Grass ist Sohn einer Kaufmannsfamilie. Im Zweiten Weltkrieg wurde er 1944 als Luftwaffenhelfer einberufen. Nach Kriegsende verblieb bis 1946 in amerikanischer Gefangenschaft.
In den Jahren 1947/48 absolvierte er Steinmetzlehre in Düsseldorf . Danach studierte er von 1948 bis 1952 an der Kunstakademie Düsseldorf Graphik und Bildhauerei. Das Studium setzte er 1953 bis 1956 an der Hochschule für Bildende Künste Berlin als Schüler des Bildhauers Karl Hartung fort.
In den Jahren 1956/57 begann Grass ersten Ausstellungen von Plastiken und Graphiken in Stuttgart und Berlin- Tempelhof schriftstellerisch tätig zu werden. Bis 1958 vor allem Kurzprosa Gedichte und Theaterstücke die dem poetischen oder absurden Theater zuordnet. In einer sehr bildlichen Sprache auch der Roman Die Blechtrommel geschrieben der später von Volker Schlöndorff verfilmt wurde.
Für den Roman erhielt er 1958 den Preis der Gruppe 47 deren Mitglied er war. 1960 wollte die Jury des Bremer Literaturpreises Grass für die Blechtrommel prämieren was vom Bremer Senat verhindert wurde. In diesem und dem folgenden wurde der Preis nicht
Mit der 1959 veröffentlichten Blechtrommel in der er erstmals historisch reale mit seiner surreal-grotesken Bildersprache konfrontiert hat Grass Stil gefunden. Als einer der ersten deutschsprachigen stellte er sich den Ereignissen des Zweiten Weltkriegs entschied sich bewusst für die gegenständliche des historischen Kontexts anstatt gemäß dem damals Trend ins rein Formale auszuweichen. So schaffte gleich mit seinem ersten Roman den Durchbruch. nach dem Krieg wurde ein (kaschubisch-) deutscher wieder international wahrgenommen und gefeiert.
Grass unterstützte oft die SPD in den Wahlkämpfen.
In Kurze Rede eines vaterlandslosen Gesellen ( Die Zeit 9. Februar 1990 S. 61) nahm ablehnend zur Wiedervereinigung Stellung.