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Fledermäuse


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Fledermäuse

Townsend-Langohr (Plecotus townsendii)

Systematik
Überklasse : Kiefermäuler (Gnathostomata)
Reihe : Landwirbeltiere (Tetrapoda)
Klasse : Säugetiere (Mammalia)
Unterklasse : Höhere Säugetiere (Eutheria)
Überordnung : Laurasiatheria
Ordnung : Fledertiere (Chiroptera)
Unterordnung : Fledermäuse (Microchiroptera)

Die Fledermäuse stellen eine Unterordnung der Fledertiere (Chiroptera) dar. Die zweite Unterordnung sind Flughunde (Megachiroptera). Fledermäuse kommen auf allen Kontinenten Erde mit Ausnahme der Antarktis vor. Sie sind deutlich kleiner als manche haben eine Körperlänge von nur wenigen Die meisten Fledermausarten ernähren sich von Insekten sie teilweise im Flug erbeuten. Größere Arten auch kleinere Säugetiere Frösche und Fische. Von Art ist bekannt dass sie andere kleinere in der Luft jagt. Es gibt aber vegetarisch lebende Arten die ähnlich wie die auch Blüten bestäuben.

Die in Mitteleuropa beheimateten Arten der Fledermäuse halten Winterschlaf . Trotzdem kommt es manchmal vor dass Männchen die Weibchen aus dem Winterschlaf wecken Nachwuchs zu zeugen . Die Weibchen finden sich zu so Wochstuben zusammen in denen die Jungtiere geboren gemeinsam aufgezogen werden. Diese Wochenstuben umfassen meistens Muttertiere die sich alljährlich wieder zusammen finden. Tragzeit der mitteleuropäischen Arten ist vom Nahrungsangebot Sollte es für das trächtige Weibchen wenig fressen geben so "regelt" es Kreislauf und herunter. Die Tragzeit kann dadurch zwischen 40 70 Tagen variieren.

Ein erstaunliches Merkmal der Fledermäuse ist Ultraschall - Echolot . Dabei stoßen sie kurze Schreie im aus und empfangen die reflektierten Echos. Dadurch sie in der Lage sich auch in Dunkelheit zu orientieren. Das Echolotsytem ist so dass Fledermäuse damit fliegende Insekten in der Luft orten und jagen Interessanterweise verändern Fledermäuse zur präziseren Ortung beim die Tonhöhe und stoßen beim Jagen andere aus als beim Suchen. Derartige Techniken kommen bei Radargeräten von Jagdflugzeugen zur Anwendung.

Inhaltsverzeichnis
1 Weblinks

Heimische Fledermäuse

In Deutschland leben 21 (evtl. 22) die größtenteils in ihrem Bestand gefährdet sind. der heimischen Arten werden in den Gefährdungskategorien Roten Liste Deutschlands geführt. Ihre Gefährdung geht vor durch Zerstörung ihrer Lebensräume aus etwa durch Sanierung von Altbauten und die Versiegelung von Schlafplätzen durch die Zerstörung von Totholzbeständen und Vergiftung mit Insektenschutzmitteln und Holzschutzfarben.

Das Fledermausjahr

Alle europäischen Fledermäuse haben einen Jahresablauf der ihnen von Klima diktiert wird. So benötigen sie Quartiere ihnen Schutz vor der Witterung und vor Feinden bieten. Dabei lassen sich prinzipiell Sommer- Winterquartieren unterscheiden. Diese verschiedenen Quartiere spielen ein Rolle im Leben der Fledermäuse.

Hängende Fledermäuse

Im Spätsommer etwa ab Ende August die meisten europäischen Fledermausarten nach geeigneten Winterquartieren ihnen für die kalten Monate ausreichend Schutz Fledermäuse sind Winterschläfer und entsprechend während des Winters abhängig Unterschlupfmöglichkeiten wo sie gleichmäßige Witterungsbedingungen vorfinden und für ihre Feinde nicht gut erreichbar sind. Winterquartiere stellen Höhlensysteme dar aber auch Stollen Festungsanlagen werden gerne angenommen. So ist das bekannte Winterquartier ein etwa 50 Meter unter Erde liegendes Bunkersystem aus dem Zweiten Weltkrieg Westpolen bei Miedzyrzecz. Hier überwintern jährlich bis 30.000 Fledermäuse in zwölf Arten. Weitere wichtige sind die Kalkberghöhle in Bad Segeberg und die Spandauer Zitadelle eine Festungsanlage in Berlin. Häufiger sind Quartiere die nur eine relativ geringe Anzahl Tiere beherbergen.

