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Frauenrecht


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Zu verschiedenen Zeiten hatte der Begriff Frauenrechte verschiedene Bedeutungen.

Inhaltsverzeichnis

Antike

In der Antike: in Griechenland waren besondere nur den verheirateten Frauen vorbehaltene Rechte privilegia mulierum ). In Sparta nahmen sie eine besonders hervorgehobene Stellung Dame ( kyria ) ein. Sie hatte das Verfügungsrecht über eigenes Vermögen. Mit der spätgriechischen Stoa wurde Emanzipation z.B. in der Bildung sowie verschiedenen (Schauspielerinnen Sängerinnen Ärztinnen Dichterinnen Sportlerinnen) durchgesetzt.

War die Frau im antiken Rom auch vom Mann abhängig genoss sie als Hausherrrin ( domina ) Ansehen und nahm am gesellschaftlichen Leben Im Staatskult nahmen Vestalinnen eine geachtete Stellung ein. In der Kaiserzeit wuchsen die Rechte der Frauen so sie Einfluss auf das politische Leben ausüben Octavia Livia ) oder selbständig die Ehe schließen und konnten.

In der Spätantike wurden die Rechte der Frauen durch Einflüsse des Christentums eingeschränkt.

siehe auch: Römische Frauen Frauen der Antike

Von der Aufklärung bis in die Rechte der Frau als Bürgerin

In der "ersten" Frauenbewegung handelte es sich bei den eingeforderten um die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der mit den Männern (Recht auf politische Mitbestimmung Recht auf Bildung Recht auf Arbeit Recht auf eigenen Besitz etc.)

Mitte 20. Jahrhundert bis heute: Rechte Frau auf Menschenrechte

Ab den 1980er Jahren wurde von Feministinnen weltweit immer kritisiert dass die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte und ihre Umsetzung vielfach ungenügend seien Menschenrechtsverletzungen an Frauen aus mehreren Gründen nicht Kenntnis genommen oder vernachlässigt würden.

Kritik an der Allgemeinen Erklärung der

Kritikerinnen und Kritiker wiesen darauf hin insbesondere Artikel 12 ( "Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben Familie seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden." ) von vielen Ländern und Regierungen wiederholt benutzt würde Menschenrechtsverletzungen an Frauen als "Privatsache" behandeln und das Recht von Männern auf Privatsphäre seine Familie und "seiner Ehre" höher gewertet wurde das Recht der Frauen z.B. auf körperliche

Als weiterer Punkt wurde die einseitige der Menschenrechtsdeklaration auf den Schutz des Individuums Übergriffen durch den Staat kritisiert. Schutz vor durch Privatpersonen war in der UN-Menschenrechtsdeklaration von nicht vorgesehen.

Ein dritter Kritikpunkt lag in der dass die spezifische Situation von Frauen in Menschenrechtserklärung nicht vorgesehen war: So seien laut Kritikern und Kritikerinnen Frauen vielerorts denselben Menschenrechtsverletzungen Männer ausgesetzt (zum Beispiel Verfolgung aufgrund der oder der Rasse) aufgrund ihres Geschlechtes kämen weitere frauenspezifische Menschenrechtsverletzungen wie beispielsweise sexuelle Folter Zwangsprostitution hinzu.

Der vierte von Feministinnen angebrachte Kritikpunkt sich auf die Tolerierung von Menschenrechtsverletzungen aufgrund Unterschiede". So sei es noch bis weit die 1990er Jahren üblich gewesen systematische und bedingte Menschenrechtsverletzungen an Frauen (wie sie beispielsweise Afghanistan oder im Iran vorkamen) im Namen der kulturellen Unterschiedlichkeit tolerieren. Insbesondere Frauenrechtsorganisationen aus den betroffenen Ländern noch heute die Universalität und Unteilbarkeit der Menschenrechte auch für Frauen und in Ländern in deren kultureller Tradition dies vorgesehen ist.

Menschenrechte oder Frauenrechte?

Die oben aufgeführten eng miteinander verflochtenen führten laut den Kritikerinnen und Kritikern lange dazu dass strukturell bedingte Menschenrechtsverletzungen an Frauen Menschenrechtsverletzungen wegen ihres Geschlechts ein Widerspruch mit Artikel 1 und der Allgemeinen Menschenrechtserklärung) oft nicht als Verletzung Menschenrechte wahrgenommen wurden sondern von Internationalen Organisationen NGOs als Spezialfall eben als "Frauenrechte" und als "Menschenrechte" behandelt wurden. Feministinnen brachten insbesondere Kritik gegen Amnesty International und Human Rights Watch vor sie würden die spezifischen Frauenproblematiken Aufmerksamkeit schenken. Der UNO und ihren Gremien vorgeworfen dass beispielsweise sexuelle Übergriffe in bewaffneten und Kriegen als "Privatangelegenheit" und nicht als behandelt wurde.

