Göttingen ist eine bedeutende Universitätsstadt ; die Gesellschaft für wissenschaftliche Datenverarbeitung (GWDG http://www.gwdg.de/ ) ist das Rechenzentrum für die und die Max-Planck-Institute darunter das Max Planck für Experimentelle Medizin das Max Planck Institut Biophysikalische Chemie das Max Planck Institut für und das Max Planck Institut für Strömungsforschung.
Göttingen liegt an der Grenze der gegen den Göttinger-Northeimer Wald im Tal der Leine am Fuße des Hachberges im Osten des Egelsbergs bzw. Kleinen Hagens im Westen.
Beschreibung : Geteilt: Oben in Blau auf silbernem drei silberne rotbedachte Türme der mittlere mit Knauf und begleitet von vier goldenen Kugeln die seitlichen vierfenstrig mit goldener Kreuzblume; unten Rot ein linkshin schreitender blaubewehrter goldener Löwe. Stadtflagge ist schwarz-gold. Bedeutung : Das Wappen ist bereits seit 1278 und wurde in seiner heutigen Form zuletzt in der Hauptsatzung der Stadt festgelegt. Zeitweise verwendete die auch ein einfacheres Wappen das in Schwarz golden gekrönten goldenen Großbuchstaben G zeigte.
Göttingen wurde 953 unter dem Namen "Gutingi" erstmals in Urkunde Ottos I. erwähnt. Um 1200 erlangte sie die Stadtrechte. Von 1351 bis 1572 war Göttingen Mitglied der Hanse . Über das Fürstentum Calenberg-Göttingen kam die 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel 1635 an Calenberg und 1692 schließlich zum Kurfürstentum Hannover . 1737 wurde die Georg-August-Universität eröffnet. 1806 war die Stadt vorübergehend preußisch kam 1807 zum Königreich Westfalen doch 1813 erneut zu Hannover das ab 1814 Königreich erhobenen wurde. Hier wurde Göttingen 1815 Sitz eines Amtes das ab 1823 zur neu gebildeten "Landdrostei Hildesheim" gehörte. Stadt selbst genoss jedoch von Anfang an gewisse Selbständigkeit. Das Amt Göttingen wurde in Folgezeit mehrfach verändert.
1854 wurde Göttingen an das Eisenbahnnetz angeschlossen welchem heute sogar der ICE hält.
1866 kam Göttingen mit dem gesamten Königreich an Preußen . 1885 erhielt Göttingen den Status einer Kreisfreien Stadt und wurde Sitz des aus dem Göttingen hervorgegangenen Landkreises Göttingen . Aus der Landdrostei Hildesheim ging der Regierungsbezirk Hildesheim hervor zu dem Stadt- und Landkreis fortan gehörten. Diese Verwaltungszugehörigkeit veränderte sich für Stadt Göttingen erst im Jahre 1964 als sie durch das so genannte wieder dem Landkreis Göttingen eingegliedert wurde. Im der Kreisreform wurde 1973 der Landkreis Göttingen um die aufgelösten Duderstadt und Hannoversch Münden vergrößert.
Das Gebiet der Stadt Göttingen gehörte zum Erzbistum Mainz bzw. zu dessen Archidiakonat Nörten. 1528 wurden die Schriften Martin Luthers in der Stadt verbreitet und 1529 wurde die erste protestantische Predigt in in der Paulinerkirche gehalten. Danach war Göttingen viele Jahrhunderte eine fast ausschließlich lutherische Stadt. 1530 erhielt die Stadt eine neue Kirchenordnung einem Stadtsuperintendenten welcher dem Landessuperintendenten in Grubenhagen Alle Kirchengemeinden der Stadt bildeten einen Gesamtverband. das Fürstentum Calenberg-Göttingen kam die Stadt 1584 an Braunschweig-Wolfenbüttel 1634 an Braunschweig-Lüneburg und mit diesem schließlich Kurfürstentum und späteren Königreich Hannover . Hier wurde Göttingen Sitz eines Sprengels dem mehrere Kirchenkreise darunter auch der Kirchenkreis Göttingen gehört. Kirchengemeinden der Stadt Göttingen gehören heute - es sich nicht um Freikirchen handelt - zum Kirchenkreis Göttingen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Hannovers .
Ab 1713 wurden in Göttingen auch reformierte Hausgottesdienste gehalten 1736 gab es französisch-reformierte Gottesdienste. Dies alles 1748 zur Gründung einer reformierten Gemeinde die 1752 in die Konföderation reformierter Kirchen in aufgenommen wurde. 1928 war die reformierte Gemeinde Göttingens Gründungsmitglied Bundes Evangelisch-reformierter Kirchen Deutschlands dem sie heute noch angehört.
