Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Fotopapier


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Fotopapier im klassischen Sinne ist ein lichtempfindlich Material die Unterlage besteht zumeist aus Papier zur Herstellung von schwarzweißen oder farbigen Aufsichtsbildern.

Seitdem vor allem Tintenstrahldrucker Ausdrucke in Fotoqualität liefern können gibt dafür besonders geeignetes Druckerpapier. Dieses wird ebenfalls als Fotopapier bezeichnet in diesem Artikel aber behandelt.

Inhaltsverzeichnis

Klassisches Fotopapier für schwarzweiße Bilder

Barytpapier

Das klassische Fotopapier für ein schwarzweißes besteht aus einem festen maßhaltigen papiernen Träger den eine weiße Schicht aus Bariumsulfat (auch Baryt genannt) und anschließend eine Schicht aufgebracht worden ist. Die lichtempfindliche Schicht wie in der klassischen Fotografie üblich aus in Gelatine aufgeschlämmten (Fachbegriff: suspendierten ) Silberhalogenidkörnchen in der Hauptsache Silberbromid. Die Schicht wird wie bei anderen fotografischen Materialien als Emulsion bezeichnet obwohl es sich tatsächlich um Suspension handelt.

Das Silberhalogenid des Fotopapiers ist nur blaues und violettes Licht empfindlich weswegen es bei rotem oder Dunkelkammerlicht verarbeitet werden kann.

Nach der Belichtung (d.h. der Projektion eines schwarzweißen Negativs weißem Licht auf die lichtempfindliche Oberfläche des Zeitdauer und Intensität sind dabei genau zu um eine korrekte Belichtung zu erzielen) in sogenannten Vergrößerer (sieht aus wie und hat die Funktion eines von oben nach unten Diaprojektors ) wird das Fotopapier entwickelt fixiert gewässert getrocknet. Um glänzende und halbwegs maßhaltige Abzüge erzielen ist die Verwendung einer Trockenpresse auch genannt sinnvoll.

Die entstehenden Papierbilder haben wenn sie verarbeitet wurden eine hohe Bildqualität d.h. reine tiefes Schwarz und gute Grauabstufungen. Allerdings sind Papierbilder nicht besonders maßhaltig denn beim Durchlaufen Nassverarbeitung und dem anschließenden Trocknen verzieht sich Papierunterlage. Die Haltbarkeit dieser Bilder ist die höchste aller Fotomaterialien sie liegt bei 100 Jahren und mehr.

Der größte Nachteil der Barytpapiere ist hoher Verarbeitungsaufwand. Insbesondere die letzte Nassphase die muss wenigstens 30 Minuten dauern denn bei vorhergehenden Entwicklung und Fixage saugt sich der Träger mit Chemikalien voll die bei der entfernt werden müssen ansonsten ist das Bild haltbar.

Barytpapiere werden deshalb heute nur noch besonders hochwertige Foto-Ausarbeitungen benutzt.

PE-Papiere

Bei PE-Papieren ist der Papierträger auf Seiten mit einer Schicht aus dem Kunststoff Polyethylen (Abkürzung: PE) kaschiert. Die PE-Umhüllung verhindert Eindringen von Chemikalien und Wasser in die Papierschicht dadurch reduzieren sich Verarbeitungszeiten erheblich insbesondere bei der Schlusswässerung hier nun drei Minuten bei fließendem Wasser. Die kann an der Luft erfolgen zum Beispiel auf Zeitungspapier im von ein paar Stunden soll es schneller gibt es Geräte (PE-Trockner) die dies mit in ein paar Minuten erledigen.

PE-Abzüge sind wesentlich maßhaltiger als Baryt-Abzüge.

Ein Nachteil ist ihre wohl geringere das Polyethylen hält so liest man nicht 30 Jahre sind ein realistischer Wert danach mit Sprödewerden und Ablösung zu rechnen.

Auch das Bildsilber (die Schwärzung eines Schwarzweißbildes besteht aus fein verteiltem und daher erscheindendem Silber ) ist in PE-Abzügen weniger gut haltbar Papierschicht in Barytabzügen kann schädliche Substanzen die das Bildsilber einwirken und es verändern oder können zu einem gewissen Grad absorbieren und von dem Bildsilber fern halten.

Klassisches Fotopapier für farbige Bilder (Farbpapiere)

Farbpapiere unterscheiden sich von Schwarzweißpapieren durch Art der lichtempfindlichen Schicht:

Um alle Farben möglichst naturgetreu wiederzugeben (von oben nach unten) je eine blau - grün - und rotempfindliche Schicht vorhanden. Bei der Verarbeitung entstehen diesen Schichten Farbstoffe in der jeweiligen Komplementärfarbe d.h. Gelb Purpur (auch Magenta genannt) und Blaugrün (auch Cyan genannt).

Dementsprechend ist die auch Verarbeitung erheblich Die einzelnen Verarbeitungsschritte müssen hinsichtlich Dauer und temperatur genau eingehalten werden um Farbstiche zu

In der Farbfotografie haben PE-beschichtete Papiere Baryt-Papiere völlig verdrängt.

Farbnegativpapiere (Herstellung von Farbbildern von Farbnegativen)

Der weitaus größte Anteil von Farbbildern nach Farbnegativen hergestellt. Die Bildqualität ist zumeist besser als bei Farbbildern nach Dias da auf die anschließende Herstellung von Farbbildern besonders sind (weiche Gradation Farbmaskierung zur Kompensation von Fehlabsorptionen der Schichtfarbstoffe).

Farbpositivpapiere (Herstellung von Farbbildern von Farbdias)

Die Aufgabe von Farbpositivpapier ist aus sehr kontrastreichen Vorlage Farbdia ein brauchbares Aufsichtsbild erzeugen. Das ist schwieriger als es zunächst Anschein haben mag. Das Positivpapier muss sehr arbeiten um die hohen Kontraste abzumildern denn Gegensatz zum Dia (etwa 1:1000) kann ein nur einen erheblich geringeren Kontrastumfang (etwa 1:100) Unter der Kontrastverflachung leidet auch die Sättigung der Farben. Trotzdem enthält das Farbbild ausgefressene Lichter und zulaufende Schwärzen.

Deshalb hielt in diesem Nischenbereich die Digitaltechnik früh Einzug: Schon seit den frühen Jahren werden zur Herstellung von Farbbildern nach zunächst die Dias digital gescannt der Scan eine automatische Kontrastkorrektur anschließend wird das korrigierte Bild auf Farbnegativpapier ausbelichtet.

Einen erwähnenswerten Sonderfall unter den Farbpositivpapiere das Ilfochrome-Papier (früher: Cibachrome): Es arbeitet nach anderen physikochemischen Verfahren als alle anderen Farbfilme -papiere dieses Verfahren heißt Silberfarbbleichverfahren dabei werden Farbstoffe im Laufe des Prozesses je nach mehr oder weniger stark ausgebleicht. Die dabei Farbstoffe sind sogenannte Azofarbstoffe sie sind leuchtender lichtechter als alle anderen Fotofarbstoffe.

Nachteilig an dem Verfahren ist die geringe Lichtempfindlichkeit des Materials und der hohe der Abzüge (für Fotopapier plus Verarbeitungschemikalien Geräte gerechnet) weswegen es niemals auf dem Massenmarkt verwendet wurde.




Bücher zum Thema Fotopapier

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Fotopapier.html">Fotopapier </a>