Mit dem in den 1990er Jahren kreierten Slogan "Frauenrechte sind Menschenrechte" Organisationen wie Terre des Femmes darauf aufmerksam es auch geschlechtsspezifische Menschenrechtsverletzungen gibt von denen Frauen vielerorts betroffen und forderten die Universalität und Untrennbarkeit der Menschenrechte auch für Angehörige des Geschlechtes sowie eine Ausweitung der Allgemeinen Deklaration Menschenrechte auf den so genannt privaten Raum.

Hauptschwerpunkte der Aktionen moderner Frauenrechtsorganisationen sind Zwangsprostitution Zwangsheirat Ehrenmorde gezielte Abtreibungen an weiblichen Föten Infantizid weiblichen Säuglingen weibliche Genitalverstümmelung ein Recht auf Schulbildung auch für etc.

Kritik an diesem Konzept

Heutzutage wird das Wort "Frauenrechte" meist der vom Feminismus oder der von der Frauenbewegung geprägte Begriff verwendet der letzten Endes die Rechte anspricht die in der Allgemeinen der Menschenrechte aufgenommen wurden. Allerdings wird seitens der Kritik an den Menschenrechten insofern geübt weil Personen oder Staaten behaupten dass z.B. das auf körperliche Unversehrtheit von Frauen mit Art der Menschrechte verletzt werden darf. Der Art. verbietet aber genau so eine Interpretation. ( Art. 30: Keine Bestimmung der vorliegenden Erklärung so ausgelegt werden daß sich daraus für Staat eine Gruppe oder eine Person irgendein ergibt eine Tätigkeit auszuüben oder eine Handlung setzen welche auf die Vernichtung der in Erklärung angeführten Rechte und Freiheiten abzielen. ) Somit widerlegt auch Art. 30 die der Frauenrechtler dass die Menschenrechtsdeklaration nur vor vom Staat aber nicht auch vor Übergriffen Personen schützen soll. Ebenso falsch ist die dass spezifische Situation von Frauen nicht beachtet somit frauenspezifische Menschenrechtsverletzungen wie sexuelle Folter und in der Deklaration nicht berücksichtigt werden. Genau Menschenrechtsverletzungen werden jedoch in Art. 3 ( Jeder Mensch hat das Recht auf Leben und Sicherheit der Person ) in Art. 4 ( Niemand darf in Sklaverei oder Leibeigenschaft gehalten Sklaverei und Sklavenhandel sind in allen Formen ) und in Art. 5 ( Niemand darf der Folter oder grausamer unmenschlicher erniedrigender Behandlung oder Strafe unterworfen werden. ) angesprochen und verboten. Ebenso verbietet Art. die Zwangsheirat.

Eine Grundmaxim der Menschenrechte ist also die Universalität d.h. jeder hat ein Anspruch auf die gleichen Rechte von Rasse Herkunft sozialem Status Geschlecht oder anderen Eigenschaften. verbietet es die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte es gesonderte "Menschenrechte für Frauen" gibt. Menschenrechte sind weder verhandelbar noch können sie Menschen zugwiesen werden und anderen wieder nicht. Rechte sind jedem Menschen grundlegend angeboren einfach er ein Mensch ist. Durch den meist Feminismus verwendeteten Begriff Frauenrechte sowie deren geschlechtspezifischen in der Menschenrechtsfrage ("Frauenrechte sind Menschenrechte") wird Universalität allerdings laut einigen Kritikern in Frage Die geschlechtsspezifische Hervorhebung dient dabei als Mittel Rhetorik um einseitige auf Frauen zugeschnittene Aktionen rechtfertigen. Als Beispiel kann dafür die von International am 5. März 2004 gestartete Aktion gegen Frauen verhindern - vom Kriegsschauplatz bis Schlafzimmer" genannt werden bei der alle Menschen vor allem Männer aufgefordert werden sich für auch für Frauen" einzusetzen. Bei dieser Aktion allerdings Gewalt angesprochen die allen Menschen widerfahren - und zwar sowohl in kriegerischen Handlungen auch beim sexuellen Missbrauch. Besonders deutlich wird bei der Forderung von ai an die Menschenrechsverteidigerinnen zu unterstützen und den Schutz Deutschlands obwohl männliche Menschenrechtsverteidiger das gleiche Recht auf haben sollten. Auch Terre Femmes spricht Probleme von denen Männer gleichermaßen betroffen sind (z.B. Zwangsheiraten seien laut den Kritikern Männer eben betroffen). Diese Tatsache geht aber durch die Behandlung dieser Probleme unter.

Kritiker unter anderem auch Arne Hoffmann seinem Buch "Sind Frauen bessere Menschen" bestreiten Frauen mancherorts wegen ihres Geschlechtes Repressalien erleiden müssen. Frauenrechtsorganisationen wird vorgeworfen würden das Elend der Menschen für ihre feministischen Ziele instrumentalisieren sowie Menschenrechtsverletzungen gegenüber Männern vernachlässigen oder hinunterspielen.

Weblinks



Bücher zum Thema Frauenrecht

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