In diesen Winterquartieren findet häufig auch Paarung der Tiere statt. Dabei suchen erwachte die Weibchen unter den meist in Gruppen Tieren auf und umklammern sie mit den Durch diese Behandlung wacht das Weibchen auf wird sobald es erwacht ist vom Männchen Nach dem Geschlechtsakt suchen sich beide Tiere einen Schlafplatz. Im Laufe des Winterschlafes kann Weibchen mehrfach von verschiedenen Männchen begattet werden. Befruchtung der Eizelle erfolgt jedoch nicht im an die Paarung sondern erst nach Beendigung Winterschlafes. So wird verhindert dass das Weibchen die Schwangerschaft einen zu hohen Energieaufwand hat die Jungtiere erst in der warmen Jahreszeit werden. Nach Beendigung des Winterschlafes etwa Ende wandern die Fledermäuse in ihre Sommerquartiere. Dabei sich die Männchen meist Tagesquartiere die als für die Jagd dienen. Die Weibchen sammeln in den Wochenstuben in denen sie ihre gebären. Auch die Weibchen jagen. Dabei lassen die Jungtiere im Quartier zurück wo sie mit anderen verlassenen Jungtieren regelrechte Fledermaustrauben bilden. dem Jagdflug erkennt jede Mutter ihr Junges setzt es an ihren Zitzen zum Säugen Ab Ende August werden die Jungen dann ihren Müttern verlassen und finden sich selbstständig den Winterquartieren ein

Heimische Arten

Zu den heimischen Fledermäusen gehören die Arten. In der Liste sind auch einige der Nachbarländer und Irrgäste aufgeführt.

  • Hufeisennasen ( Rhinolophidae )
    • Große Hufeisennase ( Rhinolophus ferrumequinum )
    • Kleine Hufeisennase ( Rhinolophus hipposiderus )
    • Mittelmeer-Hufeisennase ( Rhinolophus euryale )

  • Glattnasen ( Vespertilionidae )
    • Wasserfledermaus ( Myotis daubentonii )
    • Teichfledermaus ( Myotis dasycneme )
    • Große Bartfledermaus ( Myotis brandtii )
    • Kleine Bartfledermaus ( Myotis mystacinus )
    • Wimperfledermaus ( Myotis emarginatus )
    • Fransenfledermaus ( Myotis nattereri )
    • Bechsteinfledermaus ( Myotis bechsteinii )
    • Großes Mausohr ( Myotis myotis )
    • Kleines Mausohr ( Myotis blythii )
    • Großer Abendsegler ( Nyctalus noctula )
    • KleinerAbendsegler ( Nyctalus leisleri )
    • Breitflügelfledermaus ( Eptesicus serotinus )
    • Nordfledermaus ( Eptesicus nilssoniis )
    • Zweifarbfledermaus ( Vespertilio murinus )
    • Zwergfledermaus ( Pipistrellus pipistrellus )
    • Rauhhautfledermaus ( Pipistrellus nathusii )
    • Weißrandfledermaus ( Pipistrellus kuhlii )
    • Alpenfledermaus ( Hypsugo savii )
    • Braunes Langohr ( Plecotus auritus )
    • Graues Langohr ( Plecotus austriacus )
    • Mopsfledermaus ( Barbastella barbastellus )
    • Langflügelfledermaus ( Miniopterus schreibersii )

Eine Reihe weiterer Arten sind in heimisch darunter auch ein Vertreter der Bulldoggfledermäuse (Mollossidae) die Europäische Bulldoggfledermaus Tadarida teniotis .

Vampirfledermäuse

Nur ganze 3 Arten in Südamerika der Gemeine Vampir ( Desmodus rotundus ) der Weißflügelvampir ( Diaemus youngi ) und der Kleine Blutsauger auch Kammzahnvampir ( Diphylla ecaudata ) ernähren sich vom Blut anderer Säugetiere oder Vögel. Dabei saugen ihrem Opfer z.B. Rindern das Blut nicht sondert raspeln mit ihren messerscharfen Zähnen die etwas ab und lecken das ausfließende Blut was ihre Opfer normalerweise nicht bemerken. Sie ein hoch entwickeltes Sozialverhalten; beim Gemeinen Vampir hungrige Tiere von Artgenossen gefüttert weil diese auf tägliche Nahrungsaufnahme angewiesen ist.

Vampire können dem Menschen nur als gefährlich werden. Besonders die Tollwut wird von ihnen übertragen.

Sonstiges

Am 24. November 2002 verursacht ein Fledermausbiss den ersten Tollwutfall bei einem Menschen in Großbritannien seit Jahren.

Weblinks



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