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Berliner Funkturm


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Berliner Funkturm (2004)

Der Berliner Funkturm ist ein von 1924 bis 1926 von Heinrich Straumer in Berlin erbauter Der im Volksmund "Langer Lulatsch" genante Funkturm eins der bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Er befindet sich auf Areal des Berliner Messegeländes im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf . Am 3. September 1926 wurde der Funkturm anlässlich der Großen Deutschen Funkausstellung eröffnet. Heute steht er unter Denkmalschutz .

Inhaltsverzeichnis

Bauweise

Die Struktur des Turmes ist eine Stahlfachwerkkonstruktion genauer eine vertikale Kragarmkonstruktion wie beim Eiffelturm in Paris . Ursprünglich wurde der 150 m hohe ca. 600 t schwere Funkturm als reiner entworfen. Nachträglich wurde auf ca. 52 m Restaurant und auf ca. 125 m eine angebracht. Zu erreichen sind diese Anbauten mit 4m/sek. schnellen Lift.

Der Funkturm verfügt über zwei bautechnische Einerseits kommt er mit einer Grundfläche von mal 20 Metern aus was einem Verhältnis Grundfläche zur Höhe von 1:6 9 entspricht. Vergleich: Der Eiffelturm hat eine Grundfläche von mal 129 Metern was einem Verhältnis von 3 entspricht.

Eine weitere Besonderheit ist dass der wahrscheinlich der einzige Aussichtsturm der Welt ist auf Porzellanisolatoren steht. Er wurde als Selbststrahlender Sendemast entworfen um ein Abfließen der Sendeenergie den Turm zu verhindern. Die Funktion der wurde aber über eine Erdung des Turmes den Fahrstuhlschacht umgangen. Die Isolatoren wurden in der Königlich-Preußischen Porzellanmanufaktur gefertigt.

Am 22. März 1935 wurde von seiner Spitze aus das reguläre Fernsehprogramm der Welt abgestrahlt.

Seit 1962 wird der Turm nicht mehr für verwendet.

Der Funkturm dient seit 1973 nicht mehr der Ausstrahlung von Rundfunk- Fernsehprogrammen sondern nur noch als Relaisstation für nichtöffentliche Landfunkdienste wie Polizeifunk und für den

Die letzte komplette Sanierung fand im 1987 zur 750-Jahrfeier von Berlin statt.

Abmessungen des Berliner Funkturms

  • Höhen
    • Höhe Küchengeschoß: 48 122 m
    • Höhe Restaurantgeschoß: 51 652 m
    • Höhe Aussichtskanzel: 121 492 m
    • Höhe Aussichtsplattform: 124 092 m
    • Höhe Turmschaft: 129 292 m
    • Höhe Turm: 150 062 m
  • Querschnitte des Turmes
    • Spreizung der Füße direkt oberhalb der Fundamente: 5 m
    • Abstand der Fundamentkanten am Boden: 24 5
    • Querschnitt im Küchengeschoß: 9 1 m
    • Querschnitt Höhe Restaurantboden: 15 m
    • Querschnitt des Restaurantdaches: 18 7 m
    • Querschnitt Aussichtskanzel: 4 4 m
    • Querschnitt Aussichtsplattform: 7 9 m
  • Sonstige Querschnitte
    • Querschnitt der Fundamentsockel am Erdboden: 5 7
    • Querschnitte Aufzugsschacht
    • unterhalb des Restaurant: 4 05 m
    • oberhalb Restaurant: 2 4 m
  • Gewicht : 600 Tonnen

Chronik des Berliner Funkturms

  • Dezember 1924: Nach Abschluss der 1. wird mit dem Bau des Funkturms begonnen. am Standort des heutigen Funkturms für diese errichteter abgespannter 120 Meter hoher Antennenmast dient als Kran.
  • April 1925 : Der Funkturm ist im Rohbau fertig.
  • 25. September 1925: Aufnahme des Sendebetriebs auf der Mittelwellenfrequenz 520 8 kHz. Als Antenne dient T-Antenne die zwischen seiner Spitze und der 80 Meter hohen abgespannten Stahlfachwerkmasten gespannt ist.
  • 1925/26: Zum Schutz der Besucher vor Schlägen wird auf eine vollständige Isolation des verzichtet und der Turm über seinen Fahrstuhlschacht obwohl hierdurch die Hauptstrahlrichtung des MW-Senders von weggedreht wird.
  • 28. März 1926 : Bauabnahme des Berliner Funkturms
  • 3. September 1926: Zur 3. Funkausstellung wird der Berliner Funkturm für den geöffnet.
  • 1929 : Frequenzumstellung des MW-Senders auf 716kHz Abstrahlung Fernseh-Versuchssendungen.
  • 20. Dezember 1933 : der neue Großsender in Berlin-Tegel übernimmt vom Funkturm ausgestrahlten Rundfunksendungen. Der MW-Sender am ist nur noch Reservesender.
  • 1934 : Umstimmung des nicht mehr regulär betriebenen auf 834kHz
  • 22. März 1935 : Von einer Antenne auf der Spitze Berliner Funkturms wird das erste reguläre Fernsehprogramm
  • 22. August 1935: Großbrand in der Messehalle am Zerstörung aller Sendeeinrichtungen am Funkturm. Durch Funkenflug auch das Turmrestaurant in Brand.
  • 23. Dezember 1935: Wiederaufnahme der Fernsehsendungen
  • 1938 : Abbau der Fernsehsendeantenne
  • 1939 - 1945 : Der Funkturm dient als Warn- und
  • 19. April 1945: Einige Granaten zerstören eine der Tragstreben in 38 Meter Höhe. Das Restaurant erneut aus.
  • 1945: Reparatur des zerstörten Turmbeins mit Schrauben und 7 2 Tonnen Stahl.
  • 1948 : Richtfunkversuche zum Bocksberg im Harz .
  • 28. Mai 1950 : Das Turmrestaurant wird wiedereröffnet.
  • 1951 : Montage einer Schmetterlingsantenne auf der Turmspitze die Abstrahlung von UKW -Hörfunk- und Fernsehprogrammen. Hierdurch wurde der Turm 12 Meter höher. (Höhe des Funkturms bis 138 Meter seit 1951 150 Meter)
  • 1. Oktober 1951 : Wiederaufnahme des - durch Krieg und Nachkriegszeit unterbrochenen - Fernsehsendebetriebes am Berliner Funkturm.
  • 15. Mai 1963 : Nach Fertigstellung des Sendemasten am Berliner wird die reguläre Aussendung von Fernseh- und vom Funkturm fast vollständig eingestellt.
  • 1973 : Einstellung des regulären Rundfunksendebetriebs am Funkturm
  • 1989 : Demontage der letzten am Funkturm installierten für Rundfunk und Fernsehen.

Siehe auch

Literatur

  • Archiv für das Post- und Fernmeldewesen Jahrgang Nr. 5. Bonn September 1977 (Seite 421)
  • Archiv für das Post- und Fernmeldewesen Jahrgang Nr. 5/6. Bonn September 1973 (Seite 671 und Seite 778 bis Seite 794)
  • Wie man ein Wahrzeichen wird (herausgegeben vom Verlag A. und E. Freud). ISBN 3-921532-04-3
  • 65 Jahre Funkturm: Ein Wahrzeichen geht in den Ruhestand (herausgegeben von der Messe GmbH zum 65. Geburtstag des Funkturms 1991)
  • Klawitter Gerd: 100 Jahre Funktechnik in Deutschland Funksendestellen rund Berlin . Berlin Wissenschaft und Technik Verlag 1997.

Weblinks



Bücher zum Thema Berliner Funkturm

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