Der spanische Name der Gürteltiere Armadillos bedeutet "Die Gepanzerten". Dieser Panzer der die gesamte Körperoberfläche der Tiere bedeckt besteht Horn - und Knochenplatten die in der Haut gebildet werden. An Vorder- und Hinterleib sie häufig zu starren Rückenschilden verwachsen dazwischen sie zur Bauchseite offene querverlaufende Ringe die Gürtel. Verbindungen mit überlappenden Hautfalten gewährleisten eine Flexibilität.
Der Kopf - auf der Oberseite ebenfalls mit besetzt - hat eine schmale spitz zulaufende die Ohren stehen mausartig nach oben ab die Augen sind sehr klein. Bei einigen Arten die Schnauze röhrenartig verlängert. Die kurzen Beine haben starke Krallen der spitze Schwanz ist von Knochenringen umgeben.
Die Größe der Arten variiert von 15cm langen 100g schweren Gürtelmull ( Chlamyphorus truncatus ) bis zum 60 kg schweren Riesengürteltier Priodontes giganteus ) das ohne Schwanz eine Länge von m erreicht. Die ausgestorbene Gattung Glyptodon erreichte dagegen die Größe heutiger Nashörner .
Die meisten Gürteltiere sind nachtaktive Einzelgänger. ihrer langen klebrigen Zunge und den kleinen schwachen Zähnen sind sie auf Nahrung in Form Insekten und anderen Wirbellosen spezialisiert. Größere Arten fressen auch kleine Wirbeltiere wie Eidechsen und Mäuse seltener Aas und Pflanzenkost . Der bestens entwickelte Geruchssinn spürt die Beute bis zu 20 cm tief im auf die daraufhin ausgegraben wird. Dabei sind Tiere in der Lage bis zu sechs lang die Luft anzuhalten um die Atemwege freizuhalten.
Das Riesengürteltier hält mit über 15 den Rekord der größten Krallen im ganzen Damit reißt es mühelos Termitenhügel auf und gräbt sich sogar durch Beton .
Trotz des plumpen und scheinbar starren können sich Gürteltiere erstaunlich flink fortbewegen. Einige sogar gute Schwimmer wobei sie vorher Luft Magen und Darm schlucken damit sie in ihrer Rüstung untergehen. Zum Schlafen graben sie sich im ein.
Bei Gefahr im Freien ziehen sich die Gürteltiere zusammen. Arten wie das Braunborsten-Gürteltier ( Chaetophractus villosus ) pressen sich dabei fest an den so dass nur die Panzerung attackiert werden Die meisten anderen bilden so rundum geschützte Kugeln . Vor allem bei den Kugelgürteltieren ( Tolypeutes ) ist der Panzer dabei so lückenlos und der Muskelschluss so fest dass kein Fressfeind ausgenommen Jaguar diese Schale knacken könnte. Werden sie in ihrer gegrabenen Höhle angegriffen spreizen einige Arten ihre Knochenplatten und verankern sich so fest im Erdboden. Krallen lassen sich dabei gut zur Verteidigung
Einige Gürteltier-Weibchen können den männlichen Samen bis zu zwei Jahren im Körper bevor eine Befruchtung eintritt. So werden in ungünstigen Zeiten chancenlosen Nachkommen hervorgebracht. Nach einer Tragzeit von zu vier Monaten bringen Gürteltiere ihre Jungen ihren Höhlen zur Welt. Beim Neunbinden-Gürteltier sind ausschließlich eineiige Vierlinge was einzigartig im Tierreich Die Jungen haben anfangs noch eine weiche Haut und werden nur wenige Wochen gesäugt.
In Südamerika werden Gürteltiere oft wegen ihres wohlschmeckenden Fleisches gejagt was neben der Lebensraumvernichtung durch den Menschen bei einigen Arten bereits zur bedrohlichen geführt hat. Dagegen vermehrt sich z.B. Das beständig und breitet sich weiter nach Nordamerika aus. Mancherorts werden die Tiere zur Schädlingsbekämpfung angesiedelt oder als Haustiere gehalten. Die Panzer der toten Tiere gern als skurile Körbe an Touristen verkauft.
Wegen ihrer ungewöhnlich niedrigen Körpertemperatur sind Gürteltiere die einzig Tiergruppe die das Bakterium der Leprakrankheit in sich tragen kann. Das macht unverzichtbar bei der Erforschung von Impfstoffen .