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Generalgouvernement


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Generalgouvernement (für die besetzten polnischen Gebiete ) “ war während des Zweiten Weltkrieg die Bezeichnung für die von Deutschland besetzten aber nicht eingegliederten Gebiete in Es bestand von 1939 bis 1945 . Erklärtes Ziel der Nationalsozialisten war es das Generalgouvernement „ judenfrei “ zu machen und die Polen zu damit sich Deutsche dort ansiedeln konnten. Den sollte jede Möglichkeit der Selbstständigkeit genommen werden waren z. B. die polnischen Schulen geschlossen und die Polen erhielten nur 600 Kalorien am Tag.

Vier Vernichtungslager ( Belzec Sobibor Treblinka und Majdanek ) befanden sich im Gebiet des Generalgouvernements. Polen wurden zur Zwangsarbeit verschleppt.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Nach dem Polenfeldzug bildeten die deutschen Besatzungsbehörden am 26. 1939 das Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete .

Es umfasste Zentralpolen und grenzte im Osten an die deutsch-sowjetische Teilungslinie an den Bug und San im Süden an Ungarn ( Karpato-Ukraine ) und die damals selbständige Slowakei und im Westen und Norden an das Deutsche Reich (Protektorat Böhmen und Mähren preußische Provinzen Schlesien und Ostpreußen und Reichsgau Wartheland ).

Die Rechtsstellung des Generalgouvernements blieb bis nicht engültig geklärtt. Meist wurde es als bezeichnet das der deutschen Machtausübung unterliege aber Teil des Großdeutschen Reiches sei. Von diesem es durch eine Polizei- Währungs- Devisen- und getrennt.

Dienstsitz des Generalgouverneurs Hans Frank aus Berlin wurde zunächst die Stadt Lodsch (Łódź).

Nach deren überstürzten Eingliederung in das Reich am 9. November 1939 verlegte der seinen Sitz ab 13. November 1939 endgültig die Stadt Krakau (Kraków).

Seit dem 31. Juli 1940 führte Generalgouvernement für die besetzten polnischen Gebiete nur die Bezeichnung Generalgouvernement .

Das Amt des Generalgouverneurs in Krakau sich nunmehr als Regierung des Generalgouvernements . Die bisherigen Distriktschefs erhielten die neue Gouverneur . Die staatliche Gewalt lag bei dem Dr. Frank und bei dem Vorsitzenden des Ministerrats für die Reichsverteidigung und für den Vierjahresplan Reichsmarschall Hermann Göring . Weiterhin ermächtigte Adolf Hitler die obersten Anordnungen für das Generalgouvernement zu treffen.

Damit erhielten auch Heinrich Himmler und Reinhard Heydrich Eingriffsrechte in die Angelegenheiten des Generalgouvernements. der Folgezeit erreichten diese über ihre Exekutivorgane facto die alleinige Zuständigkeit auch wenn sich dagegen stemmte. So lief über diese direkte die von Juli 1941 bis Ende 1943 durchgeführte Vernichtungsoperation Aktion Reinhardt im Generalgouvernement ab.

Auf dem Vormarsch der Roten Armee wurde das Generalgouvernement im Sommer 1944 bis zur Weichsel besetzt. Die restlichen Teile westlich der eroberte die Rote Armee auf ihrem Vormarsch zur Oder in Richtung Berlin im Januar 1945.

Verwaltungsaufbau

Dem Generalgouverneur unterstand ausschließlich und unmittelbar Führer. Alle Verwaltungszweige waren ihm in alleiniger zugewiesen. Zur Führung der Verwaltung bediente er der Regierung des Generalgouvernements der die Gouverneure darunter die Stadt- und Kreishauptmänner nachgeordnet waren. in der Distrikts- als auch in der waren alle Verwaltungszweige zusammengefasst (Einheit der Verwaltung) so für Sonderbehörden kein Raum war.

Die Befugnis im Generalgouvernement neues Recht setzen hatten nach dem Erlass vom 12. 1939:

  • der Ministerrat für die Reichsverteidigung
  • der Beauftragte für den Vierjahresplan
  • der Generalgouverneur.

