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Feuerland


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Feuerland (span.: tierra del fuego ) ist eine Inselgruppe an der Südspitze Südamerikas mit gleichnamiger Hauptinsel. Tierra del Fuego bezeichnet auch eine argentinischen Provinz. Vom ist sie durch die Magellanstraße getrennt. Die Inselgruppe wurde 1881 zwischen und Chile aufgeteilt. Insgesamt ist sie 71.500 km 2 groß und hat ca. 140.500 Einwohner ?) (wobei im östlichen argentinischen Teil etwa und im westlichen chilenischen Teil etwa 133.000 leben). Wichtige Orte auf Feuerland: Porvenir Rio Grande (Argentinien) Ushuaia (Argentinien) und Puerto Williams (Chile). Mehrere Ort behaupten von sich Stadt der Welt zu sein. Sie alle in Feuerland darunter Ushuaia Puerto Williams (knapp 2.000 Einwohner) und Punta Arenas .

Inhaltsverzeichnis
1.1 Vorbemerkung
1.2 Feuerland vor der Ankunft der Europäer v.Chr. - 1520 n.Chr.)
1.3 Feuerland am Rande der europäischen Entdeckungen - 19. Jh.)
1.4 Kolonisierung (1848 - 1906)
1.5 Wirtschaftliche Blütezeit (1906 - 1920):

Geschichte Feuerlands

siehe auch: Geschichte_Argentiniens Geschichte_Chiles
Verwendete Literatur:
(1) Cizmic Ivan: Emigration and emigrants from Croatia 1880 and 1980. Zagreb 1996.

(2) Galeano Eduardo: Die offenen Adern Lateinamerikas. Geschichte eines Kontinents. Wuppertal 1988.

(3) Historia de Tierra del Fuego República Argentina.

(3) Hosne Roberto: Patagonia. History Myths and Buenos Aires 2003.

(4) Martinic Mateo: Brief History of the of Magellan. Punta Arenas 2002.

(5) www.patbrit.com: Gold Rush Tierra del Fuego 1880-1910.

Vorbemerkung

Die Geschichte Feuerlands ist eng mit Entdeckung und Kolonisierung der Regionen rund um Magellanstraße verbunden. Eine isolierte Geschichte Feuerlands ist nicht zu rechtfertigen sondern bezieht immer die nördlich und südlich dieser Wasserstraße in ihre mit ein. Erst 1881 teilte die Grenzziehung Argentinien und Chile auch diese Region und auch Feuerland in zwei getrennte und sich entwickelnde Regionen.

Feuerland vor der Ankunft der Europäer v.Chr. - 1520 n.Chr.)

Paläo-Indianer

Zwischen 9800 v.Chr. und 8280 v.Chr. Feuerland erstmals von Jägergruppen vom amerikanischen Kontinent besiedelt. Man nimmt an dass die Ankunft "Paläo-Indianer" im Zuge des Rückgangs der Vergletscherung Pleistozän über noch bestehende Landbrücken erfolgte bevor Magellanstraße endgültig von Wasser geflutet war. Archäologische dieser Indianergruppen finden sich beiderseits der Magellanstraße: dem amerikanischen Festland in der Cueva Mylodón bei Puerto Natales oder nördlich von Punta Delgada in Pali Aike und auf Feuerland in Tres Arroyos und Alero Marazzi etwa 20 km südwestlich von San Maritime Fundstätten finden sich am Beagle Kanal Tunel und Lancha Packeweia ) und im Süden der Isla Navarino Seno Grandi ). Der älteste Skelettfund wurde 2004 im Teil der Nordküste Feuerlands entdeckt .
In dieser ersten Phase der Besiedelung herrschten klimatische Bedingungen die eine Fauna hervorbrachte die 3000 Jahre nach dem ersten Erscheinen der verschwand: amerikanischen Wildpferde Riesenfaultiere (Mylodón) und andere bildeten die Ernährungsgrundlage.

