Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Geest : Substantivierung des niederdeutschen Adjektivs gest trocken unfruchtbar oder güst niederdeutsch unfruchtbar bei milchgebenden Tieren.
Kennzeichnend für viele Geestlandschaften der Küstenländer die Knicks eine norddeutsche Sonderform der Wallhecke die regelmäßigen Abständen auf den Stock zurückgeschnitten wird und Schutz vor Wind und Sandflucht bietet. Knicks dienten früher zur Gewinnung von Weidenruten und von Holz für Zäune.
Dort wo die Geest direkt an Meer grenzt bilden sich Steilküsten so genannte beispielsweise auf Sylt und Amrum.
In der Besiedlungsgeschichte Norddeutschlands war die früher als die Marsch besiedelt da sie vor Sturmfluten bot. Daher findet man sowohl auf Festland als auch auf den Geestkernen der Inseln Großsteingräber aus der Steinzeit .
Die Geest-Marsch-Grenze stellt auch Siedlungs- und eine Grenze dar. So siedelten die Friesen sich bevorzugt in Marschgebieten an. Auch der sächsisch besiedelten Gebiete gab es eine Trennung bäuerlichen Geest- und Marschkulturen die nicht zuletzt die unterschiedliche Fruchtbarkeit der Gebiete bestimmt war. Für Marschbewohner galt es in das 20. Jahrhundert hinein als unschicklich jemand von der zu heiraten da auf diese [Weise kein Land in die Familie kam.