In Berlin gab es die Dienststelle „Bevollmächtigten des Generalgouverneurs“. Diese hatte die Aufgabe die Wirtschaftsbeziehungen aufzubauen und zu fördern.

Verwaltungsgliederung

Das Generalgouvernement für die besetzten polnischen teilte sich anfangs in die vier Distrikte Lublin Radom und Warschau mit der entsprechenden von Stadt- und Landkreisen.

Nach dem Beginn des Russlandfeldzuges trat 1. August 1941 das sowjet-ukrainische (früher polnische österreichische) Gebiet um Lemberg (Lwów/Lwow/Lwiw) als neuer Distrikt Galizien mit Sitz in Lemberg zum Generalgouvernement. Der Bezirk Bialystok trat nicht zum Generalgouvernement sondern bildete 1. August 1941 einen eigenen Zivilverwaltungsbezirk unter ostpreußischen Oberpräsidenten Erich Koch .

Während die Grenzen der Distrikte völlig bestimmt wurden blieb es hinsichtlich der Kreise wesentlichen bei den früheren polnischen Abgrenzungen. Zur 1939/1940 wurden jeweils mehrere Landkreise aus Mangel deutschem Verwaltungspersonal zu neuen größeren Verwaltungseinheiten zusammengefasst die Bezeichnung Kreishauptmannschaft erhielten.

Soweit in großflächigen Kreishauptmannschaften erforderlich waren deutsche Stadt- oder Landkommissare eingesetzt.

Die Verwaltung der örtlichen Landgemeinden (= mit mehreren Dorfgemeinden) lag in polnischer Hand.

Die Anzahl der Stadtkreise wechselte:

  • Krakau Lublin Radom Tschenstochau und Warschau waren Beginn der deutschen Verwaltung Stadtkreise.
  • Seit dem 13. Juli 1940 gab es Eingemeindungen in die deutsch gebliebenen Teile der Przemysl westlich des San den Stadtkreis Deutsch-Przemysl der bis dahin der Bezirkshauptmannschaft Jaroslau hatte.
  • Seit dem 10. Oktober 1940 gab es Stadtkreis Kielce.
  • Am 15. November 1941 wurde der Stadtkreis nach Eingemeindung des bisher zum Distrikt Galizien Ostteiles von Przemysl in Stadt Przemysl umbenannt. wurde als nunmehr als kreisangehörige Stadt Verwaltungssitz der neuen Kreishauptmannschaft Przemysl.
  • Am 11. August 1941 wurde Lemberg als bestätigt.

Polizei und SS

Die Polizei der Generalgouvernements unterstand dem SS- und Polizeiführer in Krakau der neben Staatssekretär (Stellvertreter des Generalgouverneurs) dem Generalgouverneur Frank unterstand. Der Höhere SS- und Polizeiführer war der Beauftragte des Reichskommissars für die Festigung deutschen Volkstums.

Ihm waren unterstellt der Befehlshaber der und der Befehlshaber der Sicherheitspolizei und des SD .

In jedem der fünf Distrikte gab einen SS- und Polizeiführer.

Wehrmacht

Die im Generalgouvernement eingesetzten Streitkräfte unterstanden Wehrmachtsbefehlshaber im Generalgouvernement unter dem Oberbefehlshaber des

Finanzen

Die Zloty-Währung ist im Generalgouvernement aufrechterhalten Der Kurs wurde auf 2 Zloty = Reichsmark festgelegt. Die Noten der früheren Bank sind im Mai 1940 durch die am Dezember 1939 gegründete neue Emissionsbank im Generalgouvernement worden (1 Zloty = 1 Zloty).

Wirtschaft

Die am 15. November 1939 errichtete Treuhandstelle im Generalgouvernement mit ihren Außenstellen in Distriktsorten verwaltete das beschlagnahmte Vermögen des aus Sicht untergegangenen früheren polnischen Staates und auch privates polnisches oder jüdisches Vermögen.

Arbeit

Der „Arbeitseinsatz“ der polnischen und jüdischen wurde über die örtlichen Arbeitsämter geleitet.

Für die polnische Bevölkerung bestand Arbeitspflicht eine Beschränkung des Arbeitsplatzwechsels. Für die jüdische bestand Arbeitszwang.

