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Freie Reichsstadt


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Freie Reichsstädte sind Gebilde des späten Mittelalters die besondere Privilegien und Freiheiten genossen auch besondere Pflichten gegenüber dem Reich hatten genannte Reichsstände .

Das Hauptmerkmal einer Freien Reichsstadt war ihre rechtliche Unabhängigkeit gegenüber dem Herrscher. Sie war reichsunmittelbar was bedeutete dass sie einzig und dem Kaiser untertan war an den sie ihre direkt abführte dem sie Heerfolge zu leisten und der sie im Allgemeinen mit einer weitgehend unabhängigen Gerichtsbarkeit ausstattete. Damit unterschieden sie sich von Landstädten die einem Landesherren untertan waren.

Ursprünglich wurde unterschieden zwischen Reichsstädten die reichsunmittelbar waren und den Freien Städten die ursprünglich zwar unter der Herrschaft kirchlichen oder weltlichen Herrn standen aber von einigen Reichspflichten befreit waren. Im Laufe der konnten sich die Freien Städte emanzipieren und Begriffe verschmolzen zur Freien Reichsstadt .

Nach dem Interregnum 1273 hatten die Reichsstädte auch Mitsprache an Reichstagen nach 1489 hatten Vertreter der Reichsstädte im Reichsstädtekollegium und nahmen regelmäßig an den Reichstagen teil.

Die Reichsunmittelbarkeit konnte zu- und wieder werden die Zahl der Reichsstädte schwankte deshalb. höchste Zahl betrug 83 Reichsstädte um das 1800 gab es im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation noch folgende 51 Freie Reichsstädte :

Mit reichsstadtähnlichen Rechten war auch Waldsee Bad Waldsee ) ausgestattet.

Außerdem gab es bis zur französischen Revolution 11 elsässische Reichsstädte die bis auf Straßburg seit 1354 den Zehnstädtebund bildeten. Ihm gehörten an:

  • Rosheim
  • Mülhausen (Mulhouse)
  • Kaisersberg (heute Kayserberg)
  • Türkheim (heute Turckheim)
  • Munster (heute Munster)

Mit dem westfälischen Frieden 1648 ging die Landvogtei über die elsässischen Reichsstädte an Frankreich und im Rahmen der Reunionen besetzte 1681 das Elsaß . Die Reichsstädtischen Freiheiten wurden zunehmend beschnitten im Zuge der französischen Revolution 1789 entfielen sie ganz.

Mit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 wurden 45 der 51 noch bestehenden mediatisiert und benachbarten Fürstentümern eingegliedert. Lediglich Augsburg Nürnberg Frankfurt am Main Bremen Hamburg und Lübeck behielten den Status mit verminderten Rechten zum Ende des Heiligen Römischen Reiches 1806 .

Der Stadtstatus der Bundesländer Bremen und Hamburg hat seine Wurzeln in dem Umstand dass sie reichsstädtische Freiheiten Selbständigkeit zum Teil bis in die Gegenwart konnten.

siehe auch: Liste der deutschen Hauptstädte in der Geschichte



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