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Geologie


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Die Geologie von griechisch γη ( ge )—Erde und λογος ( logos )—Wort ist die Wissenschaft von der Entstehung Geschichte und dem Bau der Erde und den Prozessen die sie formten auch heute noch formen soweit anorganische Massen sind.

Den Begriff Geologia findet man bereits 1473 bei Richard de Bury er benutzt jedoch zur Abgrenzung gegenüber der Theologie . Die Bezeichnung Geologie im heutigen Sinn wird zuerst von de Luc ( 1727 1817 ) im Jahr 1778 verwendet und von Horace-Bénédict de Saussure ( 1740 1799 ) im Jahr 1779 als feststehender Begriff eingeführt. Davor war Begriff Geognosie gebräuchlich.

Das Material mit dem sich Geologen beschäftigen sind Gesteine . Geologen erforschen durch Untersuchungen der an Erdoberfläche aufgeschlossenen (offen zugänglichen) Gesteine die Geschichte Erde. Eng damit verknüpft ist auch die der Paläontologen die die Entwicklung des Lebens erforschen. die Anlage und Interpretation von geologischen Karten versuchen Geologen vorherzusagen wie Gesteine im gelagert sind.

Jedes Gestein kann einer der drei Gesteinsfamilien zugeordnet werden: magmatische sedimentäre und metamorphe Magmatische Gesteine entstehen durch Abkühlung glutflüssiger Magmen aus dem Erdmantel . Sedimentgesteine entstehen infolge biogener (zum Beispiel Diatomit ) chemischer ( Evaporite ) oder physikalischer ( Erosion durch Wind und Wasser / Eis) und der Ablagerung als Sediment . Dauert die Ablagerung an erhöht sich Druck auf die Sedimente. Durch Entwässerung Kompaktion Verfestigung wird aus den Lockersedimenten festes Gestein. bei der Gesteinsbildung tätigen Prozesse werden unter Begriff Diagenese zusammengefasst. Metamorphe Gesteine entstehen durch Rekristallisation von Mineralen während Gestein in festem Zustand bleibt. Metamorphe Prozesse unter hohen Temperaturen und Drücken ab. Jedes kann durch geologische Prozesse in ein Gestein jeweils anderen beiden Familien umgewandelt werden ( siehe dazu: Kreislauf der Gesteine ).

Um aus der heutigen Situation Rückschlüsse die Vergangenheit ziehen zu können bedienen sich Geologen des Prinzips des Aktualismus. Dieses lässt zu einem Satz zusammenfassen: „Der Schlüssel zur ist die Gegenwart.” Auf die geologische Wirklichkeit findet ein Geologe alte Gesteine die fast z.B. mit ausgeflossenen Laven eines heute aktiven Vulkans sind dann geht er davon aus es sich bei dem gefundenen Gestein ebenfalls vulkanisches Material handelt. Allerdings lässt sich der nicht auf alle Gesteine anwenden. Die Bildung Eisenerzlagerstätten (BIF—„bandered iron formations”) lässt sich heute mehr beobachten da sich die chemischen Bedingungen der Erde derart geändert haben dass die solcher Gesteine nicht mehr stattfindet. Andere Gesteine sich eventuell in solchen Tiefen dass ihre außerhalb des Zugriffs des Menschen liegt. Um Entstehung solcher Gesteine zu verstehen greifen die auf Laborexperimente zurück.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeine Geologie

Die geologische Zeitskala

Geologen unterscheiden sich von anderen Naturwissenschaftlern ihrer Haltung gegenüber der Zeit . Physiker und Chemiker beobachten Vorgänge die nur Bruchteile von Sekunden andauern eine rasch chemische Reaktion wie eine Explosion oder radioaktiver von Atomkernen. Die Bildung eines Gebirges kann mehrere Dutzend Millionen Jahre dauern. Um sich diesen riesigen Zeiträumen zurechtzufinden wurde die geologische Zeitskala entwickelt. Als Instrument zur Entwicklung einer Zeittafel oder -skala benutzen Geologen die Stratigraphie . Einer der ersten Geologen der anfing voneinander entfernt ausstreichende Gesteinsschichten aufgrund ähnlicher Merkmale korrelieren d.h. sie auf der geologischen Zeittafel in die gleiche Stufe zu ordnen war Smith (der „strata-smith” — „Schichten-Smith”).

