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NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMontag, 24. November 2014 

Gehörlosigkeit


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Unter Gehörlosigkeit (Taubheit) versteht man die Minderung des Hörvermögens soweit dass Gesprochenes trotz Hörhilfen nicht verstanden werden kann.

Wer gehörlos auf die Welt kommt in den ersten zwei Lebensjahren ertaubt kann mehr auf normalem Wege sprechen lernen sondern auf eine spezielle Sprecherziehung angewiesen mit der - je nach Talent und Übung - die "normale" Lautsprache erlernt werden kann. Dazu werden bei die noch ein Restgehör aufweisen auch Hörhilfen Technische Hörhilfen sind das Hörgerät sowie die medizinisch-technischen Geräte Cochlear Implantat (CI) und Hirnstamm-Implantat (Brain Implantat BI).

Zum Verstehen der lautsprachlicher Informationen sind Gehörlose auf das Lippenlesen und - je nach Versorgung - Unterstützung durch Hörgeräte angewiesen. Da sowohl visuell den Lippenstellungen wahrnehmbare Sprechtöne als auch die Töne nur bruchstückhaft sind müssen taube Personen übermittelte Information während der kurzen Wahrnehmungsspanne wie einem Kreuzworträtsel zusammenraten was bei größerem Umfang - einem Vortrag - sehr anstrengend oder auch ist.

Zur natürlichen Unterhaltung der Gehörlosen untereinander sich Gebärdensprachen herausgebildet die auf rein visuellem Wege wahrgenommen werden können. Da Gehörlose ihre Kommunikations behinderung in der Gesellschaft meist isoliert sind soziale Kontakte vornehmlich innerhalb diese Gruppe gepflegt. hat sich über Jahrhunderte hinweg eine eigene Kultur der Tauben herausgebildet.

Als politische soziale und kulturelle Interessenvertretung Tauben im deutschsprachigen Raum betrachten sich der Deutsche Gehörlosen-Bund der Österreichische Gehörlosen Bund und der Gehörlosenbund.

Solange es keine Schulen mit gezielter umfassender Spracherziehung gab hatten Gehörlose kaum eine sich verständlich zu äußern wodurch der irreführende "taubstumm" entstand. Man sollte lieber von "gehörlos" " taub " reden da "taubstumm" von vielen als empfunden wird.

Eine über privilegierte Einzelfälle hinausgehende pädagogische erfuhren die vormals "Taubstummen" erst seit 1771 Abbé de l‘Epée in Paris die erste gründete.
In der Schweiz gründete 1777 der Pfarrer Heinrich Keller er zwei taube Knaben in sein Pfarrhaus Schlieren aufnahm die erste kleine "Taubstummenschule". Zuvor bereits 1664/1665 unter der Leitung des Logikprofessors Lavater in Zürich eine wissenschaftliche Arbeit unter dem Namen Lavater’sche Taubstummenschule“ über die physiologischen theologischen und Aspekte des "Taubstummenproblems" als Dissertation zur Prüfung
In Deutschland begann Samuel Heinicke 1769 in Hamburg mit der Unterrichtung tauber Schüler. 1778 übersiedelte er mit seiner und 9 Schülern nach Leipzig und gründete das "Chursächsische Institut für und andere mit Sprachgebrechen behaftete Personen".

Tritt die Hörschädigung erst nach dem Spracherwerb auf spricht man von "postlingualer Ertaubung" Deutsch "Spätertaubung". Die Betroffenen können meist normal sind aber ebenfalls auf Lippenlesen angewiesen.

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