Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Die galicische Sprache ( Galicisch span. Gallego galicisch Galego ) wird in Galicien (Nordwestspanien) gesprochen und ist seit 1982 in dieser Region - aber nicht Gesamt- Spanien - Amtssprache neben dem Spanischen . Sie weist eine hohe Ähnlichkeit mit portugiesischen Sprache auf.
Der Language Code ist gl bzw. glg (nach ISO 639 ).
Ausgangspunkt der galicischen Sprache ist die lateinische Sprache bzw. das so genannte Vulgärlatein . Der Übergang von der lateinischen zur Sprache erfolgte sukzessive in kleinen Schritten. Wann Wechsel von Latein zum Galicischen erfolgte lässt dementsprechend nicht exakt festlegen. Einige galicische Sprachforscher allerdings davon aus dass bereits im 8. Jahrhundert eine spürbare Lücke zwischen der kirchlichen Latein und der Sprache der einfachen Bewohner bestand. Ab dem 8. Jahrhundert gab es bereits die zwei parallelen Sprachsysteme Latein und
Ab dem 12. Jahrhundert begünstigten die soziopolitischen Rahmenbedingungen die Verbreitung Troubadouren und ihrer Troubadourlyrik in Galicien. Die Sprache wird ab dem 12. Jahrhundert zur lyrischen Sprache der iberischen Halbinsel; aus dem der Troubadoure erklang die Dichtung in galicischer an vielen spanischen Höfen. Auch außerhalb Galiciens viele Dichter der iberischen Halbinsel die galicische als Grundlage für ihre Werke.
Obwohl die galicische Sprache während des bis 18. Jahrhunderts weiterhin die verbreiteste Sprache Galicien war gibt es für diesen Zeitraum schriftliche Nachweise und Zeugnisse die die Situation weitere Entwicklung des Galicischen belegen; dieser Zeitraum in Galicien als die "dunklen Jahrhunderte" (galicisch: Séculos Escuros) bezeichnet.
Das Jahr 1863 kennzeichnet den Beginn so genannten Rexurdimento der sprachlich-literarischen Wiedergeburt der Sprache. In diesem Jahr wird das Werk gallegos' (Lieder aus Galicien) von Rosalía de Castro veröffentlicht. Das Werk dieser Lyrikerin zusammen den Werken Curros Enríquez (Aires da miña 1880) sowie Eduardo Pondal (Queixumes dos pinos stellt die Wiedergeburt des Galicischen in der Literatur dar. In den Werken dieser Autoren insbesondere bei Pondal drücken sich deutliche Bestrebungen Literaten aus die galicische Sprache zu einer und kultivierten Sprache weiterzuentwickeln.
Mit der Machtübernahme durch den Diktator Francisco Franco war die offizielle Verwendung der galicischen untersagt. Hintergrund dieses Verbotes waren Bestrebungen Francos stärker zentralistisch auszurichten um damit den regionalen insbesondere in Galicien dem Baskenland und Katalonien zu begegnen. Der Verbot der Verwendung regionalen Sprachen in Spanien - und sonstige Eigenheiten - schien dem Franco-Regime ein geeigneter hierzu zu sein. Erst mit seinem Tod Jahr 1975 setzte ein Prozess der sprachlichen im Umgang mit dem Galicischen ein. Dieser ist allerdings bis heute noch nicht abgeschlossen. teils polemischer Auseinandersetzungen sind unterschiedliche Sichtweisen über für eine Standardnorm für das Galicische.
Auf der einen Seite stehen die genannten Reintegrationisten die für die Eingliederung des Galicischen den portugiesischen Sprachraum eintreten. Auf der anderen Seite befinden sich die Autonomisten deren Ziel die endgültige Positionierung des als eigenständige romanische Sprache neben dem Spanischen dem Portugiesischen ist. Neben diesen beiden Hauptgruppen es noch diverse weitere Strömungen vor allem der Reintegrationisten. Die Uneinigkeit über die galicische hat zu einer kontroversen Auseinandersetzung geführt in es in erster Linie um orthographische aber um morphologische und lexikalische Fragen sowie um Einschätzungen von Geschichte und Gegenwart des Galicischen Der Normenstreit spielt sich sowohl politischer Ebene auch auch in der allgemeinen öffentlichen Diskussion in den Medien ab.