Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die frühmittelhochdeutsche Literatur ist die Phase der Literaturgeschichte die in der 2. Hälfte des 11. Jahrhunderts einsetzt und bis etwa 1170 reicht. Vor allem entstehen religiös belehrende ermahnende Texte in mittelhochdeutschen Reimpaarversen die sich besonders an Laien wenden.
Heilsgeschichtliche Darstellungen z.B. das Ezzolied (um 1065 ) Legendendichtung z.B. das Annolied (um 1077 ) alt- und neutestamentliche Bibelepik (Genesis Exodus u.a. Leben Jesu u.a.m.) dogmatische Darlegungen z.B. das Anegenge die Rede Glauben eschatologische Dichtungen (Jüngstes Gericht Antichrist) und Mariendichtung prägten erste Phase dieser Geistlichendichtung die von einer Einflussname auf den Laienadel bestimmt ist.
Um die Mitte des 12. Jahrhunderts gewinnt die Geschichtsepik als weltlich orientierte erstmals poetischen Rang. Das bedeutendste Werk die Kaiserchronik mit rund 17.000 Versen erzählt episodenhaft die Geschichte des römischen Kaisertums von Gründung Roms bis zu Konrad III. Das Rolandslied des Pfaffen Konrad schildert den Kampf Karls des Großen und seiner Paladine gegen die Sarazenen in Spanien sowie den Tod Rolands einem Verrat. Mit dem Rolandslied macht sich erstmals der Einfluss französischer Stoffe und Gestaltungsweisen der die deutsche Literatur für die nächsten und Jahrhunderte prägen soll.
Den Vorwurf der Lüge konnten sich jene weltlichen Dichtungen zuziehen die aufgrund ihrer Abenteuer den Namen Spielmannsepik erhalten haben ohne man Spielleute als Autoren dieser Werke nachweisen kann.
Am Ende dieser Periode und dem der nächsten steht Heinrichs von Veldeke Eneasroman ( Eneit ) der mit seinen reinen Reimen und Betonung der Minne neben der ritterlichen Kampfesethik den Übergang höfischen Epik des Hochmittelalters schafft.
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