Es folgten Studienaufenthalte in Göttingen ( 1822 ) und Paris ( 1823 / 24 ); danach wirkte er als Akademieinspektor an Freiberg. 1827 wurde er dort Professor für Physik Assessor beim Freiberger Oberhüttenamt. Im Jahre 1860 wurde er zum Oberbergrat benannt; die gab er im gleichen Jahr auf.
1866 trat Ferdinand Reich in den Ruhestand. starb 1882 in Freiberg.
Reichs bedeutendste Leistung war die spektralanalytische der schwarzen Zinkblende wobei er 1863 zusammen mit Theodor Richter das chemische Element Indium entdeckte. Den Namen Indium wählten die Entdecker aufgrund der indigoblauen
Seine weiteren Forschungen waren äußerst vielseitig: publizierte zum Beispiel über Temperaturmessungen in den des Erzgebirges untersuchte den Hüttenrauch auf Giftstoffe erdmagnetische Beobachtungen sowie Fallversuche zur Bestimmung der der Erde durch.
Fallversuche über die Umdrehung der Erde : in dem Brüderschachte bei Freiberge (1832)
Beobachtungen über die Temperatur des Gesteins in Tiefen in den Gruben des Sächsischen Erzgebirges den Jahren 1830-32 (1834)
Über die magnetische Neigung zu Freiberg (1834)
Versuche über die mittlere Dichtigkeit der Erde der Drehwaage (1838)
Über elektrische Strömungen auf Erzgängen . – In: Kalender für den Sächsischen und Hüttenmann. (1840) S- 1-2
Leitfaden zu den Vorlesungen über Physik an Bergakademie zu Freiberg (1852)
Die bisherigen Versuche zur Beseitigung des schädlichen des Hüttenrauches bei den fiskalischen Hüttenwerken zu . – In: Berg- und hüttenmännische Zeitung. (1858) S. 165-168 und 173 - 176
Vorläufige Notiz über ein neues Metall . – In: Journal für praktische Chemie. S. 441-442
Über das Indium . – In: Journal für praktische Chemie. S. 172-176 und 92(1864) S. 480-485
150 Jahre Physik an der Bergakademie Freiberg : Ferdinand-Reich-Traditionskolloquium... – Leipzig : Dt. für Grundstoffindustrie 1978. – (Freiberger Forschungshefte ; 115)
125 Jahre Indium : Vorträge des Kolloquiums am 24. 1988 aus Anlaß der 125. Wiederkehr der des Indiums durch die Freiberger Professoren F. und Th. Richter. – Freiberg : Bergakademie