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Friedensdienst


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"Das Gegenteil von Krieg ist nicht Frieden Friedensdienst." (N.N.)

Friedensdienst bezeichnet eine freiwillige ohne materielle Gewinnabsicht und von öffentlichen Großinstitutionen möglichst unabhängige Arbeit zur Verwirklichung von Frieden beiträgt.

Friedensdienst ist auf verschiedenen Ebenen tätig:

  • Gewaltverweigerung
  • Solidarisierung mit den Opfern und
  • Arbeit an gesellschaftlichen Alternativen.

Der Begriff wurde in Deutschland Ende der 1950er vor allem dadurch bekannt dass die Evangelische Kirche in Deutschland nach der Einführung der allgemeinen Wehrpflicht friedensethische Kompromissformel vom "Friedensdienst mit und ohne Waffen" fand.

Geschichte

Vorläufer der Friedensdienste waren die Historischen Friedenskirchen (seit dem 16. Jhd.) die "Friedensgesellschaften" England USA Österreich (im 19. Jhd.) in die Deutsche Friedensgesellschaft /DFG in der Schweiz das Internationale Friedensbureau .

Um die Zeit des Ersten Weltkriegs zwei Ideen: die eines Internationalen Versöhnungsbundes und eines weltweiten Netzes von Freiwilligendiensten Jugendlicher zur Zeitgleich mit dem Beginn des Krieges wurde Internationale Versöhnungsbund gegründet; bald nach Kriegsende gab die ersten internationalen Freiwilligendienste "Aufbaulager" und "workcamps". den 1920er Jahren breitete sich parallel zu Jugendgemeinschaftsdiensten die Kriegsdienstverweigerung aus. Eine Vielzahl von pazifistischen Organisationen entstand.

Der Zweite Weltkrieg und seine Vorgeschichte das Ende für viele in diesen Organisationen Menschen. In der Nazizeit wurden nach Schätzungen als 6.000 deutsche Kriegsdienstverweigerer umgebracht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg trugen friedenskirchliche ( "Relief Teams" aus England und den USA Quaker Peace and Service die Quäkerhilfe und andere Initiativen) zu einem Abbau alten Feindbildern bei und gaben Anregungen zur der ersten Freiwilligen- und Friedensdienste auch in 1946 Christlicher Friedensdienst (CFD) 1948 Pax Christi - Deutsche Sektion 1949 Internationale Jugendgemeinschaftsdienste 1957 Eirene 1958 Aktion Sühnezeichen (ab 1968 mit programmatischen Namenszusatz Friedensdienste ) 1960(?) Weltfriedensdienst.

In den folgenden Jahren entstanden weitere und Zusammenschlüsse. Sie ermöglichten (programmatisch mehr oder verzahnte) Entwicklungs- und Friedensdienste in folgenden Formen:

  • langfristige staatlich anerkannte Entwicklungsdienste (2 bis 3 Mindestalter 21 bis 25 Jahre);
  • weitere lang- und mittelfristige Dienste (6 bis Monate Mindestalter 18 Jahre);
  • kurzfristige Dienste (3 Wochen bis 3 Monate 16 Jahre);
  • Gruppeneinsätze für Studenten und Jungakademiker.

Insgesamt hatten in der Zeit von bis Ende der 1960er Jahre eine Million jugendlicher Freiwilliger in 200 nationalen und internationalen für den politischen und sozialen Frieden gearbeitet.

Schon damals wurde die Spannung zwischen Förderung und politischer Unabhängigkeit diskutiert. Am deutlichsten internationale Organisationen die Grundsätze des Friedensdienstes einlösen: Freiwilligkeit und Gruppen-/Gemeinschaftsethos. Entsprechend wurde 1970 der der Vereinten Nationen (United Nations Volunteers) gegründet. wurde neben seiner Selbstbeschreibung als "freiwilliger Dienst der Entwicklungshilfe" gleichzeitig als "ein Dienst am gesehen besonders durch seine jeweilige internationale Gruppenzusammensetzung Ort.

In der Friedensbewegung der 1980er Jahre entstanden in Deutschland Bildungsstätten für Friedensarbeit bzw. für Gewaltfreie Aktion. ihrer Zusammenarbeit mit den traditionellen Friedensdiensten ergaben neue Verbindungen von auslands- und inlandsbezogener Friedensarbeit.

Im ökumenischen Konziliaren Prozess für Gerechtigkeit Frieden und Bewahrung Schöpfung (ab 1983) wurde die Initiative für Schalomdienste und ein Schalomdiakonat entwickelt.

1989 wurde der Bund für Soziale gegründet. Er wollte eine "dritte Säule" des neben Zivil- und Militärdienst setzen und engagierte ab Mitte der 1990er Jahre gemeinsam mit im Forum Ziviler Friedensdienst ( siehe: Ziviler Friedensdienst ).

Literatur

  • Reinhard J. Voß Geschichte der Friedensdienste in Deutschland in: Tilman Evers (Hrsg.) Ziviler Friedensdienst. Fachleute für den Frieden. Idee Ziele. Leske + Budrich Opladen 2000. ISBN 3-8100-2910-6 S. 127-144

Weblinks




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