Ureinwohner im 17. Jahrhundert

Zur Zeit der Ankunft der ersten in Feuerland können 4 Gruppen von Ureinwohnern werden: die Landnomaden der [[Selk' nam]] (Onas) der Haush (oder: Manek'enk) die im Landesinneren bzw. Südwesten der Hauptinsel siedelten und die Seenomaden Alakaluf und der Yámana (Yaghan) die am westlichen und südlichen lebten. Die genaue Zahl der einzelnen Bevölkerungsgruppen aufgrund ihrer Lebensweise als Jäger und Sammler das 17. Jahrhundert auf insgesamt 12.000 geschätzt

Feuerland am Rande der europäischen Entdeckungen - 19. Jh.)

Die Entdeckung der Magellanstraße

Erste Berichte über Feuerland stammen von Expedition Magellans der im Oktober 1520 als erster die nach ihm benannte Magellanstraße entdeckte und mit drei Schiffen auf Weg zu den Gewürzinseln ( Molukken ) durchfuhr. Der von ihm während der 20 Tage dauernden Passage beobachteten Schein der der Ureinwohner gab der Inselgruppe den Namen. selbst nannte den Seeweg estrecho de todos santos . Es gibt jedoch keine gesicherten Nachweise Magellan Feuerland tatsächlich betreten hat.

Spanischer Herrschaftsanspruch

In weiterer Folge gewann die Magellanstrasse allem als Verkehrsweg nach Asien und zu Gold- und Silbervorkommen in Peru an Bedeutung. im Zuge der Zweiten Weltumseglung (1577 - Francis Drake in nur 16 Tagen die Magellanstrasse wurde der spanischen Krone sehr rasch die der Sicherung dieses Seeweges für die spanische gegen holländische britische und französische Freibeuter klar. der Verleihung von Patagonien und Feuerland als Nueva Extremadura an der Alderete 1555 wurde erstmals der Herrschaftsanspruch dokumentiert. Dessen Nachfolger Hurtado de Mendoza beauftragte Ladrillero 1560 mit der Erforschung und Landnahme Gebiete beiderseits der Seestrasse. Ladrillero begann somit erster Europäer mit der systematischen Erforschung von auf Feuerland. Versuche des Vizekönigs von Peru Errichtung von Befestigungen entlang der Magellanstraße (etwa 1581 durch Sarmiento Gamboa ) scheiterten jedoch zunächst.

Erste Entdeckungsreisen

War die Magellanstraße bislang die einzige um den amerikanischen Kontinent gewesen so entdeckten Freibeuter unter dem Kommando von Guillermo Schouten bei der Umsegelung von Feuerland die Islas los Estados und die die Passage um Kap Hoorn . Diese Entdeckung wurde schon wenig später einer spanischen Expedition unter Bartolomé und Gonzalo Nodal bestätigt denen die erste Umsegelung von (1618 - 1619) gelang und die von Reise wertvolles Kartenmaterial mitbrachten. Immer detailliertere Kenntnisse Region erwarben die nachfogenden Expeditionen: etwa jene Engländers John Narborough in den Jahren 1669 1670 und gegen Ende des Jahrhunderts der De Gennes und De Beachesne. Von großer für die wissenschaftliche Erkundung Feuerlands sind in zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Expeditionen von Byron der von 1774 - 1766 nicht die Falkland-Inseln und die Magellanstrasse erforschte sondern Feuerland umsegelte. Von ihm stammt der ursprüngliche von Punta Arenas : Sandy Point. Auch James Cook steuerte auf seiner Weltumsegelung zu Neujahr Kap Hoorn an und entdeckte als erster Südpolarkreis. In seinen insgesamt drei Reisen sollte endgültig den Nachweis erbringen dass ein sgn. (terra australis) das mit dem amerikanischen Festland war nicht existierte.

Die Expeditionen von Parker King und Fitz (1826 - 1836)

Die beiden englische Expeditionen unter Philip King (1826-1830) und Robert Fitz Roy (1832 1836) sind für Feuerland (aber auch für von großer Bedeutsamkeit handelte es sich dabei um die erste intensive Auseinandersetzung von Europäern Feuerland. Beide Expeditionen beschäftigten sich insbesondere mit genauen kartographischen Erfassung der hydrographischen Gegebenheiten der Südpatagoniens und Feuerlands. So wurde während der dreijährigen Anwesenheit der Expedition Parker Kings etwa Beagle Kanal entdeckt. Fitz Roy begleitete der damals junge Wissenschafter Charles Darwin der sich zwar intensiv mit der der Region auseinandersetzte aber für die Ureinwohner Region kaum freundliche Worte fand (vgl. dazu 1839 erschienenen Reisebericht Diary of a Naturalist Around the World ). Kulturhistorisch interessant sind in diesem Zusammenhang Ereignisse rund um die Entführung von vier aus dem Stamm der Yámana nach England die als Geschichte von Jemmy Button in die Literatur einging.

