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Göbekli Tepe


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Göbekli Tepe (deutsch: Berg mit Nabel) ist ein frühneolithisches Bergheiligtum im Südosten der heutigen Türkei in der Nähe der Stadt Sanliurfa.

Inhaltsverzeichnis

Die Entdeckung

Göbekli Tepe war bereits seit Anfang sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts als archäologische verzeichnet aber in seiner Bedeutung noch nicht worden. Seit Mitte der neunziger Jahre führt Deutsche Archäologische Institut (DAI) in Zusammenarbeit mit Museums Sanliurfa archäologische Ausgrabungen und Forschungen durch. Beginn der Grabungen wurde der Hügel landwirtschaftlich Generationen von Bauern hatten immer wieder die störenden 'Steinbrocken' beseitigt und zu großen Haufen Manches wurde dabei aus Unkenntnis zertrümmert.

Die Anlage

Die mächtige Schichtenfolge lässt auf eine Geschichte des Platzes schließen die bis in Altsteinzeit zurückreicht. In der ältesten Siedlungsschicht (Schicht kamen monolitische Pfeiler zum Vorschein die mit geschichteten Mauern zu kreisförmigen oder ovalen Anlagen waren.

Bisher wurden vier solcher Anlagen mit zwischen 10 und 30 m entdeckt. Mehrere grenzende rechtwinklige Räume mit Böden aus geschliffenem die an Terrazzoböden der römischen Antike erinnern gehören zur jüngeren Schicht Die jüngste Schicht besteht aus Sedimenten die natürliche Erosion und durch die landwirtschaftliche Nutzung sind.

Die Monolithe sind mit Tierreliefs oder Piktogrammen verziert. Einige Pfeiler haben auch Arme darauf schließen lässt dass es sich um Menschen handelt. Die sehr sorgfältig bearbeiteten Reliefs zeigen Löwen Stiere Keiler Füchse Gazellen andere Reptilien und Vögel. Ob die Schöpfer Werke damit nur die Tierwelt ihrer Umgebung wollten oder mythische Wesen (worauf vielleicht die hindeuten) bleibt offen. Ebenso unklar ist die der Piktogramme die aber möglicherweise die Zeichensysteme späteren Stadtkulturen des Alten Orients beeinflussten.

Bisherige Ergebnisse

Gerade einmal 1 5 % des Areals wurden bisher freigelegt und nur bei zweiten Anlage (Anlage B) von Schicht III bereits das Fußbodenniveau erreicht. Auch dabei kam terrazzoartiger Estrich zum Vorschein.

Die bisherigen Grabungskampagnen erbrachten keine Hinweise Wohnbebauungen. Mit der Radiokarbonmethode konnte das Ende von Schicht III etwa 9000 v. Chr. datiert werden die sind noch unbekannt. Schicht II datiert in Zeit um 8000 v. Chr.

Um 9000 v. Chr. stand die neolithische Revolution erst noch bevor. Die Erbauung der erforderte aber bereits komplexere Organisationsformen. Die Archäologen dass bis zu 500 Menschen nötig waren die 10 - 20 t (im Einzelfall 50 t) schweren Pfeiler in den Steinbrüchen Umgebung zu brechen und über 100 - m weit zu transportieren. Für die Ernährung vermutlich Wildgetreide intensiver genutzt als bisher vielleicht schon gezielt angebaut. Wohngebäude wurden bislang keine wohl aber "Sondergebäude" die wahrscheinlich für rituelle genutzt wurden. Dies setzt schon eine hierarchische Ordnung voraus.

Zu Anfang des 8. Jahrtausends v. verlor der Nabelberg seine Bedeutung. Ackerbau und stellten das Leben auf eine neue Grundlage. Anlage ist aber nicht einfach in Vergessenheit und im Laufe der Zeit durch die der Natur verschüttet worden. Sie wurde vielmehr mit 300 - 500 m 3 Erde zugeschüttet. Warum dies geschah ist aber es hat die Monumente der Nachwelt

Bedeutung

Göbeli Tepe gilt jetzt schon als Jahrtausendfund und als anatolisches Stonehenge . Offensichtlich waren nicht erst sesshafte Bauern bereits Jäger und Sammler in der Lage Kultanlagen zu errichten - oder wie es Ausgräber Klaus Schmidt in seinem Grabungsbericht formulierte: kam der Tempel dann die Stadt". Diese These muss von zukünftigen Grabungen bestätigt oder werden.

Es gibt keine vergleichbaren Großbauten aus Zeit: Nevali Çori eine steinzeitliche Siedlung die 1992 am Grund des Atatürk-Stausees begraben liegt um 500 Jahre jünger seine Pfeiler bedeutend die etwa zeitgleiche Bebauung von Jericho ist ohne künstlerischen Schmuck und großformatige Çatal Hüyük ist 2000 Jahre jünger; die europäischen von Stonehenge entstanden erst um 2000 v. Damit ist Anlage weltweit einzigartig.

Literatur

  • Klaus-Dieter Linsmeier; Klaus Schmidt; Ein anatolisches Stonehenge Spektrum der Wissenschaft - Spezial 2/2003; S. ISSN 0943-7996 ISBN 3936278350

Weblinks




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