Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenSonntag, 27. Mai 2012 

Geldern (Stadt)


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.
Wappen Karte

(Info: Der Verwendung
wurde widersprochen!)
Basisdaten
Bundesland : Nordrhein-Westfalen
Regierungsbezirk : Düsseldorf
Kreis : Kleve
Fläche : 97 11 km²
Einwohner : 33314 (31. 5. 2003)
Bevölkerungsdichte : 344 Einwohner/km²
Höhe : 27 m ü. NN
Postleitzahlen : 47591-47608
Vorwahlen : 02831
Geografische Lage : 52° 9' n. Br.
06° 20' ö. L.
Ausdehnung: Nord-Süd: 12 2 km
West-Ost: 15 0 km
KFZ-Kennzeichen : KLE (bis 1975: GEL )
Amtlicher Gemeindeschlüssel : 05 1 54 012
Gliederung des Stadtgebiets: 8 Stadtteile/ Stadtbezirke
Adresse der Stadtverwaltung Issumer Tor 36
47608 Geldern
Website: www.geldern.de
E-Mail-Adresse: info@geldern.de
Politik
Bürgermeister : Paul Heßler ( CDU )

Geldern ist eine Stadt am linken Niederrhein im Westen von Nordrhein-Westfalen im Regierungsbezirk Düsseldorf . Sie liegt ca. 20 km nord-westlich Krefeld im Kreis Kleve . Der nächste größere Ort in den Niederlanden ist das ca. 15 km entfernte Venlo .

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Geldern liegt linksrheinisch im niederrheinischen Tiefland. Geldern im Durchschnitt 27 m über NN. Es durchflossen von der Niers einem Zufluss der Maas . Die Fleuth mündet in Geldern in Niers.

Wappen

Das erste Wappen der Stadt Geldern ein Schild mit drei Mispeln die sich auf die Geschehnisse beziehen die in der erzählt werden. Schon im Mittelalter wird dann auch auf dem heutigen Wappen erkennbare Geldrische verwendet.

Geschichte

Drachentötersage

Es wird erzählt dass um 878 die Herren Wichard und Ludolf von gegen einen feuerspeienden Drachen kämpften. Sie fanden ihn unter einem Mispelbaum und einer der beiden durchbohrte den mit seinem Speer. Während der Drachen verendete er noch zwei- oder dreimal Gelre! Gelre! . Die Stadt Geldern wurde daraufhin von von Pont als Erinnerung an diese Heldentat Zusammenfluss von Fleuth und Niers gegründet.

Geldrische Geschichte

Eine erste urkundliche Erwähnung der Stadt datiert aus dem Jahre 812 . Der Name der Stadt tritt in Varianten auf: Gelre Gielra Gellero Gelera und ähnliche.

Ein Gerhard Flamens der um 1020 von Kaiser Heinrich II. Wassenberg verliehen bekam war wohl Stammvater der von Geldern. Ab etwa 1096 nannte er auch Graf Gerhard von Geldern (der Grafentitel von anderen Besitztümern wahrscheinlich im Teisterbant ab) 1125 setzte sich die Bezeichnung von Geldern endgültig durch. Wassenberg ging bereits Anfang 1107 als Heiratsgut seiner Tochter an die von Limburg später dann an Jülich . Spätestens mit dem Verzicht auf Wassenberg 1120) verlagerten die Grafen dann ihr Herrschaftszentrum der Burg Geldern die wohl um diese an einem Niersübergang errichtet wurde. Die Burg zugehöriger mittelalterlicher Siedlung war Ausgangspunkt für die Stadt und auch Namensgeberin für die später Grafschaft und das Herzogtum Geldern .

Die Ansiedlung wurde im 13. Jahrhundert zur Festung mit Wällen Gräben und Mauern ausgebaut. Wälle waren nach den vier Himmelsrichtungen benannt und hatten drei Tore deren noch heute verwendet werden. 1229 erhielt Geldern die Stadtrechte . Bis 1343 war Geldern der Sitz der Grafen Herzöge von Geldern bis 1347 die Hauptstadt des Oberquartiers.

