Studium, Ausbildung und Beruf

web uni-protokolle.de
 powered by
NachrichtenLexikonProtokolleBücherForenMittwoch, 27. August 2014 

Genexpression


Dieser Artikel von Wikipedia ist u.U. veraltet. Die neue Version gibt es hier.

Das Realisieren der Information die in DNA (bei Viren auch RNA ) eines Gens gespeichert ist nennt man Genexpression :

  Gen  -->  Protein (e) ->  Merkmal .  

Die Proteinbiosynthese ist ein wesentlicher Teil der Genexpression. Eukaryoten können aus derselben DNA-Sequenz durch alternatives Splicing mehrere verschiedene Proteine entstehen. Daneben spielt die Frage welche Gene wann und in Kontext aktiviert oder deaktiviert werden (Genregulation eine Rolle. Zudem können auch Stoffwechselprozesse nachträglich (z.B. durch Abbau oder Modifikation) die Proteine einwirken.

Generell kann die Regulation der Genexpression verschiedenen Stufen des Realisierungsprozesses vom Gen zum führen:

  • Genorganisation die Position des Gens in der Zellkernarchitektur und damit seine Zugänglichkeit (Ablesbarkeit).
    • Die bekannten Metaphasechromosomen sind auch in der Interphase des Zellzyklus als zusammenhängende Einheiten (Chromosomen-Territorien/´chromosomal vorhanden. An deren Oberfläche gelegene Gene sind die Komponenten des Transkriptionsapparates in besonderem Maße d.h. ablesbar.
  • Transkription : Besonders für dieser Ebene wurden zahlreiche beschrieben welche die Genexpression beeinflussen.
    • Attenuation (nur bei Prokaryonten )
    • Beeinflussung der mRNA -Stabilität
    • Steuerung der Transkription durch Anlagerung / Entfernung Nucleosomen dies wiederum infolge der Modifikation der Histone
    • Steroidhormone binden sich an passende Rezeptoren die Bindungsstellen für bestimmte DNA-Sequenzen haben und dadurch Transkription bestimmter DNA-Sequenzen ermöglichen oder verhindern
    • Leucinreissverschlussmoleküle ( leucine zipper proteins ) vermitteln die Wirkung von cAMP ( cyclisches Adenosinmonophosphat ) als Aktivator für die Transkription
    • alternatives Splicing (nur bei Eukaryonten )
  • Homöobox -Gene regeln die Aktivität anderer funktionell zusammenhängender im Zuge der Ontogenese speziell der Morphogenese von Embryonen
  • Translation
  • Stabilität der durch die Translation synthetisierten Proteine und Peptide
  • Modifizierung von Proteinen und anderen Peptiden nach der Translation
  • Aufbau von Stoffgradienten im Zuge der Ontogenese die einerseits Transportvorgänge und damit die von Merkmalen beeinflussen können andererseits auch wieder die Transkription zurückwirken können

Dabei können - besonders bei Eukaryonten die genannten Prinzipien miteinander in Wechselwirkung treten so - im Zusammenspiel von Genetik und Epigenetik noch komplexere Regulationsmechanismen bilden.

Siehe auch Evolutionstheorie - Ontogenese - Pseudogen

Weblinks



Bücher zum Thema Genexpression

Dieser Artikel von Wikipedia unterliegt der GNU FDL.

ImpressumLesezeichen setzenSeite versendenSeite drucken

HTML-Code zum Verweis auf diese Seite:
<a href="http://www.uni-protokolle.de/Lexikon/Genexpression.html">Genexpression </a>