Hierbei werden Erkenntnisse der Paläontologie angewendet: durch Vergleich des Fossilinhalts zweier Gesteinsproben konnte er schließen inwieweit sich tatsächlich um gleiches Material handelte. Die Grundgesetze nach denen eine Stratigraphie der Gesteine wird lauten:

  • Das Gesetz der horizontalen Ablagerung : fast alle Sedimente werden horizontal abgelagert Schrägschichtung kommt vor (Sanddünen in der Wüste) Winkel zur Horizontalen unter dem ein Sediment wird ist jedoch stets kleiner als 40°.
  • Die Lagerungsregel besagt dass eine Schicht im Hangenden später abgelagert wurde als die Schicht im („drunter”).
  • Gesteine die von magmatischen Gängen diskordant durchschlagen heißt schiefwinklig zur Ablagerungsrichtung) sind jünger als durchschlagenen Sedimente.

Prozesse an der Erdoberfläche — exogene Dynamik

Stofftransport (durch Schwerkraft Wasser und Wind)

Massenbewegungen

Zu den Massenbewegungen zählt man alle bei denen sich große Mengen an Gesteins- Bodenmaterial im Wesentlichen unter Einfluss der Schwerkraft bewegen. Ein wichtiger oft auslösender Faktor ist Wassergehalt des Materials.

Fast jeder hat früher am Strand gebaut und dabei die Erfahrung gemacht dass mit feuchtem Sand stabilere und steilere Wände kann als mit trockenem. Richtig nasser Sand hat überhaupt keine Stabilität und „zerfließt”. Massenbewegungen oft nach starken Regenfällen statt.

Verschiedene Arten von Massenbewegungen sind:

  • Bodenkriechen oder -fließen ist eine sehr langsame bei der sich die oberste Bodenschicht mit Millimetern pro Jahr hangabwärts bewegt. Das so Hakenschlagen von Bäumen ist ein Anzeichen von
  • Steinschlag …
  • Steinlawinen …
  • Schlammlawinen können mit riesigen Geschwindigkeiten (70 km/h mehr) zu Tal fließen.

Siehe auch: Erosion (Geologie)

Prozesse im Erdinneren — endogene Dynamik

Entstehung und Aufbau der Erde

Schematischer Aufbau der Erde

Die Erde unser Planet entstand vor 4.6 Milliarden Jahren (4.6 Ga). Wie die Entstehung Erde ablief kann heute nicht mit Sicherheit werden. Sicher scheint jedoch zu sein dass Erde während der ersten 100 Millionen Jahre Entstehung einem intensiven Bombardement von Meteoriten ausgesetzt Durch die kinetische Energie dieser Impakte und die durch radioaktiven Zerfall entstand heizte sie auf bis sie vollkommen geschmolzen war. In Folge kam es zur Differentiation von Erdkern Erdmantel. Die schwersten Elemente vor allem Eisen dabei zum Erdmittelpunkt während leichte Elemente vor Sauerstoff Silizium und Aluminium nach oben stiegen.

Der innere Erdkern ist fest der geschmolzen. Die Erdkruste und der oberste Teil Mantels zusammen bilden die so genannte Lithosphäre . Die Lithosphäre ist zwischen 50 und km dick besteht aus festem Gesteinsmaterial und in etwa ein Dutzend große und mehrere Kontinentalplatten zerbrochen.

Andere Sichtweisen

Viele Menschen lehnen manche der oben Phänomene aus religiösen Gründen ab. Strittig sind allem Themen wie Evolution und Erdalter. An wortgetreue Auslegung der Bibel vor allem der Schöpfungsgeschichte glauben beispielsweise Mitglieder der Kreationisten-Bewegung.

Siehe auch

Weitere Literatur

  • Georg Agricola : Vom Berg- und Hüttenwesen Dünndruckausgabe im dtv ISBN 3-423-06086-7 .
  • Helmut Hölder (1989): Kurze Geschichte der Geologie und Paläontologie Springer-Verlag ISBN 3-540-50659-4
  • Hans Murawski und Wilhelm Meyer (Herausgeber): Geologisches Wörterbuch Ferdinand Enke Verlag im dtv ISBN 3-423-03038-0 (dtv).
  • Frank Press und Raymond Siever: Understanding Earth W.H.Freeman & Co. ISBN 0-7167-2836-2
  • Steven M. Stanley: Historische Geologie Spektrum Akademischer Verlag Heidelberg ISBN 3-86025-009-4 . (Originalausgabe: Earth and Life through Time W. H. Freeman New York)

Weblinks




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