Kolonisierung (1848 - 1906)

Die spanischen Bemühungen um die Integration in sein Herrschaftsgebiet waren allein auf die erfolgreiche) Sicherung der strategisch wichtigen Magellanstraße nicht auf eine konkrete Landnahme ausgerichtet gewesen. Erste Versuche zur Besiedelung Feuerlands lassen sich erst der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert feststellen. 1840 hatte man Feuerland auch aufgrund der natürlichen Häfen nur aus der Distanz betrachtet. am Nordufer der Magellanstraße hatten nur zwei Bedeutung für die Seeleute: San Gregorio für Handel mit den Indianern Patagoniens und Puerto Hambre für die Aufnahme von Wasser und Auf Feuerland selbst gab es keine derartigen

Die Bemühungen Chiles um Feuerland

Der junge Staat Chile der 1818 Unabhängigkeit von Spanien proklamiert hatte zielte jedoch bald auf eine nachhaltige Absicherung seiner Herrschaftsansprüche diesem Raum. Als bekannt wurde dass Frankreich König Louis Philipp eine Expedition ins südliche plante um territoriale Ansprüche zu stellen würde 1843 aktiv. Die Initiative ging auf die des Begründers der chilenischen Republik Bernardo O'Higgins der in den Dreissigerjahren des 19. Jahrhunderts Konzept zur nachhaltigen Integration Patagoniens und Feuerlands dem Schlagwort von Neu-Chile verfolgt hatte. Dieses zielte auf die (1) die militärische Absicherung Magellanstraße und der angrenzenden Gebiete; (2) die von Feuerland und Patagonien mit militärischen wirtschaftlichen bevölkerungspolitischen Mitteln und (3) die Inkorporation des der Antarktis. Auf Basis dieser konzeptiven Vorarbeiten die Regierung Bulnes dann jene konkreten Massnahmen zu einer nachhaltigen Kolonisation von Neu-Chile führen

Die chilenische Expedition von 1843

Mit der organisatorischen Verantwortung für die wurde der höchste Verwaltungsbeamte von Chiloe Domingo Espineira beauftragt. Nach vier Monaten landete am September 1843 landete der chilenische Schoner Ancud vor der Halbinsel Brunswick in Südpatagonien. Der Kapitän der 23 Mannschaft Juan Williams nahm an diesem Tag die Region rund um die Magellanstraße in Besitz der chilenischen Republik. Einen Monat später einer erfolglosen Suche nach einer geeigneten Stelle eine Befestigung kehrte die Expedition an den Landepunkt den Punta Santa Ana zurück und gründeten am 30. Oktober Fuerte Bulnes.

Gründung von Punta Arenas 1848

Aufgrund der exponierten Lage des Forts dieses Fort jedoch nur kurzen Bestand. Schon wurde 50 Kilometer weiter nördlich Punta Arenas gegründet das eine zentrale Rolle für weitere Entwicklung der Region spielen sollte. Formal die Stadt am 18. Dezember 1848 gegründet zum Sitz des Gouverneurs von Magallanes bestimmt. Begriff magallanes (Land Magellans) bezeichnet die Gebiete beiderseits Magellanstraße also im wesentlichen die heutige 11. Chiles sowie den Süden der heutigen argentischen Santa Cruz und Tierra del Fuego ).
Jedoch sollte die Entwicklung der Stadt schon Jahre später durch eine Meuterei eines Teils Armeee gefährdet werden sodass Punta Arenas 1852 angelegt werden musste. In den ersten Jahrzehnten Bestehens bestand die Ansiedlung aus kaum mehr 200 Personen die sich wirtschaftlich kaum entwickeln Der Status von Punta Arenas als Strafkolonie ihre Entwicklung zusätzlich.
Erst mit der Bestellung von Oscar Viel Gouverneur von Magallanes 1867 und mit der von zahlreichen Privilegien an die Stadt (Status Zollfreihafens Anreize für die Ansiedlung von Immigranten) sich Punta Arenas schnell zu entwickeln. Von Bedeutung in diesem Zusammenhang war auch die Pacific Steam Navigation Company die ab 1868 auf der Strecke - Valparaiso auch in Punta Arenas anlegte. die weitere Entwicklung der Stadt die sich nun zum Zentrum für die Kolonisierung der beiderseits der Magellanstraße entwickeln sollte waren jedoch weitere Faktoren verantwortlich: (1) die Entdeckung von und goldhaltigen Sanden in den Flüssen (2) Gründung einer Sägemühle zur Holzverarbeitung in der und (3) die Aufteilung von Land zur Nutzung durch die kontinuierlich nach Südpatagonien strömenden 1871 war die Einwohnerzahl von Punta Arenas 800 Personen angewachsen.