Erwähnenswert ist 1306 (evtl. 1315 ) die Gründung eines Karmeliterklosters in Geldern eines von mehreren später der Stadt vorhandenen Klostern . 1400 bis 1418 wurde die spätgotische Pfarrkirche Maria Magdalena erbaut.

Die Stadt Geldern lag in seiner oft im Spannungsfeld territorialer Streitigkeiten. Sie unterstand 1543 bis 1578 spanischer Herrschaft unterbrochen durch eine Besatzung durch Niederländer von 1578 bis 1587 . Durch einen Verrat ging Geldern 1587 an Spanien dessen Herrschaft bis in das 1703 andauerte. In diese Zeit genauer von 1662 bis 1664 fiel auch der Neubau der Hauptburg Schloss Haag einem Anwesen welches als Hof schon 1331 in Urkunden Erwähnung fand und von seit dem Zweiten Weltkrieg nur die äußere noch steht.

Von 1701 bis 1713 / 14 fand der Spanische Erbfolgekrieg statt. In dessen Verlauf geriet die im Febuar 1703 unter Belagerung der Preußen jedoch erst am 21. Dezember des Jahres die Stadt einziehen konnten. Nach dem Ende Erfolgekriegs wurde im Frieden von Utrecht 1713 das bis dahin bei Spanien verbliebene Oberquartier an vier Mächte (Österreich die Generalstaaten und das Herzogtum Jülich) verteilt. Geldern fiel mit dem größten Teil des ehemaligen Oberquartiers Preußen zu und wurde Verwaltungssitz des neu Herzogtums Geldern preußischen Anteils ( Preußisch Geldern ). Im August 1740 besuchte König Friedrich II. von Preußen Geldern. 1764 ließ er die Festungsanlagen der Stadt

1794 bis 1814 war Geldern durch die Franzosen besetzt. Diese setzten sich über die Strukturen weitgehend hinweg und schufen neue und räumliche Ordnungen für eine straffere Verwaltung. Der Geldern lag im Arrondissement Kleve und gehörte dieser Zeit zum Departement de la Roer.

1802 mit der Säkularisation kommt es zur Aufhebung des 1306 Karmeliterklosters.

Mit den Beschlüssen des Wiener Kongresses ging Geldern dann wieder an Preußen. Abstand etwa eines Kanonenschusses östlich der Maas Kanonenschusslinie ) wurde die Grenze zwischen dem Königreich Vereinigten Niederlande und Preußen mitten durch ein zusammengewachsenes Gebiet und eine einheitliche Bevölkerung gezogen. Grenze ist auch heute noch die Grenze der Bundesrepublik und den Niederlanden. Geldern wurde des Kreises Kleve der 1823 bis 1857 mit dem Kreis Rheinberg den Großkreis Geldern 1858 wurde das Kreisgebiet wieder verkleinert.

Die Eisenbahnstrecke Köln - Krefeld - Geldern - Kleve wird 1863 eröffnet.

Die Geldernsche Kreisbahn wird 1902 eröffnet.

Nach dem verlorenen ersten Weltkrieg und dem Waffenstillstand am 11. November 1918 wird Geldern durch alliierte Truppen besetzt. Am 10. Januar 1920 mit dem Versailler Vertrag wird die Rheinprovinz in Besatzungszonen aufgeteilt Geldern gehört dann zur belgischen Die letzten Belgier ziehen am 31. Januar 1926 ab.

1928 kam es zu einer weiteren des Kreises Geldern im Süden durch Abgabe Gemeinden Hinsbeck und Leuth.

Die Geldernsche Kreisbahn wird am 01.04.1932 eingestellt.

Im Zweiten Weltkrieg kommt es durch Bombardierungen Ende 1944 und am 14. Februar 1945 zu starken Zerstörungen des Stadtkerns . Nur wenige Häuser bleiben erhalten ca. % sind zerstört. Unter anderem wird auch Pfarrkirche in der Stadtmitte schwer geschädigt. Auch Haupthaus des Schloss Haag wird völlig zerstört.

Seit 1946 gehört Geldern zum Land Nordrhein-Westfalen .