Ab 1746 wurden für die Studenten in Göttingen wieder katholische Gottesdienste erlaubt ein Jahr später auch alle Einwohner der Stadt doch konnte erst 1787 die erste katholische Kirche nach der Reformation gebaut werden. 1825 entstand eine selbständige Pfarrgemeinde die zum Bistum Hildesheim gehörte. 1929 wurde eine zweite katholische Kirche gebaut. wurde Göttingen Sitz eines Dekanats des Bistums zu dem heute alle Pfarrgemeinden der Stadt
An der Spitze der Stadt stand seit dem 12. Jahrhundert der Rat mit 24 Ratsherren. Ab 1319 unterstand auch die Neustadt dem Rat. Wahl des Rates erfolgte am Montag nach Michaelistag . Ab 1611 wurden die 24 Ratsherren von der Bürgerschaft gewählt. Der Rat wählte aus seiner den Bürgermeister . Ab 1669 gab es nur noch 16 Ratsherren nur noch 12. Ab 1690 wurde das Stadtregiment völlig neu geordnet. gab es den Rat der aus dem 2 Bürgermeistern dem Syndikus dem Stadtsekretär und Ratsherren die von der Regierung zu wählen bestand. Während der Zugehörigkeit der Stadt zum Königreich Westfalen leitete ein Maire die Stadtverwaltung. Ihm ein Munizipalrat zur Seite. 1831 wurde ein neues Verfassungs- und Verwaltungsreglement Danach gab es einen Bürgermeister bzw. ab 1844 einen Oberbürgermeister. Mit der neuen Städteordnung 1852 gab es wieder einen Bürgermeister der 1885 erneut den Titel Oberbürgermeister trug. Während Dritten Reichs wurde das Stadtoberhaupt von der eingesetzt.
1946 führte die Militärregierung der Britischen Besatzungszone die Kommunalverfassung nach britischem Vorbild ein. gab es einen vom Volk gewählten Rat. wählte aus seiner Mitte den Oberbürgermeister als Vorsitzenden und Repräsentanten der Stadt ehrenamtlich tätig war. Daneben gab es ab einen ebenfalls vom Rat gewählten hauptamtlichen Oberstadtdirektor als Leiter der Stadtverwaltung. 2001 wurde in Göttingen die Doppelspitze in Stadtverwaltung aufgegeben. Seither gibt es nur noch hauptamtlichen Oberbürgermeister. Dieser ist Vorsitzender des Rates der Stadtverwaltung und Repräsentant der Stadt. Er seit 2001 direkt vom Volk gewählt.
Bürgermeister bzw. Oberbürgermeister seit 1809
1809 - 1831 : Conrad Julius Hieronymus Tuckermann Maire später
In Göttingen erscheint als Tageszeitung das Göttinger Tageblatt .
Vierteljährlich erscheint das Magazin RegJo (Regionaljournal für Südniedersachsen) das sich mit Kultur und Politik der Landkreise Göttingen Northeim Holzminden und Osterode am Harz beschäftigt.
Fachhochschule Hildesheim/Holzminden ; gegründet 1971 aus mehreren Vorgängereinrichtungen für Handwerk Baugewerbe Sozialpädagogik mit den Standorten Hildesheim und Holzminden. wurde in Göttingen ein weiterer Standort eröffnet. Website des Standorts Göttingen )
Außerdem hat Göttingen das komplette Angebot allgemein bildenden und beruflichen Schulen. Siehe hierzu Website des Göttinger Schulnetzes unter http://www.goe.ni.schule.de .
Das Stadtgebiet Göttingens ist in 18 Stadtbezirke bzw. Stadtteile eingeteilt. Einige der Stadtteile sind allein mit benachbarten Stadtteilen zusammen Ortschaften im Sinne der Niedersächsischen Gemeindeordnung (NGO). haben einen vom Volk gewählten Ortsrat der nach Einwohnerzahl der Ortschaft zwischen 9 und Mitglieder hat. Vorsitzender des Ortsrat ist ein Ortsbürgermeister . Die Ortsräte sind zu wichtigen die betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung eine Maßnahme obliegt jedoch dem Gesamtgemeinderat der Göttingen.
Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis handelt es sich meist um Schätzungen danach Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Ämter bzw. der Stadtverwaltung selbst.
Der im 18. Jahrhundert zu einem umgebildete Wall umgibt noch heute die Innenstadt. In Innenstadt liegen 5 in gotische Zeit zurückreichende Stadtpfarrkirchen (St. Albani St. Jacobi St. Johannis Marien Paulinerkirche - heute Universitätsbibliothek) und das im Kern gotische Alte Rathaus vor dem der berühmte Gänselieselbrunnen das Wahrzeichen der Stadt steht. Außerdem finden sich mitunter stark restaurierte Fachwerkhäuser (13. bis 19. Jahrhundert) wie z.B. Junkernschänke das Bornemannsche Haus das Schrödersche Haus und das Lichtenberghaus .
Zu den universitären Sehenswürdigkeiten zählen die Aula mit dem Karzer die neben anderen Göttinger Bauten auch dem 10-DM-Schein zu sehen war das Alte Auditorium und der Alte Botanische Garten . Die ehemalige Sternwarte beim Geismarer Tor ist ein klassizistischer mit Anklängen an die so genannte Revolutionsarchitektur 1800).
Am Geismarer Tor befindet sich das Acchouchierhaus (Entbindungsanstalt der späten Aufklärungszeit) das heute Universitätsinstitut genutzt wird/
Auf dem Hainberg gibt es einen um 1900 beliebten Bismarcktürme .
Im Stadtteil Nikolausberg findet man in exponierter Lage eine Dorfkirche deren romanischen Bauteile stilistisch mit der Bauschule von Königslutter in Verbindung zu stehen scheinen. Ursprünglich Klosterkirche gegründet siedelte der Konvent schon früh das nahe im Tal gelegene Weende (heute Stadtteil von Göttingen) über.
1926 3. Februar Dr. Hans-Jochen Vogel Bundesminister für Raumordnung Bauwesen und Städtebau Bundesjustizminister (1974-1981) Vorsitzender der SPD-Fraktion im Bundestag Vorsitzender der SPD (1987-1991)