Anfänge regionaler Entwicklung 1870 - 1881

Nur langsam ging die Kolonisierung der über den engeren Raum von Punta Arenas Die Besiedelung der Halbinsel Brunswick erfolgte entlang Küste und es entstanden erste Estancias die in ihrer Anfangsphase hauptsächlich der Rinderzucht widmeten. und Federnhändler expandierten Richtung Norden und entlang Atlantikküste bis Sanza Cruz und darüber hinaus. wiederum erbeuteten die Felle schon bald in Kanälen Feuerlands und Patagoniens. Ebenso waren um erste Gruppen von europäischen Emigranten in Punta gelandet. Der Gouverneur von Magallanes unterstützte die auch angesichts der zunehmenden Konflikte mit Argentinien Um 1874 gelangten die ersten Briten Franzosen und Schweizer in dieser Region darunter auch wie der Spanier Jose Menendez der gebürtige Elias Braun oder der Portugiese Jose Nogueira die Wirtschaft der Region nachhaltig beeinflussen sollten.
Gleichzeitig mit der Ankunft dieser Immigranten wurden ersten Erkundungen der Gebiete nördlich von Punta durchgeführt etwa jene des chilenischen Miliärs Juan Rogers 1877/1879. Ebenso kam es zu einer nach Feuerland durch Ramon Serrano. Die Nachricht den Grasländern die für die Schafzucht sehr erschienen führte unter Gouverneur Diego Duble Almeyda Ankauf von 300 Schafen die eigens von Falkland Inseln nach Punta Arenas gebracht wurden. englische Händler Henry Reynard kaufte die Tiere führte 1877 auf Isabel Island erste Zuchtversuche Andere Kolonisten führten ähnliche Projekte (wenn auch unterschiedlichem Erfolg)durch: Cruz Daniel Ramirez auf der Isla Magdalena und Marius Andrieu in der Nähe San Gregorio . Schließlich wurde zwischen 1878 und 1883 im Norden der Halbinsel Brunswick an den von Skyring und an der Nordküste der Schafzucht betrieben.
Allerdings kam es 1877 erneut zu gewaltsamen als sich Teile des Militärs das zur der Strafgefangenen abgestellt war. erhob. Nur mit konnte Gouverneur Almeyda diesen Aufstand niederschlagen.
Von unschätzbarer Bedeutung für die Kolonisierung der und hier insbesondere für die sprunghafte Entwicklung Schafzucht war das Grenzabkommen zwischen Argentinien und 1881 das im wesentlichen die heutigen Grenzen ihren Grundzügen festschrieb. Allerdings sollten Grenzkonflikte (auch Feuerland) erst in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts gelöst werden.

Schafzucht und Handel als Motoren der (1881 - 1906)

Die Zahlen in Tabelle 1 und 2 entnommen aus Martinic Mateo: Brief History of Land of Magellan

Denkmal auf dem Hauptplatz in Porvenir (Feuerland)

