen Napoleon 1813 und des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 benannt.

Nach preußischen Generälen und Feldherren sind benannt:

Blücherstraße bzw. Blücherplatz :

benannt nach Gebhard Leberecht von Blücher Fürst von Wahlstatt (* 16. Dezember in Rostock † 12. September 1819 in Krieblowitz Schlesien) war preußischer Generalfeldmarschall und hat sich vielen großen Schlachten ausgezeichnet. Aufgrund seiner offensiven wird er auch Marschall Vorwärts genannt. Siegreich der Völkerschlacht bei Leipzig 1813. Im gleichen Jahr er zum Befehlshaber der Schlesischen Armee ernannt mit Gerhard von Scharnhorst als Stabschef und Neidhardt von Gneisenau als Generalquartiermeister. Seine Armee gab den einen entscheidenden Anstoß als sie in der den Rhein überquerte um auf eine endgültige Napoleons hinzuwirken. Nach dem Sieg im Jahr die ihm die Erhebung in den Fürstenstand hatte Blücher mit seinem Stabschef Gneisenau auch Anteil am Sieg bei Waterloo .

Gneisenaustraße :

benannt nach August Wilhelm Antonius Graf Neidhardt von Gneisenau geboren als August Wilhelm Antonius Neidhardt 27. Oktober 1760 in Schilda Sachsen; † August 1831 in Posen heute Poznan in Polen) preußischer Generalfeldmarschall Heeresreformer. Er hatte als Blüchers Stabschef wesentlichen am Sieg bei Waterloo.

Scharnhorststraße :

benannt nach Gerhard Johann David von Scharnhorst (* 12. November 1755 in Bordenau der Leine heute zu Neustadt am Rübenberge; 28. Juni 1813 in Prag ) preußischer General. Scharnhorst war unter Friedrich Wilhelm III. von 1808 bis 1810 preußischer Kriegsminister. wurde er Erster Generalquartiermeister in der Schlesischen Blüchers. In der Schlacht bei Größgörschen am Mai 1813 wurde Scharnhorst so schwer verwundet er an den Folgen der Verwundung wenige später verstarb. Zusammen mit August Graf Neidhardt Gneisenau reformierte er das preußische Militär entscheidend Einführung eines Reservistensystems das die Zahl geschulter stark erhöhte. Unter anderem schaffte er auch die Prügelstrafe im preußischen Heer ab. Sein befindet sich auf dem Invalidenfriedhof in Berlin.

Roonstraße :

benannt nach Albrecht Theodor Emil von Roon (* 30.04.1803 in Pleushagen bei Kolberg (Pommern); † 23.02.1879 in Berlin) preußischer ab 1859 Kriegs- und 1861 zugleich Marineminister. führte die Heeresreorganisation trotz starker Opposition durch 1866 General der Infanterie 1871 nach dem Deutsch-Französinchen Krieg erhob ihn Kaiser Wilhelm I. in den Grafenstand. 1873 wurde er und war vom 1. Januar bis 9. 1873 Chef des preußischen Staatsministeriums. Nach ihm das 33. Füsilierregiment benannt.

Bülowstraße :

benannt nach Friedrich Wilhelm Freiherr von Bülow Graf von Dannewitz (* 1755 in in der Altmark; † 1816 in Königsberg ) preußischer General. 1797 Kommandeur von Soldau 1806 Thorn 1812 Gouverneur von Ost- und nahm 1813 Halle siegte bei Luckau Großbeeren

Yorckstraße :

benannt nach Johann David Ludwig Graf Yorck von Wartenburg (* 26.9.1759 Potsdam ; † 04.10.1830 Oels) preußischer Offizier und Wegen Ungehorsams 1779 zu einem Jahr Festungshaft trat er erst 1787 wieder in preußische 1807 zum Generalmajor befördert war er 1812 2. Kommandeur dann Oberbefehlshaber des preußischen Hilfskontingents Russlandfeldzug . In dieser Eigenschaft unterzeichnete er eigenmächtig sog. „ Konvention von Tauroggen “ am 30.12.1812. Im März 1813 rehabilitiert er aktiv an den Befreiungskriegen in Deutschland Während des ersten Tages der Völkerschlacht von trug das Korps York die Hauptlast der bei Möckern . Für seine Leistungen in diesem Krieg ihm der Titel Yorck „Graf von Wartenburg“ 1815 schied Yorck auf eigenen Wunsch aus aktiven Militärdienst aus und zog sich auf Gut in Oels/Schlesien zurück. 1821 erhielt er den Titel eines Generalfeldmarschalls.

Goebenstraße :

benannt nach August Karl Friedrich Christian von Goeben (* 10.12.1816 Stade (Hannover); † 13.11.1880 Koblenz (RheinProvinz)) preußischer General. 1864 bei Düppel Posen Münster siegte 1866 bei Dermbach Kissingen Aschaffenburg; besetzte Würzburg 1870 b. Spichern Gravelotte St. Quentin Komm. General in Koblenz.

