1943 Die Innenstadt wird bei einem Bombenangriff ca. 90% zerstört
In einer Urkunde des Klosters Lorsch aus dem Jahr 772 wird die Gemeinde die ursprünglich Franconodal heißt und eine Gründung aus dem späten 5. Jahrhundert ist erstmals erwähnt. Bis ins 12. Jahrhundert bleibt der Ort allerdings abseits des Geschehens.
Erst die Gründung eines Augustiner-Chorherrenstiftes durch den Wormser Adligen Erkenbert im 1119 und eines Frauenstiftes durch seine Gattin sechs Jahre später führt zu einer grundlegenden des dörflichen Lebens. Vor allem das Chorherrenstift sich sehr schnell zu einem wirtschaftlichen und Zentrum das in die gesamte Region ausstrahlt. Frankenthal erlebt seine erste Blütezeit. besonderer Bedeutung ist das Scriptorium des Klosters dem zahlreiche kunsthistorisch wertvolle Handschriften entstehen.
Während das Frauenstift bereits im 15. Jahrhundert geschlossen wird besteht das Chorherrenstift bis 16. Jahrhundert . 1562 wird es allerdings durch Kurfürst Friedrich III. aufgehoben und einer Gruppe flämischer Flüchtlinge zur Verfügung gestellt die ihre Heimat wegen ihres reformierten Glaubens hatten verlassen Die kleine Gemeinde unter deren Mitgliedern sich Maler Gold- und Silberschmiede Gobelinwirker Textilfabrikanten und Kaufleute befinden prosperiert schnell und wird bereits Jahre 1577 zur Stadt erhoben.
Dem Niedergang aber folgt bald neuer Im 18. Jahrhundert wird Frankenthal dritte Hauptstadt der Kurpfalz und avanciert zum Experimentierfeld staatlich-merkantilistischer Wirtschaftsförderung . Über 20 Manufakturen entstehen in der Stadt. Sie stellen allem Galanteriewaren her. Unter ihnen befindet sich auch eine Glockengießerei auf die die heutigen Betriebe der Stadt zurückgehen. Besondere Bedeutung erlangt die 1755 errichtete Porzellanmanufaktur die zwar nur 45 Bestand hat deren Produkte aber noch heute Ruf genießen und als wertvolle Antiquitäten gehandelt werden. Ein Kanal 1781 vollendet verbindet Frankenthal mit dem nahen Rhein .
Die Wirren der Französischen Revolution bereiten auch dieser dritten Blütezeit ein Ende. Von 1798 bis 1815 befindet sich Frankenthal unter französischer Verwaltung ist Kantonshauptstadt im Département Mont Tonnerre . Nach dem Wiener Kongress wird die Pfalz bayerisch Frankenthal aber lange Zeit ein "unbedeutendes Landstädtchen" wie ein Beobachter notiert.
Erst mit der Industriellen Revolution stellt sich neuer Aufschwung ein. Durch Gründung der Firmen KKK Albert KSB und & Balcke in den Jahren 1859 - 1899 wird die Stadt zu einem bedeutenden der metallverarbeitenden Industrie. Die in Frankenthal hergestellten Turbinenkessel und Druckmaschinen genießen weltweiten Ruf. Auch Zahl der Einwohner steigt rapide an. 1850 sind es 4.767 fünfzig Jahre später heute ca. 50.000.
Die in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts errichtete und längst zu eng gewordene Stadtmauer wird um die Jahrhundertwende bis auf Reste beseitigt die Innenstadt dicht bebaut. 1919 werden die drei nahe der Stadt Dörfer Flomersheim Mörsch und Studernheim eingemeindet. Neubaugebiete neue Industrien entstehen.
Am 23. September 1943 wird Frankenthal durch Bomben stark zerstört verliert einen Großteil seiner älteren Bebauung die kann in den 1950er und 1960er Jahren aber sehr schnell wieder an wirtschaftlichen und urbanen Traditionen anknüpfen.
Im Rahmen der kommunalen Gebietsreform in wird Eppstein im Jahre 1969 eingemeindet.
Frankenthal so schwärmte der Dichter August von Platen im Jahre 1815 sei ein "gar so schöngebautes Städtchen" der schönsten in der ganzen Pfalz . Nicht nur die Frankenthalerinnen und Frankenthaler überzeugt dass dies immer noch Gültigkeit besitzt.