Delius entstammte einer alten Kaufmannsfamilie deutscher Obwohl er bereits in seiner Kindheit Klavier- Violinstunden nehmen durfte hielt sein Vater überhaupt von einer Musikerlaufbahn für ihn. So trat widerwillig in den väterlichen Holzhandel ein konnte wenigstens auf Geschäftsreisen Norwegen und Paris besuchen beides wichtige Orte für seine Komponistenlaufbahn.
1884 erhielt Delius das Geld um als Farmer einer Orangenplantage in Solano Grove Jacksonville in Florida niederzulassen. Diese Arbeit vernachlässigte er jedoch und nahm statt dessen bei dem Musiker Ward sechs Monate ausgiebigen Musikunterricht. Hier entstanden seine ersten Kompositionen. Danach hielt er sich Monate in Danville ( Virginia ) auf wo er sein Geld mit sowie Gesangs- und Lehrtätigkeiten verdiente. Schließlich bewilligte sein Vater 1886 einen achtzehnmonatigen Lehrgang am Leipziger Konservatorium wo Hans Sitt Carl Reinecke und Salomon Jadassohn seine Lehrer waren.
Wichtiger als diese Studien war für jedoch die Begegnung mit Edvard Grieg mit der er sich befreundete und seinen Vater endgültig von der musikalischen Laufbahn Sohnes überzeugte. Seine ersten Werke wurden veröffentlicht die Suite Florida zwei Streichquartette und einige Lieder. Nach Leipziger Zeit reiste Delius wieder nach Paris er sich in Künstlerkreisen aufhielt und Paul Gauguin August Strindberg und Edvard Munch zu seinen Freunden zählte. 1892 beendete seine erste Oper Irmelin 1895 The Magic Fountain und 1897 Koanga . Nach und nach entwickelte er seinen persönlichen Stil der anfangs von Wagner und Grieg später auch von Debussy beeinflusst war: Eine unverwechselbare Harmonik ein unendliches Fließen der Musik und ein dem Impressionismus nahestehendes sensibles Erfassen feinster emotionaler Nuancen.
1896 traf er die Malerin Jelka die er 1903 heiratete und zog 1897 ihr nach Grez-sur-Loing einem kleinen Ort nahe Fontainebleau . Um die Jahrhundertwende entstanden seine ersten Meisterwerke: Paris: The Song of a Great City für Orchester (1899) die Oper A Village Romeo and Juliet (1901) nach Gottfried Kellers Novelle Romeo und Julia auf dem Dorfe Appalachia für Chor und Orchester (1903) Sea Drift für Bariton Chor und Orchester (1904) einem Gedicht von Walt Whitman sowie sein ambitioniertestes Werk A Mass of Life (1905) nach Friedrich Nietzsche . Diese Periode schließt mit seiner letzten Fennimore und Gerda (1909-10) nach einer Episode aus dem Niels Lyhne von Jens Peter Jacobsen .
Während des ersten Weltkriegs musste Delius England fliehen. Die Werke dieser Jahre waren erfolgreich so etwa das Requiem (1914-16). Delius sich nun den konventionellen Formen absoluter Musik doch gelang ihm nicht die Opulenz seiner in diesen Werken überzeugend zu strukturieren. Selten man daher seine Konzerte (Doppelkonzert (1915-16) Violinkonzert Cellokonzert (1921)) und Kammermusik (Violinsonate Nr.1 (1914 (1916) Streichquartett (1916)) dieser Zeit. Erst mit Schauspielmusik zu Hassan (1920) fand er wieder zu seiner Meisterschaft.
In diesen Jahren kündigte sich jedoch die schwere syphilitische Erkrankung an durch die Delius bald für den Rest seines Lebens gelähmt und war. Seine zweite Violinsonate (1923) musste bereits Frau Jelka aufschreiben danach erlosch seine Kompositionstätigkeit mehrere Jahre. 1928 jedoch lernte er den Musiker Eric Fenby kennen der von da den schwerkranken Komponisten bis zu dessen Tod und seine späten Werke notierte darunter die Violinsonate (1930) das Idyll für Sopran Bariton und Orchester (1932) zahlreiche kleinere Stücke. In seinem Buch Delius a I knew him beschreibt Fenby diese einzigartige Zusammenarbeit.