Ab 1. Dezember 1940 gab es Baudienst für bedeutsame Arbeiten auf dem Gebiet Landeskultur des Ausbaues der Verkehrslinien bei Notständen Er war gegliedert in den polnischen Baudienst ukrainischen Heimatdienst und den goralischen Heimatdienst.

Justiz

Es gab im Generalgouvernement in wichtigen Deutsche Gerichte und ein Deutsches Obergericht für Distrikt. Eine Gerichts spitze – etwa in Krakau – fehlte. gab es wie im Deutschen Reich Sondergerichte .

Daneben bestand die polnische Gerichtsbarkeit weiter. Oberste Gericht war allerdings aufgehoben worden dafür es jetzt an jedem Distriktsort ein Appellationsgericht. Gerichte hatten polnisches Recht unter Polen anzuwenden. Kollisionsfalle hatten die deutschen Gerichte und das Recht den Vorrang.

Post

Das Post- und Fernmeldewesen wurde durch „Deutsche Post Osten“ wahrgenommen. Deren Leiter hatte Sitz in Krakau. Ihm unterstanden die Distriktspostverwaltungen unter diesen die Vorsteher der einzelnen Postämter.

Die Deutsche Post Osten gab eigene heraus mit dem Aufdruck „Generalgouvernement“.

Seit Oktober 1943 war das Generalgouvernement das reichsdeutsche System der Postleitzahlen eingebunden. Es galt für das gesamte die Postleitzahl 7 a .

  

Bahn

Die während des Polenfeldzuges in Lodsch neue deutsche Eisenbahndirektion und die nach Krakau der Reichsbahndirektion Oppeln aus vorgeschobene Betriebsabteilung wurden 9. November 1939 in Krakau zur „Generaldirektion Ostbahn“ vereinigt. Diese leitete über die Ostbahn-Betriebsdirektionen Dezember 1940: Ostbahn-Bezirksdirektionen) Krakau Lublin Radom und die Ostbahn die das Eisenbahnnetz der früheren polnischen PKP übernommen hatte allerdings nicht deren Rechtsnachfolger Der Betrieb wurde zum größten Teil durch Eisenbahnpersonal wahrgenommen.

Bis zum Winter 1939/1940 war Zerstörungen ehemals polnischen Eisenbahnnetz soweit beseitigt dass die Truppen vom Bug und San mit der zurückgeführt werden konnten. Im Frühjahr 1940 waren Eisenbahnstrecken bis auf einige noch fehlende Brückenreparaturen einsatzfähig.

Nach Abschluss des deutsch-sowjetischen Wirtschaftsvertrages im 1940 wurden die Grenzübergänge bei Brest-Litowsk und erheblich ausgebaut. Dort wurden leistungsfähige Umladebahnhöfe errichtet; hier die russische Breitspur auf die europäische Normalspur traf und die Wagen umgespurt werden

Seit Oktober 1940 wurden durch das die West-Ost-Strecken durch das Generalgouvernement zum Aufmarsch die Sowjetunion so weit ausgebaut dass sich Transportkapazität vervielfachte.

Mit der Eingliederung des neuen Distrikts am 1. August 1941 wurde die neue Galizien errichtet. Diese konnte allerdings erst am Dezember 1941 das Streckennetz von der Haupteisenbahndirektion übernehmen.

Im Herbst 1942 wurde die Ostbahn-Bezirksdirektion aufgelöst und ihr Netz auf das der Krakau Radom und Warschau verteilt.

Durch Erlass vom 8. März 1943 auch die Ostbahn-Bezirksdirektion Radom aufgelöst; ab 1. wurden für die drei verbleibenden Direktionen Krakau und Warschau – die jetzt Ostbahndirektionen hießen Präsidenten ernannt. Im übrigen wurde die volle Reichsbahn organisation eingeführt.

Mit dem Vorrücken der Roten Armee die Dienststellen der Ostbahn 1944/1945 nach und in den Westen verlagert um zuletzt im 1945 über Bayreuth in den Raum nördlich von Pilsen zu gelangen. Dort wurde der Dienstzug Präsidenten der Ostbahn von US-amerikanischen Streitkräften besetzt.

