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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenDonnerstag, 25. August 2016 

Frage


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Inhaltsverzeichnis

Die Frage in der deutschen Grammatik

Eine Frage ist ein Satz der dazu dienen kann:

  • eine Bitte zu äußern.
  • Informationen von jemandem einzuholen.
  • jemanden zum Denken anzuregen ( Rhetorische Frage ).

Es gibt Ergänzungsfragen und Entscheidungsfragen. Zur von Ergänzungsfragen dienen Fragewörter z. B. wer wo und wann. Sie am Satzanfang. Die Antwort ist eine Ergänzung dem Fragewort entspricht.

Entscheidungsfragen bei denen die Antwort ja oder nein lauten muss beginnen mit der finiten Verbform . Beispiele :

  • Hast Du einen Computer?
  • Reisen Sie bereits morgen ab?
  • Kommt er heute nicht?
  • Kann dies nicht warten?

Entscheidungsfragen können die Form eines Aussagesatzes Dann wird beim Sprechen am Satzende die gehoben um sie als Frage zu kennzeichnen.

  • Du hast einen Computer?

Fragen können aussehen wie eine Entscheidungsfrage eine solche zu sein.

Auf

  • Können Sie mir bitte mal sagen wie es ist?"
erwartet man nicht die Antwort "ja" "nein" sondern die Uhrzeit oder "nein". Wenn mit "nein" antwortet erfordert das höflicherweise eine Begründung.

Das Heben der Stimme am Ende Fragesatzes (betonen) ist nicht unbedingt notwendig da Frage bereits ausreichend gekennzeichnet ist durch das oder die gebeugte Verbform am Satzanfang. Die Intonation ist auch regional unterschiedlich.
Fragen enden im Deutschen immer mit Fragezeichen ??? . Siehe Satzzeichen .

Die Frage in Interviews

Interviews werden im Journalismus und der empirischen Sozialforschung häufig gebraucht. Dort nimmt die Frage methodische Stellung ein. Man unterscheidet verschiedene Typen Fragen:

  • geschlossene Fragen:
Solche Fragen lassen sich in der relativ kurz und eindeutig Beantworten. Zum Teil hier Antwortkategorien vorgegeben. Man verwendet diese Form in Fragebögen . Beispiel: Wie alt sind sie?
  • offene Fragen:
Eine offene Frage lässt sich in Regel nicht in einem Wort oder einem beantworten. Beispiel: Was waren die entscheidenden Ereignisse ihrer Kindheit?
  • suggestive Fragen:
Eine vermeintlich richtige Antwort wird bereits in Frage vorgegeben. Meist indem eine Wertung mit die Frage einfließt. Beispiel: Meinen sie nicht auch dass die Bundesregierung ihrer miserablen Politik abgewählt werden sollte?




Die Frage als Tool im Seminar- und



Wer fragt der führt -- dies gilt im Bereich der Erwachsenenbildung und des Seminarwesens!

Die Qualität der Antwort bzw. des Nachdenkprozesses hängt wesentlich von der Formulierung der ab.

Zu bedenken beim Ausformulieren einer Frage


  • Konkrete Zielformulierung was ich als LeiterIn mit Fragestellung überhaupt erreichen will
  • Einhaltung des PAKKO-Schemas (siehe unten)
  • Keine Diskussionen über die Fragestellung provozieren (außer Effekt ist beabsichtigt)
  • Nur eine Frage gleichzeitig formulieren/ Doppelfragen vermeiden zur Verwirrung)
  • Schlagworte vermeiden (können zu Polarisierungen oder ungewollten beitragen)
  • In der Vorbereitung bereits mögliche Antworten antizipieren/
  • Ausreichend Background-Info zur Fragestellung und verwandten Themenkreisen (bei Nachfragen etc.)
  • Fragen positiv formulieren. Antworten auf negativ formulierte sind oft mehrdeutig oder schlecht zu verstehen doppelte Verneinung ). Beispiel: "Kommst du mit?" ist eine Frage. "Kommst du nicht mit?" ist nicht Gegenteil davon sondern hat zusätzliche Konnotationen wie Beispiel eine vorherhehende Vermutung oder Unterstellung der würde ja sowieso nicht mitkommen. Die Antwort "ja" oder "nein" ist auch nicht ohne möglich da sie missverstanden werden kann.

PAKKO SCHEMA

(ist eine Art "Checkliste" Akronymliste für im Seminarbereich)

 P für persönlich  
A für aktivierend
K für kurz
K für konkret
O für offen

Eine Frage soll die Angesprochenen zum anregen und nicht verwirren. Daher sind direkt die TeilnehmerInnen gerichtete Fragen kurz und in Form am besten für den Lernprozess geeignet.


Zitate

  • Es gibt keine dummen Fragen sondern nur Antworten.
  • ... und die manchmal zutreffendere Variante: "Es keine dummen Fragen nur dumme Frager."

  • Wenn man vor einer Frage steht die nicht mehr endgültig klären lässt sollte man eine Antwort wählen die einem das Leben macht. ("Siska" in "Letzte Zuflucht")

Große Fragen der Menschheit

"Die "Großen Fragen der Menschheit" werden vom Mythos der Philosophie und Religion behandelt. Für die Auseinandersetzung des Individuums den alltäglich entstehenden "Großen Fragen" könnte nach mancher Forscher das Träumen eine wichtige Rolle spielen."
  • Wo komme ich her? Wo gehe ich Wer ist grösser? (transzendentale Dimension)
  • Wer bin ich? Wer kann ich werden?
  • Wie entstand das Universum?
  • Wie entstand das Leben ?
    • Entstand es von alleine auf der Erde?
      • Wie entstand die Ursuppe und wie war zusammengesetzt?
    • Kam es von außen auf die Erde?
    • Wurde es von Gott geschaffen?
  • Ist die Evolution zielgerichtet?
  • Wie entstehen Naturgesetze ?
  • Ist unser Wille frei?
  • Woraus besteht Materie ?
  • Ist die Seele unsterblich?

Praktische Fragen der Menschheit


Literatur

Rolf-Michael Hahn & Nicolai Stickel (2000): gefragt ist fast gewonnen. Erfolgreiche Fragetechniken für und Privatleben ( ISBN 3-499-60871-5 )



Bücher zum Thema Frage

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