Der "Marschall von Luxemburg" aus dem Geschlecht der Montmorency war einer der berühmtesten Feldherrn des 17. Jahrhunderts und einer der wichtigsten Generale Ludwigs Seine kriegerischen Erfolge seine Grausamkeit und auch glanzvoller Wiederaufstieg nachdem er in der Bastille war brachten ihn in den Ruf mit Teufel im Bunde zu stehen was die war für die seit ca. 1680 bekannte vom Herzog von Luxemburg die in Form Pamphleten Volksbüchern und Flugschriften in Holland und aber auch in Deutschland weit verbreitet war.
François Henri de Montmorency später de comte de Luxe et de Bouteville später Duc de Piney ( genannt de Luxembourg ) und Pair de France Seigneur de Précy de et de Bouqueval der Gefährte und Nachfolger des großen Condé wurde am 8. Januar 1628 in Paris geboren. Sein Vater François de Montmorency-Bouteville (1600-1627) war sechs Monate zuvor auf Place de Grève enthauptet worden weil er den Marquis Beuvron im Duell getötet hatte aber seine Charlotte de Montmorency Prinzessin der Condé nahm seiner an und erzog ihn zusammen mit eigenen Sohn Louis dem Herzog von Enghien der künftige Prince de Condé zu Lebzeiten seines Vaters genannt wurde.
Der junge Montmorency schloss sich seinem an und teilte dessen Erfolge und Rückschläge der Fronde . Er kehrte 1659 nach Frankreich zurück und wurde begnadigt. der sich sehr an die Herzogin von (1626-1695) Montmorencys Schwester angeschlossen hatte arrangierte die seines Cousins mit der besten Partie Frankreichs Charlotte de Clermont-Tonnerre Herzogin von Luxemburg-Piney Prinzessin Tingry und Erbin des Herzogtums Luxemburg ( 1661 ). Nach der Hochzeit wurde Montmorency jure uxoris zum Herzog von Piney-Luxemburg erhoben und Pair von Frankreich ernannt.
Wappen des Marschalls von Luxemburg
Bei Ausbruch des Devolutionskrieges ( 1667 - 68 ) hatte Condé und somit auch der Herzog von wie Montmorency jetzt genannt wurde kein Kommando in der zweiten Kampagne diente Luxembourg bei der Eroberung der Franche-Comté als Generalleutnant und Condés Stellvertreter.
Während der folgenden Friedensjahre erhielt sich Luxembourg die Gunst Louvois ' und erhielt 1672 nach der Rückkehr des Königs nach den Oberbefehl in den Niederlanden. Er schlug Prinzen von Oranien bei Woerden verwüstete Holland und führte 1673 den berühmten Rückzug von Utrecht nach Maastricht mit 20.000 Mann im Angesicht der 70.000 Mann mehr als dreifach überlegenen feindlichen Mit dieser militärischen Glanzleistung sicherte sich Montmorency-Luxembourg Platz in der ersten Garde der Heerführer. 1674 wurde er zum Hauptmann der Leibgarde 1675 zum Marschall von Frankreich ernannt. 1676 wurde er an die Spitze der gestellt konnte aber die Einnahme Philippsburgs durch Karl von Lothringen nicht verhindern. erstürmte 1677 Valenciennes und schlug 1678 den von Oranien der ihn nach der Unterzeichnung Friedens von Nimwegen bei St. Denis angegriffen
Seit langem entzweit mit dem allmächtigen der ihn in die affaire des poisons (Giftmischerinnenaffäre siehe La Voison) zu verwickeln versuchte und in der Bastille einkerkern ließ blieb er elf Jahre Kommando. Wie aber Rousset in seiner Histoire de Louvois gezeigt hat war dieser Streit vermutlich vorgetäuscht. Zwar verbrachte Montmorency im Jahre 1680 Monate in der Bastille nahm aber nach Entlassung seinen Posten als capitaine des gardes sofort wieder ein.
Als 1690 der Krieg wieder ausbrach erkannten Louvois der König daß Montmorency der einzige war der mit dem Prinzen von Oranien aufnehmen konnte übertrugen ihm das Kommando über die Armee Flandern . Am 1. Juli 1690 erkämpfte er einen großen Sieg gegen Fürsten von Waldeck bei Fleurus. Im folgenden kommandierte er die am 18. September 1691 bei Leuze siegreiche Armee.
Im nächsten Feldzug deckte er des Belagerung von Namur und schlug am 5. Juni 1692 Wilhelm von Oranien bei Steenkerken. Am 29. Juli 1693 erkämpfte er bei Neerwinden in einer blutigsten Schlachten des 17. Jahrhunderts seinen größten Sieg gegen seinen alten Seinem König Ludwig XIV. meldete er in lakonischen Schreiben den Sieg:
"Vos ennemis ont fait des merveilles vos encore mieux. Les Princes de votre sang sont surpassés. Pour moi Sire je n'ai mérite que d'avoir exécuté vos ordres. Vous dit d'attaquer une ville et de livrer bataille ; j'ai pris l'une et j'ai l'autre."
"Ihre Feinde haben ihr Bestes gegeben Ihre noch mehr. Die Prinzen Ihres Geblüts haben selbst übertroffen. Ich selbst Sire habe keinen Verdienst als Ihre Befehle ausgeführt zu haben. haben mir aufgetragen eine Stadt anzugreifen und Schlacht zu schlagen. Ich habe die eine und die andere gewonnen."