NSDAP

Als Reichsleiter der NSDAP leitete Frank den „Arbeitsbereich Generalgouvernement der Dieser untergliederte sich in Distriktstandortführungen und Standorte Ortsgruppen).

Der Arbeitsbereich Generalgouvernemnt der NSDAP führte Deutsche Gemeinschaft in der alle Deutschen die nicht der NSDAP waren ferner alle Volksdeutschen erfasst Die Organisation der Volks deutschen Gemeinschaft am 20. April 1940 gegründet war Mai 1941 in die Deutsche Gemeinschaft überführt

Ortsnamen

Die polnischen Ortsnamen behielten weiterhin ihre Die wichtigeren Orteerhielten allerdings eingedeutschte oder der Sprache angepasste Bezeichnungen.

Durch Erlass vom 15. September 1941 ab 1. Oktober 1941 ausschließlich die folgenden Ortsbezeichnungen statt der früheren polnischen Namen:

Distrikt Krakau

  • Jarosław: Jaroslau
  • Jasło: Jaslo
  • Kraków: Krakau
  • Krzeszowice: Kressendorf.
  • Lanckorona: Landskron
  • Łańcut: Landshut
  • Nowy Sącz: Neu-Sandez
  • Nowy Targ: Neumarkt
  • Rzeszów: Reichshof
  • Stary Sącz: Alt-Sandez
  • Tarnów: Tarnow

Distrikt Lublin

  • Biała Podlaska: Biala-Podlaska
  • Biłgoraj: Bilgoraj
  • Chełm: Cholm
  • Janów Lubelski: Janow-Lubelski.
  • Puławy: Pulawy

Distrikt Radom

  • Częstochowa: Tschenstochau
  • Końskie: Konskie
  • Krzeszowice: Kressendorf
  • Opatów: Opatow
  • Piotrków: Petrikau
  • Tomaszów Maz.: Tomaschow-Mazowiecki.

Distrikt Warschau

  • Grójec: Grojec
  • Łowicz: Lowitsch
  • Małkinia: Malkinia
  • Mińsk: Minsk
  • Ostrów-Maz.: Ostrow
  • Sokołów: Sokolow
  • Warszawa: Warschau.

Stadtkreise und Kreishauptmannschaften im Generalgouvernement 1944

Distrikt Galizien

Stadtkreis

  1. Lemberg

Kreishauptmannschaften

  1. Brzezany
  2. Czortkow
  3. Drohobycz
  4. Kamionka-Strumilowa
  5. Kolomea
  6. Lemberg-Land
  7. Rawa-Ruska
  8. Stanislau
  9. Stryj
  10. Tarnopol
  11. Zloczow

Distrikt Krakau

Stadtkreis

  1. Krakau

Kreishauptmannschaften

  1. Debica
  2. Jaroslau
  3. Jaslo
  4. Krakau-Land
  5. Krosno
  6. Miechow
  7. Neumarkt (Dunajec)
  8. Neu-Sandez
  9. Przemysl
  10. Reichshof
  11. Sanok
  12. Tarnow

Distrikt Lublin

Stadtkreis

  1. Lublin

Kreishauptmannschaften

  1. Biala-Podlaska
  2. Bilgoraj
  3. Cholm
  4. Hrubieszow
  5. Krasnik
  6. Krasnystaw
  7. Lublin-Land
  8. Pulawy
  9. Radzyn
  10. Zamosc

Distrikt Radom

Stadtkreise

  1. Kielce
  2. Radom
  3. Tschenstochau

Kreishauptmannschaften

  1. Busko
  2. Jedrzejow
  3. Kielce-Land
  4. Konskie
  5. Opatow
  6. Petrikau
  7. Radom-Land
  8. Radomsko
  9. Starachowice
  10. Tomaschow-Mazowiecki

Distrikt Warschau

Stadtkreis


  1. Warschau

Kreishauptmannschaften

  1. Garwolin
  2. Grojec
  3. Lowitsch
  4. Minsk
  5. Ostrow
  6. Siedlce
  7. Sochaczew
  8. Sokolow
  9. Warschau-Land

Weblinks

Literatur

A. Rückerl (Hrsg.) NS Vernichtungslager München 1978 ISBN 3-423-02904- x



Bücher zum Thema Generalgouvernement

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