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FSC


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Forest Stewardship Council ( FSC ) ist ein Sytem zur Zertifizierung von Holz -Produkten. Gegründet zur Sicherung der nachhaltigen Wald -Nutzung besonders in problematischen Gebieten zu denen Tropen aber auch Gebiete wie der boreale gehören. Die Bewirtschaftsstandards sollen dabei zu einer umweltfreundlichen und ökonomisch tragfähigen Waldwirtschaft führen.

Die Standards umfassen auszugsweise:

  • Abkehr von großflächigen Kahlschlägen

§ 5 Landeswaldgesetz (LWaldG) Rheinland-Pfalz

Waldbau in der borealen Nadelwaldzone am Beispiel Nordschweden (PDF) s. S. 3 oben.

  • Erhalt naturnaher Wälder

  • keine Umwandlung von Wald in Plantagen

  • Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen

  • Vermeidung von Pestiziden und Verbot gefährlicher

Normalanforderungen: Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Pflanzenschutzmittel

Auch ohne FSC werden Pestizide im Wald selten verwendet da sie teuer sind und jemand gerne mit dem Zeug umgeht. Im von Kalamitäten ist der Einsatz aus wirtschaftlichen nicht zu vermeiden - und auch nach zulässig. Der tatsächliche Einsatz liegt im Grenzbereich wirtschaftlichen Interesses der Hersteller.

Nebenbei (und ohne Widerspruch wegen OffTopic zur freigegeben): die wirklichen Probleme durch Pestizideinsatz entstehen seit langem nicht mehr durch die "professionelle" in der Landwirtschaft - allein aus Kostengründen. der Forstwirtschaft ist der Einsatz als völlig zu betrachten. Rückstände im Grundwasser finden sich allem in Pendlerhabitaten: für die Garagenauffahrt spielt maßlose Überdosierung von bei fachgerechter Anwendung (und dann alles andere bedeutet eine Straftat ) zugelassener Mittel kostenmäßig keine Rolle. Weiterhin gerade dort Rückstände von Mitteln zu finden Anwendung verboten ist und in der Landwirtschaft Sinn hat.

  • Schutz seltener und bedrohter Arten

  • Ausweisung von Schutzgebieten

  • Standortsgerechte Baumartenwahl

  • Achtung der Rechte indigener Völker

  • Erstellung verbindlicher Betriebspläne

  • Sicherung von Arbeitnehmerrechten

In Zentraleuropa bestehen - in Abhängigkeit der neben den Lohnnebenkosten und anderen Auflagen durch die naturgegebenen standörtlichen Bedingungen beeinflussten Ertragslage jeweiligen Betriebe - erhebliche Akzeptanzprobleme bei den nicht zuletzt aufgrund der dort seit Jahrhunderten (seit jeher das Eigentum einschränkenden) Forstgesetzgebung. Da auf einem internationalen Markt gehandelt und für Verbraucher die geographische Herkunft nicht nachvollziehbar ist ein Holzzertifizierungssystem nur weltweit angelegt sein. Ein für Holz soll gut wirtschaftende Waldbetriebe vor Konkurrenz mit Holz aus illegalem Einschlag oder Produktionen mit unverantwortlichen Standards schützen.

FSC ist von der Systematik her für große wie für kleine Forstbetriebe. In sind die gesetzlichen Restriktionen derartig dass zur des FSC-Bewirtschaftungsstandards nur ein vergleichsweise geringer Aufwand werden muss. In anderen Gebieten wo die Kontrolle weniger stark ist und verantwortungsvolles Wirtschaften ist haben Forstbetriebe einen vergleichsweise hohen Aufwand ihre Waldwirtschaft auf FSC-Niveau zu heben.

FSC ist in einem 3-Kammern-System organisiert: Umwelt und Soziales. Für eine Beschluss muß Kammer zustimmen. Damit haben auch die Umweltschutzorganisationen sowie soziale Gruppen (wie indigene Völker Gewerkschaften) die Möglichkeit direkter Einflussnahme und ihre kann nicht überstimmt werden. Ebenso gilt dies für Wirtschaftsinteressen.

Es gilt: "Der Verein strebt an Entscheidungen Konsens zu treffen." (Satzung § 5 (5)) wird nach einem 3-Kammerprinzip abgestimmt. Jede der Kammern hat 10 Stimmen in der Vollversammlung.

Entscheidungen sind gültig wenn
  • auf sie mindestens 20 Stimmen (66 entfallen
  • wenigstens 25% der Mitglieder anwesend sind
  • alle Kammern vertreten sind
  • keine Kammer geschlossen dagegen stimmt.

Danach können die in der Wirtschaftskammer vertretenen überstimmt werden. In der Wirtschaftskammer sind auch (ggf. auf FSC spezialisierten) Zertifizierer vertreten - 4facher Gewichtung gegenüber dem privaten Waldbesitz (der Deutschland einen Anteil von 46% der Waldfläche Der private Waldbesitz umfasst in Deutschland das vom urbanen Waldbesitzer über den Waldbauern bis zum Großprivatwald oder der Treuhand mit entsprechend völlig gegenläufigen Interessen und wirtschaftlichen Zwängen und nicht zuletzt - sehr differenzierter Effektivität der "Den" Privatwald gibt es nicht.

Das hinsichtlich der Interessen und der Effektivität Vertretung letzerer sehr heterogene Eigentum von 46% Waldfläche Deutschlands erhält 1/52 des Stimmrechts in von drei Kammern. Der gesamte Waldbesitz Deutschlands 12/52 Stimmen in einer von drei Kammern.

Wirtschaftliche Interessen scheinen nicht irrelevant (in sollen auch Douglasienbetriebe nach FSC zertifiziert worden sein).

Vorwürfen wie von der britischen Umweltorganisation Foundation nach denen das Öko-Siegel auch an vergeben worden wurde die in Einzelfällen in Menschenrechtsverletzungen verstrickt seien ist zu entgegnen dass FSC-Angaben zum Zeitpunkt der Menschenrechtsverletzung die entsprechenden bereits nicht mehr gültig waren (entzogen oder

Durch eine Produktkettenzertifizierung des FSC wird Holzfluss durch die Verarbeitung und den Handel Wald und Endkunden kontrolliert. Holzprodukte werden mit FSC-Logo gekennzeichnet und für den Verbraucher kenntlich Hierbei sind zwei Regeln zu unterscheiden:

  • Produkte aus 100% FSC-Holz tragen lediglich FSC-Zeichen einen Erklärungssatz sowie die Zertifizierungsnummer des
  • Produkte aus weniger als 100% FSC-Holz das FSC-Zeichen eine Erklärungssatz und die Herstellernummer wenn in Prozent der Inhalt an FSC-Holz ist und der nicht-zertifizierte Anteil nicht aus Einschlag aus Gebieten mit Menschrechtsverletzungen oder sozialen aus gentechnisch veränderten Bäumen oder schützenswerten Wäldern

Die Regelung der Prozentkennzeichnung wurde eingeführt der vielschichtigen Produktion von Holzprodukten Rechnung zu und auch den Absatz von FSC-Holz aus mit vielen kleineren Forstbetrieben zu ermöglichen.

Organisation


FSC basiert auf einem Dreikammern-System (Umwelt- und Wirtschaftskammer).

Siehe auch

  • CoC (Produktkettenzertifizierung "Chain of Custody")
  • Naturland PEFC
  • EN ISO 9000 EN ISO 14001

Weblinks



Bücher zum Thema FSC

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