Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier. Als Geldschöpfung bezeichnet den Prozess der Schaffung von Geld durch Kreditbeziehungen innerhalb des Bankensystems bzw. zwischen Banken und Nicht-Banken. Die Geldmenge unterliegt dadurch nur zu einem geringen dem unmitelbaren Einfluss der Zentralbank . Da diese allerdings an einer Kontrolle Geldumlaufs interessiert ist da zwischen Geldmenge und langfristig eine stabile Beziehung besteht sucht sie die Geldschöpfung Einfluss zu nehmen.
Banken erhalten von ihren Kunden Einlagen in Form von Einzahlungen auf Sparbücher. Da Sparer hierfür eine Verzinsung erwartet sind die wiederum daran interessiert mit Hilfe der empfangenen selbst Zinsen zu erwirtschaften. Dies gelingt ihnen indem Kredite vergeben. Da diese Kredite für Käufe werden erscheinen sie früher oder später in von Einzahlungen auf ein Konto wieder als bei einer Bank. Damit verfügt diese erneut Geld um weitere Kredite vergeben zu können. bildet sich also eine Spirale von empfangenen und vergebenen Krediten heraus die sich rein unbegrenzt weiterdrehem könnte. Eine natürliche Begrenzung dieser ergibt sich allerdings bereits dadruch dass Banken der Lage sein müssen ihren Kunden Geld zu können wenn sie das wünschen. Folglich sie eine Liquiditätsreserve halten können also mit anderen Worten Einlagen nicht in voller Höhe wieder als auszahlen.
Darüber hinaus versucht die Notenbank im einer Beeinflussung der Geldmenge oder der Liquidität der Wirtschaft Einfluss auf die Geldschöpfung zu Dazu stehen ihr im Grundsatz drei Mechanismen Verfügung:
Sie verpflichtet die Banken einen Teil ihrer als Mindestreserve zinslos bei der Zentralbank zu hinterlegen. sie die Mindestreserve können die Banken weniger vergeben und umgekehrt. Derzeit ist diese Reserveverpflichtung Euroraum auf unwirksame 2% abgesenkt und in Schweiz gänzlich aufgehoben.
Sie stellt den Banken in unterschiedlichem Umfang (Zentralbankgeld) für die Kreditvergabe zur Verfügung. Dies mit Hilfe der Diskontpolitik bzw. der Lombardpolitik in deren Rahmen Banken Wechsel bzw. Wertpapiere bei der Zentralbank verpfänden können wodruch Geld zur Verfügung gestellt wird. Sind die berechneten Zinsen ( Diskontsatz bzw. Lombardsatz ) niedrig werden die Banken viele Papiere damit viel Geld erhalten und sie können auch viele Kredite vergeben. Verteuert die Notenbank Beschaffung von Geld sinkt die Kreditvergabe entsprechend.
Sie bietet die Banken Alternativen zur Kreditvergabe. geschieht im Rahmen der Offenmarktpolitik bei der die Zentralbank den Banken Wertpapiere zum Kauf anbietet. Sind die Zinskonditionen Zentralbank gut werden die Banken Offenmarktpapiere kaufen Kredite zu vergeben und die Geldschöpfung wird
Eine Bank hat von ihren Kunden Euro als Einlage erhalten. Davon führt sie von der Zentralbank festgelegten Mindestreservesatz (hier angenommen tatsächlich heute nur 2%) ab so dass 90 Euro übrig bleiben die sie als vergibt. Diese 90 Euro werden vom Kreditnehmer und landen wieder als Einlage auf einem Bankkonto. Hiervon führt die Bank erneut 10% 9 Euro als Mindestreserve ab und sie die verbleibenden 81 Euro als neuen Kredit. Kreditbetrag wird erneut verausgabt und wieder auf Konto als Einlage eingezahlt. Erneut fliessen 10 = 8 10 Euro als Mindestreserve und bleiben 72 90 Euro übrig die wieder Kredit vergeben werden u.s.w. Die Kreditspirale dreht immer weiter die neu zu vergebenden Kredite aber immer geringer. Wie stark sich die letztlich erhöht gibt der Geldschöpfungs- Multiplikator an.