Der jüngere Bruder von Ernst Jünger meldete sich 1916 als Kriegsfreiwilliger und wurde bei Langemarck verwundet. Nach dem Krieg studierte Jünger in Leipzig und Halle Jura und wurde mit einer Arbeit über Stockwerkseigentum promoviert. Nach Abschluß der juristischen Ausbildung Assessor begann er schon in Leipzig sich Umfeld der nationalistischen Kampfbünde publizistisch zu engagieren Aufmarsch des Nationalismus 1926 ). Von 1928 an lebte er in Berlin gehörte zum nationalrevolutionären Kreis um seinen älteren Bruder den Publizisten Ernst Niekisch für dessen Zeitschrift Widerstand er schrieb. Publizistisch profilierte er sich 1933 weiterhin als entschiedener Gegner der Weimarer Republik („plutokratischer Novemberstaat“). Den Nationalsozialismus lehnte Jünger aus aristokratischem Elitebewußtsein heraus Obwohl er bis Kriegsende publizierte war er Mitglied der Reichsschrifttumskammer . Die 1934 erschienene Elegie Der Mohn enthält das Distichon : "Schmerzend hallt in den Ohren der Lärm mich widert der Taumel / Widert das Geschrei das sich Begeisterung nennt. " Dieses und andere seiner Gedichte wurden - im Lande selbst wie im Exil als Kritik am nationalsozialistischen Regime gedeutet. Nach Ortswechseln ließ sich Jünger 1942 in Überlingen am Bodensee nieder. In dieser Zeit ihn Martin Heidegger dort erstmals auf woraus sich eine Verbindung und zeitweise Zusammenarbeit ergab. Heideggers spätere nach der Technik" war nicht zuletzt beeinflußt Jüngers erst 1946 erschienenes bereits während des Kriegs zirkulierendes Buch Die Perfektion der Technik das sich gegen rationalistisch-technologischen Fortschrittsoptimismus wendet. den letzten Jahren ist das in der vieldebattierte Werk als wichtiges Gründerdokument einer konservativen diskutiert worden. Jüngers Autorschaft nach dem zweiten ist von Traditionsbewußtsein geprägt bemüht sich in Lyrik jedoch auch um formale Innovation. Seine ist einer konservativen Kulturkritik verpflichtet die ihn mit Max Himmelheber zur Gründung der Zeitschrift Scheidewege führte mit der bereits Anfang der Jahre skeptischen ökologisch ausgerichteten Stellungnahmen ein Forum werden sollte. Nachdem der Autor weitgehend vergessen ist in den letzten Jahren ein auflebendes zu konstatieren das sich u.a. in Übersetzungen Texte ins Italienische Russische und Polnische niederschlug.
"Inmitten dieser Welt der Zerstörung. Friedrich Georg Briefwechsel mit Rudolf Schlichter Ernst Niekisch und Nebel . Hg. von Ulrich Fröschle und Volker Stuttgart: Klett-Cotta 2001. - 230 S. ISBN 3-608-93163-5
Fred Slanitz: Wirtschaft Technik Mythos. Friedrich Georg Jünger nachdenken. Würzburg: Ergon 2000. - 223 S. ISBN 3-933563-81-X
Titan Technik. Ernst und Friedrich Georg Jünger das technische Zeitalter . Hg. von Friedrich Strack. Würzburg: Königshausen Neumann 2000. - 312 S. ISBN 3-8260-1785-4
Ulrich Fröschle: Friedrich Georg Jünger (1898 - 1977) - Verzeichnis seiner Schriften. Marbach am Neckar: Deutsche Schillergesellschaft 1998. 326 S. ISBN 3-929146-88-6
Stefan Breuer: Die Gesellschaft des Verschwindens . Hamburg: Junius 1992.
[1] (Texte von Georg Friedrich Jünger und aus Ernst Niekischs Zeitschrift "Widerstand".
[2] Page des Jünger-Hauses Wilflingen - Gedenkstätte Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger in - Wilflingen. Informationen zu Leben und Werk Brüder Ernst und Friedrich Georg Jünger.