Der Gangesdelfin ( Platanista gangetica ) ist ein in Südasien verbreiteter Flussdelfin . Er ist in zwei verschiedenen Flusssystemen Die im Indus verbreiteten Populationen wurden gelegentlich auch als Art (Indusdelfin siehe unten ) angesehen.
Gangesdelfine haben eine lang ausgezogene und aufwärts gebogene Schnauze. Sie sind 2-3 m wobei Weibchen im Schnitt etwas größer als sind. Die Rückenflosse ist klein und unauffällig. all diesen Merkmalen gleicht der Gangesdelfin dem Amazonasdelfin obwohl nur eine entfernte Verwandtschaft zu besteht.
Die Körperfarbe ist dunkelgrau; die Unterseite etwas heller als die Oberseite. Den Augen eine Linse und sie sind verkümmert. Daher die Art manchmal auch als Blinder Flussdelfin Mit den Augen kann der Delfin allenfalls Helligkeitsunterschiede ausmachen. Die wirkliche Orientierung erfolgt über Echo-Ortung. Offenbar hat das Leben im schlammigen den Gesichtssinn verkümmern lassen.
Die zwei Unterarten des Gangesdelfins leben unterschiedlichen Flusssystemen. Der eigentliche Gangesdelfin bewohnt das Ganges - Brahmaputra -System im Nordosten Indiens und in Bangladesch . Die andere Unterart der Indusdelfin lebt Mittellauf des Indus in Zentral- Pakistan . Ihre Verbreitung war einst wahrscheinlich viel und umfasste auch zahlreiche Nebenflüsse des Indus.
Gangesdelfine leben für gewöhnlich einzelgängerisch. Sie ihren Nachwuchs zum Beginn der indischen Trockenzeit. einzige Junge ist etwa 70 cm lang wird ein Jahr gesäugt. Die Nahrung sind und aus dem Bodenschlamm gegrabene wirbellose Organismen.
Ganges- und Indusdelfin galten ursprünglich als Art. In den 1970ern setzte sich die durch sie als getrennte Arten zu führen. Indusdelfin erhielt in diesem System die Bezeichnung Platanista indi . 1998 kam Dale W. Rice in weithin als Standardwerk akzeptierten Marine Mammals of the World: Systematics and zu dem Schluss dass es keine morphologischen Unterschiede gebe die eine Trennung rechtfertigten. vereinte beide wieder als eine Art und den Indusdelfin als Unterart des Gangesdelfins nun Platanista gangetica minor .
Der Gangesdelfin ist gefährdet da er immer wieder in Fischernetzen verfängt durch Schleusen Staudämme eingeschränkt wird und durch Gifteinleitungen in Flüsse unfruchtbar wird. Zudem werden in manchen Gangesdelfine gefangen; ihr Fleisch gilt zwar als aber ihr Tran gilt als Aphrodisiakum und das Fleisch wird als Köder Angeln nach Welsen verwendet. Beide Unterarten stehen der Roten Liste der IUCN .