Schafe auf Magallanes
1877
300
1885
40.000
1889
300.000
1906
1.800.000
Tabelle 1

Für die weitere Entwicklung Feuerlands war zunehmende Nutzung der ausgedehnten Grasflächen im Nordwesten Landes von großer Bedeutung. Nach den ersten Pilotprojekten nördlich der Magellanstraße wurde auch Feuerland die Viehzucht erschlossen. Die Regierung verlieh in Jahren 1889 bzw. 1890 große Landflächen als an bereits erfolgreiche Züchter wie Jose Noguueira Mauricio Braun. Mit der Gründung der Sociedad de Tierra del Fuego 1893 wurde der der Monopolisierung der dieser Wirtschaftszweiges weiter beschleunigt all seinen katastrophalen Folgen für die Urbevölkerung ein Phänomen das keineswegs auf Feuerland beschränkt In den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts Konzessionen an Viehzüchter in ganz Patagonien erteilt. dem wirtschaftlichen Aufschwung und Reichtum der Region Beginn des 20. Jahrhunderts war die Monopolisierung Bodens jedoch in weiterer Folge auch die für wirtschaftliche Strukturprobleme und soziale Unruhen.
Hand in Hand mit der aufstrebenden Schafzucht auch die Notwendigkeit der Erschließung der Region ein leistungsfähiges Verkehrsnetz. Aufgrund der geologischen Beschaffenheit Landes war deshalb der Ausbau der Schifverbindungen großer Bedeutung. Nicht nur die landwirtschaftlichen Rohstoffe Wolle und Fleisch erforderten eine kontinuierliche Anbindung große Häfen wie Valparaiso oder Buenos Aires die Einfuhr landwirtschaftlicher Geräte und anderer Waren die notwendige Ansiedelung von Siedlern aus Europa Chile/Argentinien. Binnen kurzem wurde Punta Arenas zum Seefahrtshafen. Gingen 1867 noch 27 Schiffe in Bucht von Punta Arenas vor Anker so es im Jahre 1906 schon 901 Handelsschiffe einer Gesamtlast von 1.100.000 BRT . Damit näherte sich die Stadt schon Kapazität des chilenischen Haupthafens Valparaiso. Mit der weiterer Schiffahrtslinien durch Jose Menendez und Braun&Blanchard die Südküste des amerikanischen Kontinents auch schon mit einem leistungsfähigen lokalen Verkehrsnetz versorgt.

Goldrausch auf Feuerland (1880-1910)

Einwohner auf Magallanes
1867
200
1874
800
1885
2.000
1907
17.330
Tabelle 2
Feuerland rückte jedoch nicht allein durch hervorragenden Möglichkeiten zur Schafzucht ins Zentrum des Schon 1879 hatte der Leutnant der chilenischen Ramón Serrano Montaner während seiner Expedition nach Gold an der Nordwestküste gefunden. Innerhalb von Jahren wurden über 100 Claims im Gebiet Sierra Boquerón abgesteckt. Schon bald darauf betrieben Investoren die Ausbeutung bzw. verliehen Konzessionen. Das wurde über Mittelsmänner an Handelshäuser in Punta verkauft die wiederum die Märkte von Santiago Chile Montevideo und Europa belieferten. Aber schon 1890 gingen die Goldfunde stark zurück. Trotzdem 1898 noch immer mehr als 200 Männer von ihnen bis weit in das 20. hinein. 1902 unternahm man erste Versuche der (Schaufelbagger Pumpen) und errichtete Waschanlagen. So waren den Jahren von 1906 bis 1907 wiederum bis 400 Arbeiter an 12 Waschanlagen im und Nordwesten des Landes beschäftigt. Trotz deutlich Produktivität überstiegen die jährliche Ausbeute nie mehr 500 Kilogramm. Schließlich wurden alle diesbezüglichen Aktivitäten 1910 eingestellt.
Auch an der Östküste Feuerlands fand 1884 bei Cabo Virgenes Gold. Der rumänische Julio Popper führte aus Buenos Aires anreisend eine erste Prospektion an entdeckte weitere Vorkommen des heutigen Rio Grande (Argentinien und erwarb die Schürfrechte in El Paramo.
Die produktivsten Vorkommen auf Feuerland befanden sich Süden Feuerlands auf den Inseln Navarino Picton und Nueva: sie wurden ab 1888 aufgeschlossen. zwei Jahre später arbeiteten auf diesen Inseln 300 Männer 1891 über 500 und 1893 1000. Die Suche wurde auf die Inseln und Barnevelt ausgedehnt. Trotz vielversprechender Anfänge waren auch hier an der rauhen Südküste Feuerlands Vorräte schon bald erschöpft. Obwohl zwischen 1905 1907 die ersten Goldabbaugesellschaften gegründet wurden mußte den Bergbau schon 1910 wegen mangelnder Rentabilität
Das vorhandene staatliche Machtvakuum auf Feuerland am Beginn seiner Besiedelung durch Immigranten aus stand förderte in diesem Zusammenhang auch semilegale verschiedenster Abenteurer so etwa auch jene des erwähnten Julio Popper der mit einer Truppe bewaffneten Abenteuern die Goldausbeutung bei Paramo betrieb sogar eigene Münzen prägen ließ.