Danach wurde er le tapissier de Nôtre Dame genannt wurde wegen der großen Zahl Fahnen die er nach Paris schickte und in der Kathedrale aufgehängt wurden. Bei seiner wurde er von allen umjubelt nur der empfing den Verwandten und Anhänger der Condés kühl. Saint-Simon (1675-1755) beschreibt im ersten seiner Memoiren wie Luxembourg statt dem ihm gemäß seinem Patent 1661 zustehenden achtzehnten Platz unter den Pairs Frankreich einzunehmen den zweiten Platz in der für sich beanspruchte da er durch seine Herzog von Piney sei und sich auf älteres Patent von 1571 berief.
Im Feldzug von 1694 tat Luxembourg wenig in Flandern außer daß er Angesicht des Feindes den berühmten Marsch von nach Tournay führte. Nach seiner Rückkehr nach erkrankte er und starb im Januar 1695 . Während seiner letzten Atemzüge besuchte ihn berühmte Jesuit und Hofprediger Louis Bourdaloue (1632-1704) über seinen Tod sagte "Ich habe nicht Leben gelebt aber ich wünsche mir seinen zu sterben".
Montmorency war wegen seiner Härte und brutalen Kriegsführung in den Niederlanden gefürchtet und seiner Grausamkeit verhaßt. Seine moralischen Ansichten und Qualitäten waren selbst für damalige Verhältnisse nicht Besten auch zeigte er kaum Anzeichen einer Überzeugung. Er war klein bucklig verwachsen galt indolent und schwächlich. Aber als General war Condés Meisterschüler. Obwohl er wie auch Condé der Organisation der Feldzüge eher träge war er während der Schlacht wenn es in Situationen darauf ankam durch glückliche Eingebungen gesegnet sein und traf die richtigen Entscheidungen gegen weder Wilhelms Eifer noch die Standhaftigkeit der oder englischen Soldaten bestehen konnten. Sein Tod Catinats mangelndes Geschick zogen den Schlußstrich unter zweite Phase der militärischen Unternehmungen Ludwigs XIV. Luxembourgs und Catinats militärische Fähigkeiten reichten zwar an Condé oder Turenne aber sie waren doch ihren Nachfolgern und Villeroi weit überlegen.
Der Herzog von Luxemburg war auch für seinen scharfen Witz. Eine seiner schlagfertigen bezog sich auf seine körperliche Mißbildung. Sein Gegner Wilhelm von Oranien soll so wurde berichtet gesagt haben: "Niemals gelingt es mir verfluchten Buckligen zu schlagen!". Luxembourg erwiderte: "Woher will er wissen daß einen Buckel habe? Er hat mich ja nie von hinten gesehen".
Da er häufig äußerte er wolle gern "dem Teufel ergeben wenn sein König immer siegreich durch ihn sei" - was auch meistens der Fall war - und den Prozeß der Giftmischerin Voisin ( "affaire de poisons" ) verwickelt war hieß es er sei dem Teufel im Bunde und so entstand nach seinem Tode die Fama der Teufel ihn geholt.
François-Henri de Montmorency-Luxembourg hinterließ vier Söhne denen der jüngste Christian-Louis (1675-1746) als Marechal de Montmorency 1734 ebenfalls Marschall von Frankreich wurde.
Kurtzer Bericht darinnen das Verbündniß enthalten in der Bastille zu Pariß in Verhafft Duc de Luxembourg so er mit leidigen 1659. biß 1695. und also in die Jahr getroffen und dessen schreckliches Ende. Dargethan deßen damahligen Cammer-Diener erschienen 1700
Des Weltberuffenen Hertzogs von Luxenburg Gewesenen Frantzösischen Generals und Hof-Marschalls Pacta oder Verbündniß dem Satan Und das darauf erfolgte Erschreckliche [...] Franckfurth und Leipzig 1716
Le Mareschal de Luxembourg au Lit la Mort. Tragi-Comedie. A Cologne Chez Pierre MDCXCV
Jean de Beaurain: Histoire militaire du duc de Luxembourg Den Haag & Paris 1756
ders.: Mémoires pour servir a l'histoire du maréchal de Luxembourg Den Haag & Paris 1758
Courcelles: Dictionnaire des generaux français Paris 1823 Bd. 8
Desormeaux: Histoire de la maison de Montmorency 1764 Bd. 4 + 5
Camille Rousset: Histoire de Louvois 1861-1863 4 Bände
A. Kippenberg: Die Sage vom Herzog Luxemburg und die historische Persönlichkeit ihres Trägers 1901
Pierre de Ségur La Jeunesse du marechal de Luxembourg 1628-1668 erschienen 1900;
ders.: Le Marechal de Luxembourg et le prince 1668-1678 erschienen 1902
ders.: Le Tapissier de Notre-Dame. Dernieres annees du de Luxembourg 1678-1695 erschienen 1904
Henri Pigaillem: Le Tapissier de Notre-Dame: Vie du maréchal Luxembourg Monaco 2002 ISBN 2268042367
HTML-Code zum Verweis auf diese Seite: <a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Fran%E7ois_Henri_de_Montmorency-Bouteville.html">François Henri de Montmorency-Bouteville </a>