Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 25. Juni 2017 

Friedrich III. (HRR)


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Als von Albrecht II. wurde Friedrich III. (* 21. September 1415 Innsbruck 19. August 1493 Linz ) im Jahr 1440 zum deutschen König gewählt. Er ist Sohn von Herzog Ernst dem Eisernen aus Leopoldinisch- Innerösterreichischen Linie der Habsburger und seiner Frau Cimburga von Masowien. Herzog von Österreich Friedrich V. wurde er als König Friedrich IV. ; Friedrich III. hieß er erst seit Kaiserkrönung.

Er schloss mit dem Papst und Kurie 1446 das Wiener Konkordat ab das bis 1806 seine Gültigkeit behielt und die Verbindungen Habsburger mit dem Papsttum regelte.

Friedrich war der letzte römisch-deutsche Kaiser der vom Papst in Rom gekrönt wurde (Krönung 1452 durch den Papst Nikolaus V. zum Kaiser des Heiligen römischen Reich deutschen Nation). Friedrich lehnte in dieser Funktion damals geplante Reichsreform ab und konnte nur seine Abwahl und die Wahl eines Gegenkönigs die deutschen Kurfürsten verhindern.

Seine Politik war wenig spektakulär und erfolgreich. Seine Gegner waren zahlreich sogar sein Bruder Albrecht VI. machte ihm die Herrschaft Militärisch konnte er keinen einzigen Konflikt gewinnen verlegte er sich mehr aufs intrigieren. Seinen 1440 geborenen Neffen Ladislaus Postumus etwa hielt er gefangen und wollte Vormundschaft bis ins Unendliche verlängern um die über Niederösterreich zu behalten. 1452 konnte dieser von den niederösterreichischen Ständen werden. Ebenso verfuhr er mit seinem Neffen Siegmund aus der Tiroler Linie. Ungarn und Böhmen konnte er trotz vielfacher Anstrengungen nicht er wurde sogar vom Ungarnkönig Matthias Corvinus 1490 besiegt der fünf Jahre bis zu Tod ungestört in Wien residieren konnte. In all diesen Konflikten er trotzdem die Oberhand: er überlebte einfach seine Gegner und beerbte sie so wie Postumus von dem er 1457 Niederösterreich erbte und Albrecht VI. dem er 1463 als Landesherr in Oberösterreich nachfolgte.

Die Glanzlosigkeit und Mühseligkeit seiner Politik schon von Zeitgenossen mit einer Mischung aus und verhaltenem Erstaunen über seine rätselhafte "Unbesiegbarkeit" er bekam Spottnamen wie "des Römischen Reiches Da er seinen Untertanen keinerlei politische oder Sicherheit bieten konnte waren die Bürger der vor allem Wiens immer auf der Seite seiner Gegner: Albrechts VI. später Matthias Corvinus'. Dies verurteilte auch zu einem (zu seiner Zeit bereits Wanderleben: er residierte abwechselnd in Graz Linz und Wiener Neustadt .

Unter dieser Oberfläche ist jedoch eine Zähigkeit zu bemerken: sein Sendungsbewußtsein für das Habsburg war echt und tiefgehend. Ausdruck dafür sein geheimnisvolles Motto AEIOU für das es eine Reihe von gibt etwa "Alles Erdreich ist Oesterreich untertan" "Austria est imperare in omni universo". Es daher er der den Habsburgischen Machtbereich zum erweiterte. Durch die Verheiratung seines Sohnes Maximilian I. 1477 an Maria von Burgund erwarb er 1482 die reichen Niederlande für Österreich und die Habsburger die so zum Haus Österreich und Burgund aufstiegen. "Mögen andere Kriege führen Du Österreich heirate" wurde zum Motto der Dynastie . Kriege führten die Habsburger zwar trotzdem reichlich Abscheu vor dem Krieg war allerdings echt.

Der Figur Friedrichs III. verleiht diese jedenfalls eine seltsame Anti-Faszination in den Augen Nachwelt.

Sein Sohn Maximilian I. setzte die seines Vaters erfolgreich durch: Durch die Vermählung Sohnes Philips des Schönen mit der spanischen Johanna der Wahnsinnigen ist Österreich bis nach Spanien und seinen überseeischen Eroberungen gewachsen.

Er starb bei einem misslungenen Amputationsversuch linken Beines. Sein Grabmal im Wiener Stephansdom von Niclaes Gerhaert van Leyden ist der bedeutendsten plastischen Kunstwerke des Spätmittelalters.

siehe auch: Liste der Markgrafen und Herzöge von Österreich Mittelalter

Vorgänger:
Albrecht II.
Herrscher des Heiligen Römischen Reichs Nachfolger:
Maximilian I.



Bücher zum Thema Friedrich III. (HRR)

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Friedrich_III._(HRR).html">Friedrich III. (HRR) </a>