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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 18. Dezember 2014 

Fingertier


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Fingertier
Systematik
Ordnung : Primaten (Primates)
Unterordnung : Halbaffen (Prosimii)
Teilordnung : Lemuren (Lemuriformes)
Überfamilie : Daubentonioidea
Familie : Daubentoniidae
Gattung : Daubentonia
Art: Fingertier ( D. madagascariensis )

Das Fingertier oder Aye-Aye ( Daubentonia madagascariensis ) ist der einzige Vertreter der Überfamilie Daubentonioidea . Es ist der größte nachtaktive Primat. deutscher Name rührt vom verlängerten Mittelfinger. Der 'Aye-Aye' leitet sich von den madagassischen Bezeichnungen Tieres ab (Hay-Hay Ahay und Aiay).

Das Fingertier ist ein Lemur ( Lemuriformes ). Es lebt wie alle Lemuren in Madagaskar im NW- und NO-Teil der Insel.

Inhaltsverzeichnis

Aussehen

Das Fingertier ist ungefähr 70 bis Zentimeter lang ( Nase -Schwanz). Es hat einen Schwanz mit langen Das Fell ist schwarz mit weißem Unterfell Gesicht ist ebenfalls weiß. Die Augen sind groß und leuchtend gelb. Die Ohren sind ebenfalls sehr groß und gehen mit einem guten Gehör das ihm in der Dunkelheit dienlich Das Gewicht beträgt zwei bis drei Kilogramm .

Lebensweise

Das Fingertier ist nachtaktiv und hat diesem Zweck große Augen. Es legt auf Touren sehr weite Strecken zurück. Tagsüber schläft in einem Nest in den Bäumen. Obwohl hauptsächlich in den Bäumen lebt wandelt es oft auf dem Boden. Hier wie dort es sich auf allen vieren fort (quadruped).

Es ersetzt in seinem Biotop gewissermaßen den Specht. Sein verlängerter Mittelfinger eine Spezialisierung auf seine Art der Nahrungsergreifung Es klopft damit Bäume ab und analysiert Widerhall. Hat es Insektenlarven unter der Rinde reisst es mit seinen Zähnen die Rinde und entnimmt mit seinen langen Mittelfingern die aus der Baumrinde. Sein Nahrungsspektrum beschränkt sich nicht auf Larven sondern umfasst auch Nüsse Nektar Früchte Zuckerrohr und Pilze . Selbst Kokosnüsse soll er in der sein zu knacken.

Als Habitat bevorzugt es den Regenwald ist jedoch anpassungsfähig.

Das Fingertier lebt eher solitär. Es jedoch beobachtet worden sein dass zwei Individuen auf Nahrungssuche gehen. Zur Fortpflanzung und in begrenztem Maße auch zur der Jungen leben Fingertiere in Paaren. Das kann das ganze Jahr über Junge bekommen.

In Gefangenschaft kann es fast ein Jahrhundert leben.

Das Fingertier und der Mensch

Die Madegassen haben eine sehr zwiespältige zum Fingertier. Teils wird das Fingertier als Omen angesehen teils als böser Geist. In Fall werden dem Fingertier magische Fähigkeiten zugeschrieben.

Die Verkleinerung seines natürlichen Lebensraumes treibt häufig auf Plantagen wo es Plantagen-Früchte isst. Die betroffenen sehen sie meist als Plage.

Das Fingertier wird also trotz eines aus zwei Gründen getötet oder verjagt: Zum durch Farmer zum Schutz der Plantagen zum um das durch sie verursachte magische Unheil Die Feinde des Fingertiers haben leichtes Spiel das Aye-Aye ist sehr zutraulich.

Aus diesen Gründen und wegen der Verkleinerung seines natürlichen Lebensraums ist das Fingertier Aussterben bedroht. Um dem entgegen zu wirken Fingertiere an zahlreichen Standorten in- und außerhalb gezüchtet. Zudem wurden auf Madagaskar zahlreiche Schutzgebiete eingerichtet.

Entdeckungsgeschichte

Das Fingertier wurde bei seiner Erstbeschreibung irrtümlich als Nagetier klassifiziert da es Schneidezähne hat welche bei Nagetieren fortwährend nachwachsen. Es wurde zunächst Sciurus madagascariensis postuliert.



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