Immigration

In engen Zusammenhang mit den Goldfunden auch die Gründung des Städtchens Porvenir im Teil Feuerlands im Jahr 1894 zu sehen hauptsächlich von kroatischen Immigranten besiedelt wurde. Der Bevölkerungszuwachs auf den gesamten Magellanes speiste sich zwei Quellen: Zusiedlern von der chilenischen Insel und europäische Immigranten. Für 1885 zählte man den europäische Immigranten rund 30 % Kroaten aber auch Engländer Schotten Spanier Italiener Deutsche Franzosen.

Zum Beispiel: Die Immigration aus Kroatien.

Für die Emigration von Kroat/innen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts die ja insbesondere Punta Arenas und Porvenir betroffen hatte darüber aber für die Region von besonderer Bedeutung war nennt Ivan in einer Untersuchung aus dem Jahr 1996 ökonomische Gründe. Missernten Hungersnöte der Niedergang der aber auch die Flucht vor dem Militärdienst Gründe die vor allem junge Bauern aus Küstengebieten Dalmatiens veranlaßte auszuwandern. Ein Teil landete davon südlichen Patagonien; der Einfluß kroatischer Sprache und ist bis heute in der Region spürbar.

Der Genozid an der indianischen Bevölkerung

Im Zuge der dauerhaften Besiedelung der um Punta Arenas und des einsetzenden Handels Tierhäuten erkundeten immer mehr weisse Jäger die und Buchten Feuerlands auf der Suche nach begehrten Fellen. Blutige Konflikte mit den Seenomaden Alakaluf und Yámana waren an der Tagesordnung und führten einer zunehmenden Verdrängung der der indianischen Bevölkerung weniger Jahrzehnte. Der Genozid an den Ureinwohnern sollte jedoch auch die Landnomaden der Selk'nam und Haush betreffen insbesondere in Zusammenhang mit Goldfunden der einsetzenden Schafzucht. Von europäischen Immigranten eingeschleppte und eine rigorose Verdrängungspolitik führten schliesslich dazu 1910 die indianische Urbevölkerung fast völlig ausgerottet Große Verdienste um die Erforschung der aussterbenden erwarb sich der österreichische Geistliche Martin Gusinde in Forschungsreisen ab 1917 die Kultur der - Indianer erforschte.

Missionierung

Hand in Hand mit der Kolonisierung Landes und dem Genozid an der indianischen ging die Missionierung des Landes. Zwei Orden sich insbesondere auf Feuerland besonders hervor: (1) Salesianer unter dem italienischen Priester Jose Fagnano ab 1887 Feuerland von Punta Arenas und einer Mission nördlich von Rio Grande (Argentinien) aus missionierten und (2) die Anglican American Missionary Society mit ihrem Hauptquartier auf Falkland Inseln die hauptsächlich entlang des Beakge tätig waren. Insbesondere die Tätigkeit von Lucas ist in diesem Zusammenhang zu erwähnen. Allerdings die ursprüngliche Absicht dieser beiden Kirchenmissionen die Urbevölkerung zu christianisieren und (in weiterer Folge) den Übergriffen der weißen Siedler zu schützen rasch obsolet. So wurden die diesbezüglichen Aktivitäten anglikanischen Mission 1916 eingestellt.

Wirtschaftliche Blütezeit (1906 - 1920):

Unbestreitbar trug die rasche Ausweitung der viel zur Entwicklung der Region bei. Während Goldfunde auf Feuerland zwar anfangs für einen Zuzug an Immigranten gesorgt hatte so erwiesen die Goldreserven als rasch erschöpft und trugen weiter zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region bei. Wirtschaft Feuerlands blieb auch weiterhin stark auf Arenas ausgerichtet das seine Stellung als Entwicklungsmotor die Gesamtregion (also auch für den argentinischen Patagoniens) weiterhin ausbaute.

wird fortgesetzt

  



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