1952 erfolgt der Wiederaufbau der Pfarrkirche Maria 2003 / 2004 eine vollkommene Sanierung und Neugestaltung des

Mit der Gebietsreform die 1975 abgeschlossen wurde ging der Kreis Geldern Kreis Kleve auf und die Stadt Geldern seit dem nicht mehr Verwaltungshauptsitz.

Religionen

Die Bevölkerung der Stadt Geldern ist katholisch . Mehrere katholische Kirchen sind vorhanden geschichtlich bedeutend ist die Maria-Magdalena am Marktplatz . Es existiert eine evangelische Kirche in der Nähe des Marktplatzes Heilig-Geist-Kirche.

Wirtschaft

Verkehr

Geldern liegt direkt an der Bahnverbindung - Kleve und ist mit dem Regionalexpress 10 Kleve - Düsseldorf zu erreichen. Die Autobahnanschlussstellen sind die A40/E34 Anschlussstelle Kerken und die A57/E3 mit der Anschlussstelle Die Bundesstraßen 9 und 58 verlaufen durch Geldern.

Städtepartnerschaften

Es gibt eine Städtepartnerschaft mit Fürstenberg (Havel) im Land Brandenburg und mit der belgischen Stadt Bree

Stadtgliederung

Geldern besteht aus der eigentlichen Stadt und den Eingemeindungen Veert Kapellen Lüllingen Hartefeld Pont und Vernum.

Entwicklung des Stadtgebiets

Eingemeindungen

Am 1. Juli 1969 wurden Kapellen Pont Veert Vernum Walbeck die Baersdonk eingemeindet. 1975 musste der Kreissitz an Kleve abgegeben werden.

Einwohnerentwicklung

Jahr Einwohnerzahlen
1885 5.690
1905 6.551
1937 7.228
1946 5.288
31. Mai 2003 33.314

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Bauwerke

Die Fossa Eugeniana ist in Geldern und Umgebung touristisch einen ca. 60 km langen Radwanderweg erschlossen. verläuft grenzübergreifend von Rheinberg am Rhein bis in die Niederlande an die Maas . Das Gelände um das ehemalige Schloss kann erwandert werden insbesondere ist die ehemalige Vorburg (entstanden in den 1680er Jahren) erhalten geblieben (beherbergt heute unter einen Golfclub ). Desweiteren ist ein Mühlenturm zu besichtigen das Refektorium (Speisesaal) des ehemaligen Augustinerinnenklosters aus 16. Jahrhundert . In der näheren Umgebung findet man einige Windmühlen .

Literatur

  • Geldrischer Heimatkalender Historischer Verein für Geldern und Umgegend erscheint jährlich
  • Irmgard Hantsche Geldern Atlas - Karten und Texte zur eines Territoriums Geldern 2003 ISBN 3-921760-39-9
  • Johannes Stinner und Karl-Heinz Tekath Gelre -- Geldern -- Gelderland - Geschichte Kultur des Herzogtums Geldern Geldern 2001 Verlag des Historischen Vereins Geldern und Umgegend ISBN 3-921760-31-3
  • Heinz Bosch Illustrierte Geschichte der Stadt Geldern 1848-1969 Band I: Von den revolutionären Ereignissen 1848 bis zum des ersten Weltkriegs 1914 Geldern 1994
  • Gregor Hövelmann Geschichte des Kreises Geldern. Eine Skizze. Erster 1816-1866 Geldern 1974

Sonstiges

Regelmäßige Veranstaltungen

In Geldern findet jedes Jahr im Sommer ein Straßenmalerwettbewerb statt zu dem internationale Künstler anreisen. Weiterhin gibt es jährlich die größte Pfingstkirmes am Niederrhein und eine Straßenparty Sommer.

Weblinks

Kommunen im Kreis Kleve :
Bedburg-Hau | Emmerich | Geldern | Goch | Issum | Kalkar | Kerken | Kevelaer | Kleve | Kranenburg | Rees | Rheurdt | Straelen | Uedem | Wachtendonk | Weeze |




Bücher zum Thema Geldern (Stadt)

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Geldern_(Stadt).html">Geldern (Stadt) </a>