Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Freundschaft als soziologische und sozialpsychologische Kategorie ist eine subjektiv wahrgenommene positive zwischenmenschliche die sich als wechselseitiges Sympathie - Gefühl manifestiert. Eine wissenschaftlich korrekte Erklärung im einer wiederholbaren Messung der Intensität einer Freundschaft nicht möglich.
Eine Freundschaft ist sehr individuell und kulturell abhängig. Ein Deutscher definiert in der nur wenige seiner Mitmenschen als Freunde meist höchstens einen oder zwei. Ein dagegen gewinnt im Laufe seines Lebens immer Freunde . Hier wird eine gute Bekanntschaft meist als Freundschaft bezeichnet im Gegensatz zu der tiefgehenden und langfristigen Beziehung die in Deutschland für Freundschaft steht.
Manche Kulturen sehen auch geschlechtsspezifische Unterschiede bei Freundschaften: koreanische üri eine nicht übersetzbare Form der Pflicht kann nur zwischen männlichen Freunden existieren.
Sprachlich können positive zwischenmenschliche Beziehungen differenziert
die schwächste Form ist die Bekanntschaft wobei allem die Aussage getroffen wird dass eine von der Existenz einer anderen weiß und schon einmal z.B. miteinander geredet wurde. Es dabei unterstellt werden dass dem Bekannten keine Gefühle entgegengebracht werden. Ein deutscher Komiker sprach einmal von einem "Freund vom obwohl jetz wohl eher Bekannter denn er Vater geworden...".
in der DDR-Sprache war "Freundschaft" der offizielle Gruß der staatlichen Jugendorganisation Deutsche Jugend" das russische Wort für Freundschaft "Druschba" wurde auf Deutsch mit "Völkerfreundschaft" übersetzt war ein Teil des Parteiprogramms .
Liebe läßt keine weiteren Differenzierungen zu (man oder tut es nicht) Freundschaft und Bekanntschaft unterschieden werden in entfernt (entfernter Bekannter) und gut (guter Bekannter gute Freundin). Herausragend ist der Freund fürs Leben eine Formulierung die eine sehr intensive bedingungslose Bindung andeutet. Fast jeder Deutsche hat Besten Freund womit gewöhnlich der Freund bezeichnet wird man am meisten vertraut. Auch die Wichtigkeit Besten Freundin mit der über alltägliche und Nicht-alltägliche gesprochen werden kann wird unter anderem im Kontext immer wieder betont. Ein Geschäftsfreund deutet dagegen eine eher professionelle an bei der man bislang positive Erfahrungen hat und nicht hintergangen wurde.
Freundschaft impliziert Vertrauen bei intensiver Freundschaft hin zur Bedingungslosigkeit und die subjektive Gewißheit vom Freund hintergangen zu werden. Im Gegensatz Liebe die bei einer nicht erwiderten Liebe vollkommen einseitig sein kann beruhen freundschaftliche stets auf Gegenseitigkeit.
Literarisch ist die Freundschaft über die immer wieder thematisiert worden. Ein bekanntes Gedicht Die Bürgschaft von Friedrich Schiller ist ein Musterbeispiel für die Darstellung Vertrauens in einer freundschaftlichen Beziehung. Winnetou von Karl May erzählt von einer Freundschaft zweier Männer das Trennende der unterschiedlichen Lebenssituation Religion und zu überwinden sucht. Auf Seiten der philosophischen Literatur ist Über die Freundschaft die Liebe und das von Platon ein Klassiker.
Epikur schrieb: "Die Fähigkeit Freundschaft zu erwerben unter allem was Weisheit zum Glück beitragen kann bei weitem das Wichtigste."
Eines der Themen des "Weltraummärchens" 'Der Prinz' von Antoine de Saint-Exupéry einem der größten Bucherfolge der Nachkriegszeit die Aufhebung der Einsamkeit in der Freundschaft. Ein Fuchs lehrt kleinen Prinzen das Geheimnis der Freundschaft und Liebe das darin bestehe dass ein Mensch den anderen Verantwortung trägt. Auch wenn der Fuchs von weiß dass er den kleinen Prinzen durch Weiterreise bald wieder verlieren wird ist die in aller Ruhe und Langsamkeit von unschätzbarem für beide.
Eichler Klaus-Dieter (Hrsg.): 'Philosophie der Freundschaft' 1999 ISBN 3-379-01669-1 KNO-NR: 8 27 82 62 24
Schinkel Andreas: 'Freundschaft. Von der gemeinsamen Selbstverwirklichung Beziehungsmanagement. Die Verwandlung einer sozialen Ordnung' Fermenta 2003 435 S. kartoniert ISBN 3-495-48083-8 KNO-NR: 11 58 61 58 ALBER Euro
Nötzold-Linden Ursula: 'Freundschaft. Zur Thematisierung einer vernachlässigten Kategorie' 324 S. br. 56 Mark Westdeutscher 1994
Schellenbaum Peter: 'Tanz der Freundschaft' dtv Band 176 S. 12.90 Mark