Nettelbeckstraße :

benannt nach Joachim Christian Nettelbeck (*20.09.1738 in Kolberg; † 29.01.1824 in Seemann und Kaufmann. Seit seinem elften Lebensjahr er zur See. Er wurde Kapitän und und erteilte auch nautischen Unterricht. Vorübergehend war auch Kapitän in preußischen Diensten überwarf sich bald mit seinen Vorgesetzten. Nachdem er 1783 erlitten und so auch einen Teil seines verloren hatte ergriff er den Beruf seines und wurde Branntweinbrenner. Außerdem verdiente er Geld Brauer und königlicher Schiffsraumvermesser. Er wurde zum der Bürgerschaft in einige Gremien gewählt. 1786 er Friedrich Wilhelm II. eine Denkschrift in der er zu Wiedererlangung von Kolonien riet wie es der Große Kurfürst hatte. 1806 als die meisten preußischen Festungen Franzosen kampflos in die Hände fielen war eine der wenigen die standhielten. Nettelbeck erfüllte seiner städtischen Ämter die Funktion eines Bürgeradjutanten dem Festungskommandanten. Mit dem ersten Kommandanten von stritt er sich ständig. Mit Neidhardt von hingegen arbeitete er bei der Verteidigung gut Gneisnau lobte den 65jährigen in einem Empfehlungsschreiben den König für seine unentbehrliche Hilfe beim von Schiffen der Versorgung der Truppen der der Überschwemmung in den Gräben und der von Bränden. Die Verteidigung von Kolberg wurde später zum nationalen Mythos stilisiert. Nazis drehten noch 1945 einen monumentalen Durchhaltefilm in dem auch Nettelbeck ein Denkmal von Wert gesetzt wurde.

Zietenring :

benannt nach Hans Joachim von Zieten (* 14.05.1699 in Wustrau bei Ruppin; 26.01.1786 in Berlin) preußischer Reitergeneral. "Platz da Zieten aus dem Busch!" lautet die erste des Gedichts "Die Attacke" das Detlev von Liliencron dem preußischen General Hans Joachim von als dichterisches Kompliment widmete. Der "Ahnherr aller stieg nach ersten holprigen Jahren seiner militärischen unter König Friedrich II. zum General der Kavallerie auf. Mit fünfzehn Jahren trat er die preußische Armee ein. Nachdem er bei Beförderungen übergangen worden war nahm er 1724 Abschied. Schon zwei Jahre später wurde er Offizier da die Bewirtschaftung des Gutes der ihn nicht auslastete. Bald darauf wurde er ein Duell verwickelt und zu Festungshaft verurteilt aber 1730 auf Fürsprache einiger Generale rehabilitiert. tritt in ein Husarenregiment ein. Im polnischen Erbfolgekrieg diente er unter dem österreichischen Husarengeneral Bársonay von dem er viel über die der leichten Reiterei lernte. Unter Friedrich II er in den Schlesischen Kriegen . Der für seine Wachsamkeit berühmte Zieten sich große Verdienste bei der Aufklärung und der Schlacht; wegen seiner Überfälle auf den Gegner wird er zum „Zieten aus dem Vor allem führt er Neuerungen in der Soldatenkönig vernachlässigten Kavallerie durch die diese erst einer schlagkräftigen Waffengattung werden lassen. Im Siebenjährigen Krieg reift er vom Anführer der leichten zu einem weitblickenden Befehlshaber heran und rettet als einmal die Schlacht für die preußische Er wird zum populärsten und volkstümlichsten General II. der ihm wiederholt seine Anerkennung und Dankbarkeit bezeugt.

Blumenthalstraße :

Benannt nach Joachim Christian Graf von Blumenthal (* 06.12.1720 in Quakenburg im Kreis ( Hinterpommern ) † 17.03.1800 in Berlin) preußischer Minister Generaldirektorium

Nach Orten sind benannt:

Sedanplatz bzw. Sedanstraße :

Benannt nach der Stadt Sedan in Nordfrankreich . In der Nähe fand am 1. 1870 die „Schlacht von Sedan“ statt die Wendepunkt im Deutsch-Französischen Krieg markierte. In der standen sich eine französische Armee unter dem des Grafen Mac-Mahon und des Generals Emmanuel de Wimpffen und ein deutsches Heer unter Helmuth von Moltke gegenüber. Die Schlacht endete mit einem der Deutschen. Der französische Kaiser Napoleon III. der am Nachmittag zu den französischen gestoßen war wurde zusammen mit 100.000 Soldaten genommen. Die französischen Verluste beliefen sich auf 17.000 die der Deutschen auf etwa 9.000 Im deutschen Kaiserreich gab es bis 1918 zu den Jahrestagen der Schlacht. Der 2. wurde zum „ Sedantag “ erkoren.

Weißenburgstraße :

benannt nach der Schlacht von Weißenburg . Am 4. August 1870 besiegten hier Truppen die von Mac-Mahon angeführten Franzosen. Mehrere auf dem Gaisberg an der Straße Weißenburg-Riedseltz der vielen Gefallenen.

Elsässer Straße bzw. Elsässer Platz :

benannt nach der Provinz Elsass : von 1871 bis 1918 deutsches Gebiet Oberrhein im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erobert.

Lothringer Straße :

Benannt nach der Provinz Lothringen : von 1871 bis 1918 deutsches Gebiet Oberrhein im Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 erobert.




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