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Frondienst


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Der Frondienst (von mittelhochdeutsch vron "herrschaftlich" in Österreich auch Robot genannt) bezeichnet Dienstleistungen die die Bauern im Mittelalter ihrem Grundherren abzuleisten verpflichtet waren. In manchen Fällen er durch Geldleistung abgelöst werden.

Frondienste waren als Gegenleistung für Schutz und Jurisdiktion des Grundherren zu leisten und umfassten Tätigkeiten für eine festgelegte Zahl von Tagen den nicht verliehenen Feldern des Grundherren. Meist sie zur Saat - oder Erntezeit statt und stellten dadurch ein großes für die hörigen Bauern dar die ja gerade zu diesen auch auf ihren eigenen Feldern viel Arbeit bewältigen hatten.

In der mecklenburgischen Hofdienstordnung von 1704 werden erstmalig die Dienste der Bauern

"...Kornfuhren Fuhren zum Bau auf dem Hof auf die Äcker Eggen Säen Mist ausbringen Wolle scheren und Flachs schwingen. Die Frauen [...] Hede spinnen. Außerdem wird im Winter [...] geschlagen."

Nach dem Dreissigjährigen Krieg hatte der Umfang der Frondienste stark und belastete die Bauern immer stärker so das System der Grundherrschaft immer weniger funktionierte. Mit der Bauernbefreiung im 18. und 19. Jahrhundert wurden sie allmählich abgeschafft.




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