Friedrich Ritschl erforschte die Grundlagen des Altlatein und verfasste eine fast unüberschaubare Fülle Arbeiten über die Sprachen die Kultur und Schriftsteller der griechischen und römischen Antike und zu grammatischen und sprachgeschichtlichen
Friedrich Ritschl wurde in Großvargula in Thüringen als Sohn eines evangelischen Pfarrers geboren. besuchte die Gymnasien in Erfurt und Wittenberg und studierte ab 1825 Philologie in Leipzig. 1826 wechselte er an die Universität nach Halle wo er 1829 promovierte und danach vier Jahre lang Professor tätig war. Mit 27 Jahren erhielt eine Berufung als Professor an die Breslauer Universität. Für ihn prägend war eine Studienreise nach Italien 1836 - 37 auf der er über die Philologie einen ganzheitlichen Zugang zur Kultur Kunst und der "Antike" fand. Im Frühjahr 1839 ging er an die Universität nach Bonn . Dort lehrte er fast 26 Jahre klassische Sprachen . Er dominierte die philologische Fakultät die nominell gemeinsam mit Friedrich Welcker führte. Als seines Professoren-Kollegen Friedrich Welcker übernahm er 1854 die Universitäts-Bibliothek und leitete zusammen mit Jahn bis 1861 das "Akademische Kunstmuseum" . Der gute Ruf seiner Seminare zog Studenten an die später selbst berühmte Gelehrte Zu seinen hervorragenden Schülern in Bonn und in Leipzig gehörten u. a. Curtius Ihne Schleicher Bernays Ribbeck Lorenz Vahlen Hubner Bücheler Windisch. Nach Konflikten mit Otto Jahn verließ 1865 das preußische Bonn und nahm im Königreich Sachsen eine Professur in Leipzig an. Unter Studenten die ihm aus Bonn nach Lepzig war auch Friedrich Nietzsche dessen akademische Laufbahn er besonders förderte dem er zur ersten Professur in Basel verhalf. Friedrich Ritschl lehrte in Leipzig bis 1875 und verstarb dort im Alter von Jahren.
Die Alexandrinischen Bibliotheken unter den ersten Ptolemäern die Sammlung der Homerischen Gedichte durch Pisistratus nach Anleitung eines Scholions. Breslau (1838)
Rheinisches Museum für Philologie. Zeitschrift für klassische Philologie. (Herausgeber F. Ritschl von 1842-1869) J. D. Sauerländer´s Verlag a. M.