Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 20. Januar 2020 

Ferdinand IV. (Neapel)


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Ferdinand (* 12. Januar 1751 ; † 4. Januar 1825 ) als Ferdinand I. König beider Sizilien und als Ferdinand IV. König von Neapel wurde als dritter Karls III. Königs von Spanien und der Prinzessin von Sachsen geboren.

Er wuchs ohne jegliche Geistesbildung auf sich aber umso eifriger gymnastischen Übungen worin durch außerordentliche Körperkräfte unterstützt sich auszeichnete und sich als Jüngling den niedrigsten Vergnügungen hin. sein Vater 1759 den spanischen Thron bestieg folgte er demselben als IV. auf dem von Neapel wo ihm während seiner Minderjährigkeit ein unter dem Vorsitz des Marchese Tanucci beigegeben Der Marchese behielt auch nachdem Ferdinand am Januar 1767 volljährig geworden war einen entscheidenden Einfluss regierte im Geiste der Aufklärung .

Nach Tanuccis Rücktritt 1777 führte Ferdinands schöne und geistreiche Gemahlin Marie Tochter der Kaiserin Maria Theresia die Zügel der Regierung welche 1784 Acton zum ersten Minister berief und Hass gegen die französische Revolution ein strenges errichtete alle Liberalen mit scharfen Strafen verfolgte 1793 der Koalition gegen Frankreich beitrat. Durch siegreiche Vordringen der republikanischen Armee in Italien genötigt 1796 mit der Republik Frieden zu schließen Ferdinand dennoch seine Rüstungen fort verbündete sich 1798 mit Österreich Russland und England und drang bis Rom vor. Die Folge war das Einrücken französischen Heers unter dem General Championnet in und nachdem der König schon am 24. Dezember 1798 nach Palermo geflohen war die Proklamation der Parthenopeischen am 23. Januar 1799 . Indessen erhoben sich die neapolitanischen Provinzen den legitimen Regenten und die Hauptstadt selbst am 21. Juni 1799 wieder in die Gewalt des Royalistenheers Kardinal Ruffo worauf im Januar 1800 der nach Neapel zurückkehrte und ein blutiges Strafgericht alle Abtrünnigen verhängte. Obwohl die Integrität des Neapel in einem Vertrag zwischen Spanien und Ersten Konsul festgestellt worden war musste Ferdinand Frieden von Florenz mit Frankreich vom 18. März 1801 den Stato degli Presidi abtreten ( ? ) und französische Truppen in seine Staaten auch in dem Neutralitätsvertrag von 1805 versprechen den Truppen der gegen Frankreich führenden Mächte die Landung zu verweigern.

Als nun dennoch im November 1805 englisch-russisches Heer in Neapel landete dekretierte Napoleon 27. Dezember 1805 die Absetzung der Dynastie der Bourbonen in Neapel und Ferdinand musste im 1806 abermals nach Sizilien flüchten. Während darauf Joseph Bonaparte zum König beider Sizilien erhoben ward sich Ferdinand mit Hilfe der Engländer zwar Sizilien übergab jedoch als 1811 zwischen der Königin und dem englischen das mit der brutalen verschwenderischen Missregierung unzufrieden Spaltungen eingetreten waren auf Verlangen Englands 1812 seinem Sohn Franz die Regierung.

Durch den Wiener Kongress in alle seine Rechte wieder eingesetzt er sofort die 1812 gegebene sizilianische Konstitution auf und zog Murats Flucht am 17. Juni 1815 wieder in Neapel ein. Er vereinigte durch Dekret vom 8. Dezember 1816 seine Staaten diesseits und jenseits der in ein Königreich beider Sizilien und nannte sich nun Ferdinand I. schloss am 16. Februar 1818 ein Konkordat mit dem römischen Stuhl. Infolge der von 1820 musste er die spanische Konstitution von feierlichst beschwören begab sich jedoch 1821 nach Laibach und erbat die bewaffnete Hilfe der gegen die von ihm eingesetzte Regierung die auch durch österreichische Bajonette gestürzt wurde. Über die Liberalen wurden Strafgerichte verhängt.

Ferdinand starb am 4. Januar 1825 Sohn Franz I. als Nachfolger hinterlassend. Seine war am 8. September 1814 gestorben; noch in demselben Jahr hatte sich morganatisch mit der verwitweten Prinzessin von Partana die er 1815 zur Herzogin von Floridia erhob.


Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Ferdinand in: Meyers Konversationslexikon 4. Aufl. 1888-90 Bd. 6 S.



Bücher zum Thema Ferdinand IV. (Neapel)

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Ferdinand_I._(Sizilien).html">Ferdinand IV. (Neapel) </a>