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Friedensbewegung


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Als Friedensbewegung bezeichnet man eine soziale Bewegung die darauf gerichtet ist den Krieg als Mittel der Politik auszuschließen.

Die Friedensbewegung speist sich hauptsächlich aus pazifistischen und anti-militaristischen Grundhaltungen.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte der deutschen Friedensbewegung

Eine Friedensbewegung im modernen Sinne entwickelte bereits vor dem Ersten Weltkrieg . So wurde 1892 in Berlin die Deutsche Friedensgesellschaft von Bertha von Suttner und Alfred Hermann Fried gegründet. Während Krieges verweigerten demokratische meist linke Kräfte ihre Zustimmung zum Einige wenige Parlamentarier der SPD unter ihnen Karl Liebknecht lehnten im Reichstag die Vorlagen für Kriegskredite ab. Künstlerinnen und Künstler (wie Käthe Kollwitz ) setzten sich mit ihren Mittel für Erhaltung des Friedens ein.

Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es in der Bundesrepublik immer zu größeren Wellen der Friedensbewegung denen es jeweils große Menschenmengen zu mobilisieren. Erste große der Friedensbewegung richteten sich gegen die Wiederbewaffnung Bundesrepublik Anfang der 50er Jahre. Als bekannter trat der spätere Bundespräsident Gustav Heinemann aufgrund der Wiederbewaffnung aus dem Kabinett zurück. Ende der 50er Jahre begannen die heute andauernden Ostermärsche entstanden als Protestform gegen die Pläne atomaren Bewaffnung der Bundeswehr.

Ende der sechziger Jahre kam es Protesten gegen den Vietnamkrieg . Diese wurden vor allem getragen von studentischen Opposition der APO .

Anfang bis Mitte der achtziger Jahre Hunderttausende gegen den NATO-Doppelbeschluss . Dieser sah die Stationierung der atomar US-amerikanischen Mittelstreckenraketen Pershing II und cruise missiles in Europa vor als Antwort auf Stationierung der neuen sowjetischen SS 20-Raketen.

Am 10. Oktober 1981 fand im Hofgarten eine friedliche Demonstration mit mehr als Menschen statt. Weitere Großdemonstrationen in den Jahren (Katholikentag) und 1983 (Bonn und Hasselbach/Hunsrück) folgten. wurden vielfältige gewaltfreie Aktionen entwickelt ( Sitzblockaden vor Atomstandorten und Raketenabwehrstellungen "Rüstungssteuerverweigerung" Kampagnen Rüstungsexporte "Fasten für den Frieden" Menschenketten usw.) zum Teil erstaunlichen Rückhalt in der breiten fanden.

Allgemeiner richteten sich Proteste gegen die Aufrüstung der UdSSR und der USA . Diese Bewegung führte unter anderem zur der Partei der Grünen .

In der DDR kursierten seit Mitte der 1960er Jahre zur Kriegsdienstverweigerung und über Methoden der gewaltfreien die schließlich eine nicht staatlich kontrollierte Friedensbewegung (" Schwerter zu Pflugscharen "). Nicht zuletzt die Erstickung des Prager im August 1968 gab dieser Bewegung Auftrieb. ihrer Wendung auch gegen die Aufrüstung des Warschauer Vertrages bildete sie eine wichtige Keimzelle für lose organisierte Opposition im realsozialistischen Teil Deutschlands. In den Jahren waren die Friedensdekaden jeweils im November ein Kulminationspunkt dieser Die Friedensgebete wurden 1989 zum Ausgangspunkt der "Montagsdemonstrationen" in Leipzig und anderen Orten. Die "Oktoberrevolution" der DDR und der Fall der am 9. November 1989 waren so auch der Friedensbewegung.

1990 / 1991 bedeutete dann der 2. Irak-Krieg ein Ende vieler Illusionen vom großen und von der Friedensdividende die man sich der Auflösung des Ost-West-Konflikts versprochen hatte. Gegen Krieg den die USA in der UNO durchsetzen konnten um Kuweit gegen den Angriff und die Besetzung durch den Irak zu verteidigen protestierten weltweit Millionen Menschen. "dämmerte die Einsicht dass die Protestform der an ein vorläufiges Ende gelangt sei und Weg vom Protestieren zum positiven Frieden (Buro konsequenter gegangen werden müsse". So wurde das Thema der Friedensbewegung 1990er Jahre die Verbindung von Protest gegen und Eintreten für zivile Konfliktbearbeitung.

Eine große Herausforderung waren dabei die die auch innerhalb der Friedensbewegung zu hitzigen zwischen "Bellizisten" und "Pazifisten" führten. Es gab keine nennenswerten zentralen Großdemonstrationen mehr aber viele Aktivitäten: vielfältige Hilfsmaßnahmen für Kriegsflüchtlinge Unterstützung einheimischer konkrete Versöhnungsprojekte in den Nachfolgestaaten des früheren Allerdings zeigte der brutale Bosnienkrieg auch eine Hilflosigkeit der neuen Friedensbewegung. Wie friedensstiftendes Handeln in und nach den "neuen Kriegen" aussehen musste und muss als neue Herausforderung weiter werden. Ansätze hierzu werden unter dem Stichwort Zivile Konfliktbearbeitung bzw. Ziviler Friedensdienst erprobt.

Der völkerrechtlich sehr umstrittene Einsatz der im Kosovo bzw. gegen (Rest-)Jugoslawien im Jahr (als Humanitäre Intervention bezeichnet) löste wieder starke öffentliche Proteste Friedensbewegung aus.

Künstlerische Protestaktion (2003) in Biberach/Riß

2003 agierte die Friedensbewegung in vorher nicht Ausmaß global . Demonstrationen gegen den diesmal nicht von UNO legitimierten Krieg der USA und seiner im Irak fanden praktisch auf der ganzen Welt

Persönlichkeiten der Friedensbewegung im deutschsprachigen Raum seit

Literatur

  • Andreas Buro Totgesagte leben länger: Die Friedensbewegung. Von der zur zivilen Konfliktbearbeitung Idstein 1997 ISBN 3-929522-42-X
  • Helmut Donat Karl Holl (Hrsg.) Die Friedensbewegung. Organisierter Pazifismus in Deutschland Österreich in der Schweiz Hermes Handlexikon Düsseldorf 1983 ISBN 3-612-10024-6
  • Alfred Hermann Fried Handbuch der Friedensbewegung 2 Bd. Berlin/Leipzig 1911/1913 (2. Aufl.) New York/London 1972
  • Franz Kobler Gewalt und Gewaltlosigkeit Handbuch des aktiven Pazifismus Erlenbach-Zürich 1928
  • Kurt Lenz Walter Fabian Die Friedensbewegung. Ein Handbuch der Weltfriedensströmungen der Berlin 1922

Weblinks



Siehe auch: Darmstädter Signal Frieden Friedensdienst Friedensforschung Friedenspolitik Kriegsdienstverweigerung Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen



Bücher zum Thema Friedensbewegung

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